Archiv

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

Foto: George Doyle / Thinkstock

In unserem Archiv finden Sie frühere Meldungen zu Veranstaltungen, Publikationen und Entwicklungen, zu denen die Kontaktstelle FiF unter "Aktuelles" berichtet hat.

25.06.2021: Konferenz "Deepening the ERA Through Gender Equality" zur Anmeldung geöffnet

Am 8./9. Juli 2021 (jeweils vormittags) findet eine virtuelle Konferenz unter slowenischer Ratspräsidentschaft statt, die sich mit dem Thema "Deepening the ERA (European Research Area) Through Gender Equality" befasst. Dies ist zugleich die Abschlusskonferenz des EU-geförderten Projekts GENDERACTION.

Die Konferenz ist als Plattform gedacht für Mitgliedstaaten, Forschungsfördereinrichtungen, Stakeholder und Expertinnen / Experten, auf der sie sich zu den jüngsten Fortschritten zur Geschlechtergerechtigkeit auf europäischer wie nationaler Ebene austauschen und Bedarfe im Europäischen Forschungsraum identifizieren und diskutieren.

Die Anmeldung ist auf der Veranstaltungsseite möglich.

09.06.2021: Same, but different? The role of sex and gender in health research

Die Kontaktstelle FiF führt im Auftrag des BMBF am Dienstag den 22. Juni 2021 eine Online-Veranstaltung zu Gender in der Medizin durch.

Der Workshop richtet sich an potenzielle Antragstellerinnen im neuen EU-Rahmenprogramm Horizont Europa sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Er ist der erste in einer Reihe von Workshops zur "Gender Dimension" im Europäischen Forschungsraum. Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

09.06.2021: Neuer Gender Equality Plan des ERC

Im Juni hat der Europäische Forschungsrat (ERC) einen neuen Plan zu Gender Equality für die Laufzeit des Rahmenprogramms Horizont Europa (2021 - 2027) angenommen. Eine der Neuerungen im aktuellen Plan ist die Berufung sogenannter "ERC ambassadors", die im Kontext der Aktivitäten des ERC gezielt zu genderspezifischen Themen und Aspekten sprechen werden. Auch sollen geschlechterspezifische Daten zu einzelnen Ländern und Institutionen gesammelt werden, um noch zielgerichteter besonders Frauen zur Antragstellung beim ERC zu ermutigen.

Anlässlich des neuen Plans äußert sich die Vorsitzende der "Gender Issues Working Group" des ERC in einem interessanten Interview. Sie zieht darin Bilanz zu den bisherigen Entwicklungen und Erfolgen des ERC in Sachen Chancengerechtigkeit. Seit seinen Anfängen 2007 hat der ERC zahlreiche Schritte unternommen, um eine geschlechtergerechte Beteiligung sowohl bei der Antragstellung als auch der Förderung zu erreichen. Datenerhebung und Begleitforschung haben bereits für mehr Transparenz und evidenzbasierte Maßnahmen gesorgt.

09.06.2021: Hilfestellung für Gleichstellungspläne

Im aktuellen "CEWS Journal" (7. Juni 2021) berichten Claudia Schredl und Dr. Anke Lipinsky zur Evaluation von Gleichstellungsplänen an vier MINT-Universitäten. Im Rahmen des kürzlich geendeten EU-Projekts GEECCO hat das CEWS als Partnerin mehrere Tutorials entwickelt, darunter ein Erklärvideo und eine Infografik. Diese Materialien können auch über das Projekt hinaus von Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen genutzt werden, beispielsweise um sich neue Gleichstellungspläne zu erarbeiten.

09.06.2021: Akademikerinnen in der Pandemie

Wenig überraschend, aber deutlich sind die Ergebnisse der im Mai erschienen Studie "Impacts of the COVID‐19 Pandemic on the Productivity of Academics who Mother". (Quelle: Newsletter Genderedinnovations vom 4. Juni 2021).

09.06.2021: DFG-Bericht zum Gender Summit 2021

Zur letzten Auflage des Gender Summit hat die mit ausrichtende DFG einen Bericht veröffentlicht. "GS21" wurde von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mitausgerichtet und hätte ursprünglich in Präsenz in München stattfinden sollen. Aufgrund der andauernden Pandemie fand die Veranstaltung virtuell statt.

18.05.2021: Horizont Europa final verabschiedet – Und was heißt das für Gender und Chancengerechtigkeit?

