Gutachterinnen

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

Foto: George Doyle / Thinkstock


Bewerben Sie sich als Gutachterin in Brüssel!

Alle Anträge in Horizont 2020 werden im Peer-Review-Verfahren evaluiert.

Wegen der großen Zahl an Ausschreibungen gibt es jedes Jahr einen hohen Bedarf an Gutachterinnen und Gutachtern. Der Zielwert von 40 % des jeweils unterrepräsentierten Geschlechts bei der Begutachtung ist in den vielen Bereichen bei Weitem nicht erreicht (siehe "Dokumente"). Daher sind insbesondere Wissenschaftlerinnen dazu eingeladen, sich anzumelden.

Als Gutachterin zu arbeiten lohnt sich!

  • Sie erhalten Einblicke in das Evaluierungsverfahren;
  • Sie erlangen wichtiges Know-how für eigene Antragsvorhaben;
  • Sie stärken Ihren eigenen wissenschaftlichen Lebenslauf und Ihre internationale Sichtbarkeit;
  • Sie können potenzielle Kooperationspartnerschaften mit europäischen und internationalen Kolleginnen und Kollegen sondieren;
  • Sie knüpfen Kontakte zur Europäischen Kommission;
  • Eine Aufwandsentschädigung (derzeit um die 450 Euro pro Tag) erfolgt für jeden Arbeitstag, plus Reise- und Verpflegungskosten.

Welche Profile werden gesucht?

Voraussetzung zur Begutachtung ist entsprechende Expertise, nicht aber beispielsweise eine Professur! Sowohl Wissenschaftlerinnen im privaten oder öffentlichen Sektor können begutachten als auch Expertinnen, die nicht selbst forschen (zum Beispiel aus der Industrie oder der öffentlichen Verwaltung).

Die Europäische Kommission ruft Expertinnen und Experten dazu auf, sich im Funding & Tenders Portal mit einem eigenen Expertenprofil zu registrieren. Damit bewerben Sie sich als Gutachterin für das laufende Rahmenprogramm, können Ihre Dienste gleichzeitig aber auch für andere Programme der Europäischen Kommission anbieten. Die Gutachterinnen und Gutachter für den Europäischen Forschungsrat (ERC) werden primär vom verwaltenden "Scientific Council" selbst ausfindig gemacht und angefragt; hier ist die Datenbank nur eine weitere mögliche Quelle.

Die Registrierung allein ist noch kein Garant, dass Sie auch tätig werden können. Sie müssen zuerst in der Datenbank gefunden und angefragt werden. In welchen Bereichen der Bedarf gerade hoch ist, hängt von den jeweiligen Ausschreibungen ab und schwankt daher sowohl zeitlich als auch fachlich. Eine strategische Auswahl von "Keywords" und "Expertise" spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da die Identifizierung von Begutachtenden über eine Stichwortsuche erfolgt.

Wir unterstützen bei Ihrer Registrierung als Gutachterin

Sie können uns Ihre Registrierung per E-Mail zusenden. Wir überprüfen, ob wir Hinweise für eine Optimierung des Eintrags geben können. Dabei nehmen wir selbstverständlich keine inhaltliche Bewertung Ihres Profils vor, sondern beschränken uns auf formale Kriterien und unser Wissen zu den Themen des laufenden Rahmenprogramms.

Begutachtungsverfahren und Arbeitsaufwand

Für eine Begutachtung müssen Sie mit einem Arbeitsaufwand von etwa zehn Tagen rechnen.

Das Begutachtungsverfahren besteht aus mehreren Schritten. Zunächst überprüfen die Europäische Kommission bzw. die zuständigen Exekutivagenturen der Europäischen Kommission, ob ein Antrag alle Zulässigkeitskriterien der jeweiligen Ausschreibung erfüllt. Dann beginnt mit dem Peer-Review-Verfahren die Arbeit der unabhängigen Expertinnen und Experten. In aller Regel werden einzelne Anträge in sogenannter "remote evaluation" durch die ausgewählten Expertinnen und Experten gelesen und bewertet. Auf elektronische Wege geben die Gutachterinnen und Gutachter ihre Bewertung ab und sehen erst dann, wie die Bewertung durch die anderen Beteiligten aussieht.

Meist folgt dann eine mehrtägige Konsenssitzung, die entweder in Brüssel, oder remote durchgeführt wird und in der alle Anträge sowie die Punktevergabe diskutiert werden. Am Ende steht eine Unterteilung der gelesenen Anträge in "ineligible" / "below threshold" / "above threshold". Anträge über dem Schwellenwert werden in eine Reihenfolge gebracht, die der Europäischen Kommission als Empfehlung überreicht wird.

Die Begutachtung schließt Briefings zur jeweiligen Ausschreibung und zum Ablauf durch die Europäische Kommission ein. Diese koordiniert und begleitet das Verfahren.

Sie müssen im Vorfeld sicherstellen, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Mehr zur Begutachtung in Horizont 2020 erfahren Sie auch auf dem deutschen Portal zu Horizont 2020.

Werden die Namen der Gutachterinnen und Gutachter veröffentlicht?

Die Namen der Gutachterinnen und Gutachter werden mindestens einmal jährlich von der Europäischen Kommission rückwirkend für die abgeschlossenen Ausschreibungen veröffentlicht.

Für Horizont 2020 sind sie im Funding & Tenders Portal bei den "Reference Documents" als letzter Punkt unter "Expert names (annual lists) " zu finden. Die Namen können dabei keiner bestimmten Ausschreibungen oder etwa einem Topic zugeordnet werden.

Wie funktioniert die Registrierung?

Wenn Sie in Ihrem persönlichen Account im Funding & Tenders Portal eingeloggt sind, selektieren Sie im Drop-down-Menü die Option "Work as an Expert".

Screenshot des Funding and Tender Opportunities Portal mit ausgeklapptem Menü. Zu sehen ist unter anderem Work as an Expert.

Auf dieser Seite können Sie sich Schritt für Schritt registrieren. Für detaillierte Informationen zur Registrierung gelangen Sie über die gleichen Seit zu den Hilfestellungsdokumenten der Europäischen Kommission – "Online Manual" und "IT How to Expert".

Screenshot der Seite Work as an Expert aus dem Funding and Tenders Portal.

Im "News"-Teil dieser Seite finden Sie unter anderem gesonderte Aufrufe der Europäischen Kommission für Gutacher und Gutachterinnen.