COST-Aktionen – Europäische Netzwerke für exzellente Forschung

COST-Aktionen sind das zentrale Förderinstrument von COST und bilden den organisatorischen Rahmen für pan-europäische, thematisch fokussierte Forschungsnetzwerke. 

Hände verschiedener Personen setzen bunte Puzzleteile zusammen.

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COST-Aktionen richten sich an Forschende aller Karrierestufen und Disziplinen und ermöglichen eine strukturierte Zusammenarbeit über Länder-, Fach- und Sektorgrenzen hinweg.

Eine COST-Aktion ist in der Regel auf vier Jahre angelegt und wird von einer klar definierten wissenschaftlichen Fragestellung getragen. Im Mittelpunkt steht nicht die Finanzierung von Forschungsvorhaben, sondern der systematische Aufbau und die Koordination eines europäischen Netzwerks, das vorhandene Expertise bündelt, neue Perspektiven eröffnet und gemeinsamen Austausch durch Vernetzung ermöglicht.

Hinweis: Es werden keine Personal- oder Forschungsmittel gefördert!

Aufbau und Organisation einer COST Aktion

Jede COST-Aktion verfügt über eine klare Governance:

  • Das Management Committee (MC), besetzt und vorab nominiert  durch Vertretende der teilnehmenden COST-Mitgliedstaaten, steuert Strategie, Arbeitsplanung und die Mittelverwendung in Form von Vernetzungsaktivitäten.
  • Die Arbeitsgruppen (Working Groups) bearbeiten die inhaltliche Arbeit, entwickeln Konzepte und setzen Aktivitäten und Ziele um.

Geförderte Aktivitäten

Die Fördermittel einer COST-Aktion werden gezielt für Netzwerk- und Kooperationsmaßnahmen eingesetzt. Dazu zählen unter anderem:

•    Fachliche Workshops, Konferenzen und Arbeitstreffen
•    Trainingsschulen und Weiterbildungsformate
•    Short-Term Scientific Missions (STSMs), also kurze Forschungsaufenthalte bei Projektpartnern
•    Maßnahmen zur Einbindung von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen sowie zur Wissenschaftskommunikation
•    weitere

Offenheit und Teilhabe

COST-Aktionen sind offen für alle Forschungsbereiche – von Grundlagen über angewandte Wissenschaft bis hin zu gesellschaftlich relevanten Themen. Forschende können laufenden Aktionen beitreten, es sind keine "closed shops". Teilnehmende kommen aus allen Fachrichtungen, Institutionstypen und Karrierestufen.

Für die deutsche Forschungscommunity sind COST-Aktionen ein flexibler, niedrigschwelliger Einstieg in die europäische Zusammenarbeit. Sie ermöglichen den Aufbau starker Partnerschaften, eröffnen neue Perspektiven für eigene Projekte und legen oft den Grundstein für folgende EU-Projekte.