Am 27. April 2021 hat das Europäische Parlament seine endgültige Zustimmung zu den Gesetztestexten für Horizont Europa gegeben. Damit ist die rechtliche Grundlage für das mit einem Budget von 95,5 Milliarden Euro für 2021 - 2027 ausgestattete neunte EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation erfüllt.

Mit der vorläufigen Umsetzung von Horizont Europa wurde im Einklang mit der politischen Einigung von Dezember 2020 bereits zum 1. Januar 2021 gestartet. Die Veröffentlichung der Arbeitsprogramme und weiterer Ausschreibungen wird in den kommenden Wochen erwartet.

Detaillierte Informationen zu Horizont Europa erhalten Sie auf dem deutschen Horizont-Europa-Portal.

Regelungen zu Gender

Mit dem neuen Rahmenprogramm sind einige Neuerungen eingeführt bzw. Weiterentwicklungen umgesetzt worden, was Genderaspekte betrifft. Die Integration der Genderdimension im Forschungsinhalt ist weiterhin eine Standard-Anforderung. Antragstellende müssen es nun erläutern, sofern dies bei ihrem Vorhaben nicht zutreffend ist. Ein Merkblatt fasst die Strategie und Maßnahmen zusammen.

Ausführlicher erläutert werden die Neuerungen in einem kürzlich seitens der Europäischen Kommission gehaltenen Vortrag, der auch als Video aufgezeichnet wurde. Das Video und die Folien des Vortrags finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission (Genderaspekte ab 1:43:30).

Auf der entsprechenden Seite der Europäischen Kommission zu Gender in der Forschung sind zudem inzwischen bekannte und neue Ressourcen, Netzwerke, Projekte und Strategie-Papiere neu (und übersichtlicher) geordnet.

Verpflichtung zu Gender-Equality-Plänen für öffentliche Institutionen

Um förderfähig zu sein, müssen öffentliche Einrichtungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im neuen Rahmenprogramm einen Gleichstellungsplan vorweisen können. Ab 2022 ist diese Anforderung sogenannter Gender Equality Plans (GEPs) bindend. Mitte Mai hat die Europäische Kommission Details dazu gebündelt auf ihrer Seite "Gender equality in research and innovation" veröffentlicht. Das zugrunde liegende Rechtsdokument sind die sogenannten General Annexes des Arbeitsprogramms 2021 - 2022.

Kern der GEPs sind Inhalte zu diesen vier Punkten:

  1. Öffentliches Dokument (von der obersten Leitung unterzeichnet und mindestens innerhalb der Einrichtung verteilt) - Details zur Veröffentlichung finden sich in den FAQ.
  2. Budget,
  3. Datenerhebung und Monitoring,
  4. Training und Capacity Building.

Auf der genannten Seite ist ein PDF-Dokument mit häufig gestellten Fragen (FAQs) zu den GEPs verlinkt. Dort wird unter anderem zu der besonders in Deutschland schon häufig gestellten Frage Stellung genommen, ob ein GEP auf der Internetseite einer Einrichtung (also extern) veröffentlicht sein muss. Die Kurzantwortet lautet: Er muss es nicht; allerdings muss auf einer auch von extern zugänglichen Website ein Hinweis gegeben werden, dass ein solches Dokument vorliegt (zu den Details siehe die FAQs). Außerdem können auch mehrere bereits geltende Dokumente, sofern sie nachweislich die Anforderungen für einen GEP erfüllen, in Summe als Äquivalent anerkannt werden. Ebenfalls in den FAQs sind Beispiele und Anleitungen verlinkt, die beispielsweiese durch EU-Projekte die Erstellung von GEPs an der eigenen Einrichtung erleichtern.

15.04.2021: Europäische Kommission sucht Gutachterinnen für Horizont Europa

Ende März hat die Europäische Kommission einen Aufruf zur Interessenbekundung veröffentlicht: Sie sucht Expertinnen und Experten, die sie bei der Implementierung der EU-Programme unterstützen – so insbesondere auch durch Begutachtungen. Der Aufruf gilt für alle EU-Programme, also auch für Horizont Europa, und zwar für die gesamte Programmperiode 2021 bis einschließlich 2027.
 
Alle Interessierten können sich über das Funding & Tenders Portal registrieren und werden bei Bedarf gegebenenfalls angefragt. Für die Tätigkeit gibt es eine Aufwandsentschädigung. Wer bereits in der Datenbank registriert ist, wird gebeten, die im Profil hinterlegten Informationen zu aktualisieren.

