Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum

Im zweijährigen Turnus würdigt das BMBF deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Wissenschaftskommunikation der Allgemeinheit den Mehrwert gemeinsamer europäischer Forschung näherbringt und Forschungsergebnisse verständlich erklärt.

Ein Preisträger hält den Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum in der Hand, unter seinem Arm ist eine Urkunde geklemmt. Der Preis ist eine Acrylscheibe mit Gravur, die auf einer quadratischen Holzscheibe befestigt ist.

Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum

 Bildkraftwerk / Bernd Lammel

Bereits in den 1970er Jahren setzte sich Ralf Dahrendorf für die Vision eines möglichst grenzenlosen Raums für Forschung in Europa ein, der die Rahmenbedingungen schafft, um bessere Ergebnisse in der Wissenschaft zu erzielen. Zuletzt hat der 2021 verabschiedeten Pakt für Forschung und Innovation in Europa diese Idee bestärkt. Der Europäische Forschungsraum soll zu einem echten Binnenmarkt für Wissen erwachsen. Nicht zuletzt angesichts der Herausforderung, den grünen und digitalen Wandel in allen europäischen Gesellschaften umzusetzen, kommt innovativer Wissenschaftskommunikation eine zentrale Bedeutung zu. Denn Forschung muss eindrücklich und nachvollziehbar sein, wenn sie Innovationen und Wandel tragen soll. Bürgerwissenschaft beteiligt die Gesellschaft an Forschung direkt und kann ein tiefes Verständnis für Forschungsfragen und -ergebnisse erzeugen.

Europäische Kommission und Mitgliedstaaten haben in den letzten Jahren viel Unterstützung für Wissenschaftskommunikation und Bürgerwissenschaften mobilisiert. In Horizont Europa ebenso wie in der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung können zum Beispiel Kommunikationsvorhaben mit geplant und finanziert werden. Damit wird Wissenschaftskommunikation als Teil der Forschungsarbeit gewürdigt und finanziell unterstützt. Zuletzt haben sich Europäische Kommission und Mitgliedstaaten in ihrer gemeinsamen ERA Policy Agenda 2022 - 2024 verpflichtet, die Kompetenzen und Initiativen in diesem Bereich weiter zu stärken und zu fördern.

Mit dem Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung diese Entwicklungen seit 2018 befördert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung würdigt mit diesem Preis herausragende Leistungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in europäischen Forschungskontexten. Ihre Motivation, die Forschungsergebnisse in den Dialog mit der Gesellschaft zu stellen, wird ausgezeichnet. Der Ralf-Dahrendorf-Preis wird innerhalb einer Förderrunde an maximal sechs Projekte vergeben und ist mit einer Förderbetrag von jeweils maximal 50.000 Euro verbunden. Die Gewinnerprojekte erhalten die Förderung zur Umsetzung der von Ihnen entwickelten kreativen Wissenschaftskommunikationskonzepte. Der Preis soll Forschenden Anreize bieten, interessierte Bürgerinnen und Bürger an den Ergebnissen ihrer Forschungsprojekte Teil haben zu lassen und mehr Menschen für Forschungsthemen und die gemeinsame europäische Arbeit im Europäischen Forschungsraum zu begeistern.

Die Förderrichtlinie – Das Wichtigste in Kürze

Der Ralf-Dahrendorf-Preis wird voraussichtlich im 4. Quartal 2022 erneut ausgeschrieben. Weitere Informationen erfolgen zeitnah.