Europäische Bildungszusammenarbeit

Die bildungspolitische Kooperation in Europa gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hier informieren wir über Grundlagen sowie allgemeine Entwicklungen und Trends.

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Jeder EU-Mitgliedstaat legt seine nationale Bildungspolitik selbst fest. Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen sich jedoch unter anderem in Anbetracht des globalen Wandels, der fortschreitenden Digitalisierung und des Klimawandels großen Herausforderungen stellen. Bereits 2002 verabschiedeten die Bildungsministerinnen und Bildungsminister der EU ein gemeinsames Arbeitsprogramm. Sie einigten sich darauf, auf Basis der offenen Methode der Koordinierung zusammenzuarbeiten. Die EU-Bildungszusammenarbeit ist entsprechend von den Prinzipien der Freiwilligkeit und des regen Austauschs geprägt.

Wesentliches Instrument der Zusammenarbeit ist zudem das Festsetzen von Zielen und die regelmäßige Überprüfung der Fortschritte anhand von gemeinsamen Indikatoren und Durchschnittsbezugswerten (Benchmarks). Damit soll die EU zu einer dauerhaft stabilen wissensbasierten Gesellschaft werden, die sich im globalen Wettbewerb behaupten kann.

Zu den wichtigsten Vereinbarungen bisher zählen der Bologna-Prozess von 1999 zur Schaffung eines einheitlichen Hochschulraums bis 2010, der Kopenhagen-Prozess von 2002 zur europaweiten Kooperation in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und der Strategische Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung. Der strategische Rahmen wurde Anfang 2021 von den europäischen  Bildungsministerinnen und -ministern erneuert. Er soll unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Vollendung des Europäischen Bildungsraums mit 2025 leisten. Das wichtigste Programm zur Umsetzung der europäischen Bildungszusammenarbeit ist Erasmus+ (2021 - 2027). Das erfolgreiche EU-Programm zu europäischer Mobilität und Zusammenarbeit wurde für die neue Programmperiode mit einem höheren Budget und neuen Elementen ausgestattet.

Mehr Informationen zu den europäischen Aktivitäten im Bildungsbereich finden Sie auf den Seiten der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission und der Exekutivagentur Bildung und Kultur.

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