16.03.2021: Faktenblatt der EU-Kommission zu Gender in Horizont Europa

Anlässlich des Internationalen Tags der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft hat die Europäische Kommission am 11. Februar 2021 ein Faktenblatt zu Gender im neuen Rahmenprogramm Horizont Europa herausgegeben. Darin wird auf die geplanten Änderungen in Horizont Europa eingegangen. Es umfasst verschiedene Aspekte wie z.B. die Integration der Gender-Dimension in Forschungsinhalte, den künftig erforderlichen Gleichstellungsplan und mögliche Projekte zur Erstellung von inklusiven Gleichstellungsplänen. Die finale Verabschiedung der entsprechenden Rechtsdokumente steht allerdings noch aus – dann sind auch die exakten Formulierungen verbindlich. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird FiF nähere Informationen zu Gender in Horizont Europa auf der Website veröffentlichen und im Kontext erklären.

03.02.2021: Gender Summit 2021: virtuell vom 14. - 16. April 2021

Der diesjährige Gender Summit hat einen besonderen Fokus auf Deutschland und wird gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft, acatech und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung organisiert. Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Tagung nicht wie ursprünglich geplant vor Ort in München statt, sondern virtuell. Auf eine Teilnahmegebühr wird daher verzichtet. Vor kurzem wurde die Registrierung geöffnet. Auf der entsprechenden Website gibt es Informationen zum Programm und zur Anmeldung.

03.02.2021: Kurze englischsprachige Videos zu Geschlechtergerechtigkeit in der Forschung verfügbar

Das EU-Projekt GENDERACTION, an dem sich auch FiF beteiligt, hat auf YouTube drei kurze Filme auf Englisch zu den folgenden Themen veröffentlicht:

Die Videos können einzeln angeklickt werden; beim Klicken des ersten wird aber auch automatisch die Staffel gestartet.

03.02.2021: Interesse an Vor-Ort-Veranstaltung oder "eigenem Online-Seminar"?

Einrichtungen, die sich für das Jahr 2021 Vor-Ort-Vorträge der Kontaktstelle FiF zu Horizont Europa wünschen, mögen sich – soweit nicht schon geschehen – möglichst bald bei uns melden. Gleiches gilt für eine Einbindung von FiF in Online-Veranstaltungen, die Sie durchführen möchten. Mit dem Beginn des neuen Rahmenprogramms Horizont Europa müssen wir unsere Ressourcen etwas bündeln und möchten entsprechend vorausplanen. Wir werden versuchen, alle Wünsche zu berücksichtigen, müssen uns aber vorbehalten, bei mehreren Wünschen aus einer Region ggf. Veranstaltungen für zwei Einrichtungen zusammenzulegen. Für pandemiebedingte Einschränkungen bitten wir um Verständnis. In jedem Fall sollte eine Mindestzahl von 15 Personen gewährleistet sein. Melden Sie sich gern bei uns, damit wir Näheres besprechen können.

18.12.2020: Bislang höchster Frauenanteil bei ERC Consolidator Grants

Frauen gewinnen an Boden bei der erfolgreichen Antragstellung in der EU-Forschungsförderung: Bei der aktuellen Vergabe von Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) wurden 37 % der Grants an Wissenschaftlerinnen vergeben, der höchste Anteil seit Beginn des Programms für exzellente junge Forscherinnen und Forscher.

Noch immer stellen weniger Wissenschaftlerinnen einen Antrag als Wissenschaftler, aber wenn sie es tun, können sie besser überzeugen: Insgesamt lag die Quote für einen erfolgreichen Antrag für Frauen bei 14,5 % und für Männer bei 12,6 %. Auch in den Natur- und Ingenieurwissenschaften war die Erfolgsquote der Frauen höher als die der Männer: Sie betrug 16,9 % für Frauen und 12 % für Männer. In den Lebenswissenschaften waren Frauen mit 15 % im Durchschnitt wiederum erfolgreicher als Männer mit 12,9 %.

In den ersten Jahren des ERC waren stets die Erfolgsquoten männlicher Antragstellender höher. Unter anderem lancierte der ERC daraufhin Begleitforschung, um seine eigenen Regularien und die Arbeit seiner Gremien zum Beispiel auf geschlechtsbasierte Vorurteile (gender bias) hin untersuchen zu lassen und bemühte sich um die Sensibilisierung seiner Gutachterinnen und Gutachter.

Die mit insgesamt 655 Millionen Euro ausgezeichneten 327 Forschenden werden ihre Projekte an Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen in 23 verschiedenen Ländern Europas durchführen, wobei Deutschland (50 Grants), Großbritannien (50), Frankreich (34) und die Niederlande (29) die beliebtesten Standorte sind.

Nähere Informationen

18.12.2020: Zweiter Bericht Gendered Innovations veröffentlicht

Am 24. November 2020 ist ein zweiter Bericht mit zahlreichen Fallstudien zu "Gendered Innovations" erschienen. Der Untertitel lautet "How Inclusive Analysis Contributes to Research and Innovation". Die von der Europäischen Kommission unter Horizont 2020 finanzierte Expertinnen- und Expertengruppe legt Beispiele aus Projekten verschiedenster Fachbereichen vor, die unter Horizont 2020 gefördert wurden. Vertreten sind beispielsweise Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Robotik, Energie, Transport, Klimawandel und Städteplanung, aber auch faire Besteuerung und die COVID-19-Pandemie. Es werden auch Kernthemen adressiert, die für Cluster, Missionen und Partnerschaften unter Horizont Europa zentral sein werden.

In einem Interview in "Nature" erklärt Londa Schiebinger noch einmal die Bedeutung von Geschlecht für die Forschung und wie die Beispiele ihrer Arbeitsgruppe dazu beitragen, Forschungsstandards auf ein neues Niveau zu heben.

Dementsprechend wurde auch die Website Gendered Innovations aktualisiert; sie enthält nun 40 Fallstudien, allgemeine und fachspezifische Methoden. In einem Blog einer Expertin der Gruppe soll nun wöchentlich zu Gendered Innovations geschrieben werden; der erste Beitrag handelt von der Diversität von Crash Test Dummies.

18.12.2020: Informationen zum Start des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation "Horizont Europa"

2021 startet das neue EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizont Europa". Am 8. Februar 2021 findet dazu eine nationale Auftaktveranstaltung in Aachen statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen laden alle Forschungs- und Innovationsakteure in Deutschland ein, online teilzunehmen. Hochrangige Sprecherinnen und Sprecher werden die Neuausrichtung des Programms diskutieren und die neuen Fördermöglichkeiten präsentieren. Eine Anmeldung wird Anfang des Jahres 2021 möglich sein.

FiF wird darüber hinaus auch eigene Veranstaltungen zu Horizont Europa anbieten.

Daneben können Sie unsere Expertise auch für Ihre eigenen Veranstaltungen nutzen: Die Kontaktstelle FiF stellt Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen das Rahmenprogramm und speziell Aspekte zu Gender und Chancengerechtigkeit vor. Wenn Sie etwa als EU-Referentin oder -Referent oder Gleichstellungsbeauftragte Entsprechendes planen, melden Sie sich gern. Für 2021 gehen wir zunächst vor allem von digitalen Formaten aus.

02.12.2020: Erste Vorträge zur BMBF-Tagung "Impulse für Europa" abrufbar

Am 11. und 12. November 2020 fand eine BMBF-Tagung zum Thema "Impulse für Europa: Chancengerechte Strukturen und Vielfalt in der Forschung" stattufgrund der Pandemie-Situation in virtueller Form. Diese Tagung wurde im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ausgerichtet. Ziel war es, zukunftsfähige Ansätze für mehr Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem mit den Anwesenden zu diskutieren und für den europäischen Forschungsraum weiterzuentwickeln. Neben Diskussionen mit hochrangig besetzten internationalen Panels wurden dabei die folgenden Keynotes/Impulsvorträge gehalten:

  • Prof. Dr. Maria Wersig (Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes): Chancenreich und chancengerecht? Verfassungsauftrag Gleichberechtigung von Frauen und Männern
  • Prof. Dr. Claudia Peus (Technische Universität München): Frauen in Führungspositionen der Forschung: Empirische Einsichten und praktische Empfehlungen
  • Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione (Radboud University Nijmegen): The impact of sex and gender on research excellence
  • Prof. Dr. med. Marylyn M. Addo (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf): One Voice Does Not Fit All: On the diversity of evidence-based science communication in the corona pandemic.

Erste Videos sind bereits jetzt auf der Veranstaltungsseite verfügbar; ab Anfang Dezember 2020 werden alle Programmpunkte als einzelne Videos abrufbar sein. Auf der Seite sind außerdem digitale Präsentationen von Beispielen guter Praxis zur Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem abrufbar sowie ein Film zur Erfolgsgeschichte des Professorinnenprogramms. Als weiteres Highlight wurde während der Veranstaltung das 20-jährige Bestehen des CEWS gefeiert.

02.12.2020: Professorinnen-Anteil an deutschen Hochschulen bei 26 %

Ende 2019 gehörten rund 48 500 hauptberufliche Professorinnen und Professoren zum wissenschaftlichen Hochschulpersonal. Mit rund 12.400 hauptberuflichen Professorinnen lag der Frauenanteil bei 26 %; das ist ein Prozent mehr als Ende 2018. In der Fächergruppe Geisteswissenschaften war der Professorinnen-Anteil mit 39 % am höchsten und in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften mit 14 % am niedrigsten. In der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften betrug der Professorinnen-Anteil 31 %; in der Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften 20 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Für einen EU-Vergleich liegen die letzten verfügbaren Zahlen für 2016 vor. Damals wurde EU-weit ein Frauenanteil in den höchsten wissenschaftlichen Positionen (Grade A positions) von 23,7% festgestellt, in Deutschland damals noch 19,4%. Mit dem vergleichsweise hohen Anteil von Professorinnen in den Geisteswissenschaften sticht Deutschland im EU-Vergleich deutlich hervor. (Quelle: She Figures 2018)

02.12.2020: ERC-Workshop "Sex and gender dimension in frontier research"

Zu einem eintägigen virtuellen Workshop lud der Europäische Forschungsrat am 16. November ein. Mit Vorträgen, Diskussionen und vor allem spannenden Berichten von ERC Grantees zu ihren Projekten mit Bezügen zu Geschlecht beleuchtete der hochrangige ERC verschiedene Aspekte zu Gender in diversen Forschungsbereichen. Die einzelnen Sessions sowie die Ansprachen der EU-Kommissarinnen Gabriel und Dalli sind online verfügbar.

27.10.2020: Faktenblatt der Europäischen Kommission zu Genderaspekten der Künstlichen Intelligenz veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat im September ein Faktenblatt zu "Gender & intersectional bias in artificial intelligence" veröffentlicht. Es ist auf Englisch erhältlich und spricht verschiedene Aspekte an, die beim Einsatz künstlicher Intelligenz problematisch sein können bzw. beachtet werden sollten. Entsprechend werden Politikempfehlungen für verschiedene Bereiche ausgesprochen.

27.01.2020: Bericht der Europäischen Kommission zu Frauen in MINT-Fächern

Immer wieder kommt die Frage auf, wie man den Frauenanteil in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften, Technik; englische Entsprechung: STEM) erhöhen kann – nicht erst im Forschungsbereich, sondern bereits in früheren Bildungsphasen. Im September hat die Europäische Kommission zu diesem Themenfeld ihren Bericht "Gender differences in tertiary education - What explains STEM participation?" veröffentlicht (nur auf Englisch zum kostenlosen Download erhältlich).

27.10.2020: Aktualisierung des Arbeitsprogramms "Science with and for Society"

Am 17. September 2020 hat die Europäische Kommission ein aktualisiertes Arbeitsprogramm "Science with and for Society" veröffentlicht. Neu ist hier die Maßnahme “European knowledge and support facility for fostering institutional change through Gender Equality Plans”, die den Übergang zu Horizont Europa und den dortigen Ansatz zur Förderung von Gleichstellung vorbereitet. Die Maßnahme soll unter einem bestehenden Rahmenvertrag vergeben werden (Public procurement - Specific contract under existing framework contract).

27.10.2020: Neues forschungsbasiertes Informationsangebot zu Geschlechtergerechtigkeit und Wissenschaft auf dem Portal des CEWS

Der Schwerpunkt "Geschlechtsbezogene und sexualisierte Gewalt in der Wissenschaft" ergänzt die bereits bestehenden Themenseiten "Gender Bias in der Wissenschaft" und "Familienfreundliche Wissenschaft". Das in sechs Unterthemen gruppierte Informationsangebot bietet einen Überblick über aktuelle Studien zu sexueller Belästigung und Aspekten geschlechtsbezogener Gewalt in Wissenschaftseinrichtungen weltweit.

24.07.2020: DFG-Gleichstellungsstandards: Neue Empfehlungen; Kritik an Beharrungstendenzen

Bei ihrer Mitgliederversammlung am 1. Juli verabschiedete die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erstmals explizite Empfehlungen bezüglich Gleichstellung in der Wissenschaft, ausgehend von den forschungsorientierten Gleichstellungsstandards. Die Empfehlungen sind das Ergebnis aus Berichten der DFG-Mitgliedshochschulen zu zwei Schwerpunktthemen und eines Workshops der Hochschulleitungen. Sie beziehen sich auf die beiden Themen "Rekrutierungsverfahren zur Gewinnung von Wissenschaftlerinnen" und "Entlastung von Wissenschaftlerinnen für die Gremienarbeit". Eine entsprechende Pressemitteilung der DFG ist auch auf Englisch erschienen (nicht jedoch der aktuelle Bericht).

Bezüglich der Rekrutierungsverfahren formuliert der Bericht konkrete Empfehlungen zu

  • Grundvoraussetzungen (Erhöhung der Grundgesamtheit und Steigerung der Attraktivität des Arbeitsplatzes Wissenschaft),
  • Rahmenbedingungen aktiver Rekrutierung,
  • Verfahren der (aktiven) Rekrutierung,
  • Kulturwandel.

Zum Thema Entlastung behandeln die Empfehlungen die Aspekte

  • Grundvoraussetzungen (Erhöhung der Grundgesamtheit sowie Anpassung und Erweiterung der wissenschaftlichen Bewertungskriterien),
  • Individuelle Entlastungs- und Unterstützungsmaßnahmen,
  • Strukturelle Maßnahmen,
  • Kulturwandel.

Die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG wurden zuerst 2008 verabschiedet und zuletzt 2017 überarbeitet. Sie werden durch Berichtszyklen und seit 2009 mithilfe einer Arbeitsgruppe "Forschungsorientierte Gleichstellungstandards" umgesetzt und begleitet. Im Rahmen der Versammlung wurden auch neue Mitglieder für die Arbeitsgruppe ab 2021 gewählt, darunter die renommierte Meeresforscherin Antje Boetius.

Für den nächsten Berichtszyklus haben die DFG-Mitglieder die Themen "Erhöhung des Frauenanteils in der Post-Doc-Phase" sowie "Umgang der Hochschulen mit dem Thema Vielfältigkeit / Diversität" beschlossen.

20.05.2020: Neues aus dem EIGE

Corona und Chancengerechtigkeit

Das European Institute for Gender Equality (EIGE) hat Informationen zu den Auswirkungen von COVID-19 auf Chancengerechtigkeit und Gleichstellung in Europa gebündelt.

EIGE Glossary and Thesaurus

Ebenfalls interessant ist das vom EIGE zur Verfügung gestellte Glossar. Die stetig aktualisierte Sammlung von Spezialterminologie rund um das Thema "Gleichstellung der Geschlechter" entsteht in enger Kooperation mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, den Vereinten Nationen und der Wissenschaft.

Gender Statistics Database

Thematisch breit, sehr differenziert und nicht nur, aber auch im Kontext der Corona-Pandemie interessant ist die statistische Datensammlung des EIGE zu Gender. Dort sind genaue Zahlen zu finden beispielsweise zum Anteil von Frauen im Gesundheitssektor in der EU (es sind 76 %) und Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten (die baltischen Staaten haben den höchsten Frauenanteil). Zum "Gender Pay Gap" und natürlich auch der Frauenbeteiligung in der Forschung gibt es ebenfalls Statistiken.

20.05.2020: Weitere Meldungen zu COVID-19 und Wissenschaft

Publizieren Wissenschaftlerinnen in der Pandemie weniger?

Diese Frage stellte der "ZEIT Chancen-Newsletter" am 18. Mai und trägt dazu Meldungen aus der internationalen Presse und Wissenschaftsjournalen zusammen. Es steht die Vermutung im Raum, dass Frauen auch in diesem Bereich zu den Verliererinnen der Krise zählen und womöglich aufgrund vermehrter "Care-Arbeit" weniger veröffentlichen als Männer. Der Verdacht wird derzeit von Seiten der Wissenschaft untersucht.

"The pandemic and the female academic"

Dieser englischsprachige Artikel von Alessandra Minello befasst sich mit den besonderen Herausforderungen, denen sich Wissenschaftler, vor allem aber Wissenschaftlerinnen mit Kleinkindern gegenübersehen. Als Mindestausgleich schlägt sie vor, dass die Zeiten, in den sie sich COVID-19-bedingt um ihre Familie kümmern mussten und weniger publizieren konnten als die kinderlosen Peers, bei Anträgen auf Stellen oder Forschungsförderung als offizielle "Care-Zeit" gelten sollten.

Corona und Gleichstellung an den Hochschulen: Good-Practice-Sammlung

Unter diesem Titel hat die bukof (Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e. V.) einen Überblick dazu erstellt, welche Möglichkeiten an deutschen Hochschulen genutzt werden, um mit der Corona-Pandemie umzugehen.

20.05.2020: Neue Publikation zu den Faktoren für die Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft

In einem englischsprachigen Literaturüberblick ("Factors that contribute to the underrepresentation of women in science careers worldwide: a literature review") wird aus 470 Veröffentlichungen in hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften von 1985 - 2018, die sich alle mit dem Zugang von Frauen in der Wissenschaft, ihrer Beteiligung und ihrem Vorankommen beschäftigen, ein Rahmenwerk von Einflussfaktoren eruiert. Dabei wird in 5 Gruppen von Faktoren unterteilt: a) individuelle Faktoren, b) familienbezogene Faktoren, c) soziale Faktoren, d) Bildungsfaktoren und e) arbeitsmarktbezogene Faktoren.

08.04.2020: Europäische Kommission veröffentlicht Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020 - 2025

Am 5. März hat die Europäische Kommission ihre Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter für die Europäische Union veröffentlicht. Sie gilt bis 2025. Auf den Seiten der Europäischen Kommission kann man die Strategie auf Englisch, Deutsch oder Französisch herunterladen; zudem gibt es eine englischsprachige Seite mit Fragen und Antworten dazu.

Politische Ziele und wichtigste Maßnahmen:

  1. Freiheit von Gewalt und Stereotypen;
  2. Entfaltung in einer geschlechtergerechten Wirtschaft;
  3. Gleichberechtigte Führungsverantwortung in der Gesellschaft;
  4. Gender Mainstreaming und eine intersektionelle Perspektive in der EU-Politik;
  5. Finanzierung von Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in der EU;
  6. Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frau weltweit.

17.02.2020: Frauen stufen ihre Forschungsergebnisse zurückhaltender ein

Männliche Wissenschaftler bezeichnen ihre Forschungsergebnisse häufiger als "ausgezeichnet", "neuartig" und "einzigartig". Das ergab eine groß angelegte Studie eines internationalen Forschungsteams der Universität Mannheim, der Harvard Medical School und der Yale University. Dafür wurden mehr als sechs Millionen klinische und biowissenschaftliche Publikationen analysiert. Dabei stellten die Forschenden fest, dass männliche Hauptautoren mit einer um bis zu 21 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit "positives Framing" in Überschriften und Zusammenfassungen verwenden – also eine Sprache, welche die Ergebnisse als besonders wichtig einstuft.

17.02.2020: Neue Daten zu Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung in Deutschland veröffentlicht

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 12. Dezember 2019 die "23. Fortschreibung des Datenmaterials (2017/2018) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen" veröffentlicht. Demnach ist der Anteil von Wissenschaftlerinnen sowohl bei den Hochschulen als auch in den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen kontinuierlich angestiegen. Allerdings erfolgen die Fortschritte in allen Bereichen nur langsam, so dass anhaltender Handlungsbedarf besteht.

17.02.2020: Noch bis zum 15. April 2020 für genderbezogene Projekte im Bereich "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" bewerben!

Die Einreichungsfrist für die letzten genderbezogenen Calls im Bereich "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" (Science with and for Society, SwafS) - SwafS-09-2020: Support research organisations to implement gender equality plans (CSA), SwafS-25-2020: Gender-based violence including sexual harassment in research organisations and universities (RIA) und SwafS-26-2020: Innovators of the future: bridging the gender gap (CSA) – läuft noch bis zum 15. April des Jahres. Informationen dazu finden Sie im Funding & Tenders Portal.

Für Beratung und Antragsdurchsicht steht Ihnen die Nationale Kontaktstelle "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" zur Verfügung.

17.02.2020: Bewerbungsphase geöffnet für den "EU Prize for Women Innovators 2020"

Am 11. Februar 2020 – dem Internationalen Tag von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft – hat die neue Forschungskommissarin Mariya Gabriel zum bereits siebten Mal den "EU Prize for Women Innovators" ausgerufen. Bewerbungen werden bis zum 21. April 2020 entgegengenommen.

Der Wettbewerb ist für Frauen aus EU-Mitgliedstaaten sowie aus zu Horizont 2020 assoziierten Staaten geöffnet, die vor dem 1. Januar 2018 ein aktiv tätiges Unternehmen (mit)gegründet haben. Der Preis ist Teil von Horizont 2020; für drei "Women Innovators" wird es je 100.000 Euro Preisgeld geben; dazu 50.000 Euro für eine Unternehmerin zu Beginn ihrer Karriere ("Rising Innovator").

17.02.2020: Förderung für von Frauen geführte Unternehmen in Horizont 2020: "Accelerator" des EIC-Piloten

Die Europäische Kommission möchte Unternehmen unter weiblicher Leitung fördern, um damit einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit im europäischen Innovationsökosystem zu leisten. Für die Einreichungsfristen im sogenannten "Accelerator" des EIC-Piloten in Horizont 2020 am 19. Mai 2020 und 7. Oktober 2020 gelten daher für von Frauen geführte KMU besondere Bedingungen: sie sollen 25 Prozent der zum persönlichen Interview nach Brüssel eingeladenen Projekte ausmachen.

Die Evaluierung im Accelerator des EIC-Piloten folgt einem zweistufigen System: Alle gültigen Anträge werden im "Remote"-Verfahren von vier Gutachterinnen / Gutachtern bewertet. Die Anträge, die danach mindestens 13 von 15 Punkten erreicht haben, gelten als förderfähig. Aus budgetären Gründen ist jedoch nur eine Förderung einer deutlich geringeren Anzahl an innovativen Projektvorschlägen möglich. Die Europäische Kommission lädt daher für die zweite Stufe der Begutachtung – einem persönlichen Interview in Brüssel – in absteigender Reihenfolge diejenigen KMU ein, die der Punktzahl nach die besten Anträge eingereicht habe. Für die oben genannten beiden Stichtage möchte die Kommission den Anteil der von Frauen geführten KMU bei diesen Einladungen auf mindestens 25 Prozent festlegen.

Mehr Informationen zum Accelerator des EIC-Piloten erhalten Sie bei der NKS KMU.

17.02.2020: Vorschläge für die Nominierung herausragender Frauen im Energiesektor möglich bis 3. März 2020

Für die EU-Preise für Nachhaltige Energie können noch bis zum 3. März 2020 herausragende Frauen nominiert werden, die Aktionen, Initiativen, Projekte oder Ähnliches im Feld "nachhaltige Energie" angestoßen haben. Rein akademische Studien oder Forschungsprojekte ohne jeden Anwendungsbezug können nicht vorgeschlagen werden. Die Gewinnerinnen werden am 23. Juni 2020 bei einer Zeremonie in Brüssel geehrt. Nähere Informationen finden Sie hier.

17.02.2020: Wien, 24. Februar 2020: "Is it a lottery? Improving fairness in research funding" – Konferenz des EU-Projekts GRANteD

Ziel des Forschungsprojekts GRANteD ist es, die empirischen Belege für (potenzielle) geschlechtsspezifische Vorurteile bei Entscheidungsprozessen und -praktiken in Forschungsförderorganisationen zu verbessern. Die Konferenz in Wien wird sich mit aktuellen Fragen zur Geschlechtergleichstellung bei der Vergabe von Forschungsförderungen und in Peer-Review-Prozessen befassen. Das Konferenzprogramm finden Sie hier.

18.12.2019: Helsinki Call for Action

Am 23./24. Oktober 2019 fand in Helsinki eine Veranstaltung der finnischen Ratspräsidentschaft zum Thema "Research and Innovation Excellence through Gender Equality: New Pathways and Challenges" statt. Anlass dafür war, dass vor nunmehr 20 Jahren die erste Kommissionmitteilung zu Frauen in der Wissenschaft veröffentlicht wurde. Als Ergebnis dieser Konferenz wurde der "Helsinki Call for Action" veröffentlicht. Darin werden Mitgliedstaaten und Europäische Kommission aufgefordert, sich weiterhin für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. So wird die Kommission beispielsweise dazu aufgerufen, bei der Umsetzung des Rahmenprogramms Horizont Europa dafür zu sorgen, dass im gesamten Programm die Genderdimension im Forschungsinhalt berücksichtigt wird. Auch die Forschung betreibenden Einrichtungen werden darin adressiert und aufgefordert, ihre internen Strukturen gendersensibel aufzustellen. An die Wirtschaft wird appelliert, ebenfalls mehr auf Geschlechtergerechtigkeit zu achten und diese als Teil ihrer sozialen Verantwortung zu sehen.

18.12.2019: Letzte Topics mit Gender-Bezug in Horizont 2020: 2020er Ausschreibung und Einreichungssystem geöffnet

Seit dem 10. Dezember 2019 sind die 14 Themen der letzten Ausschreibung im Bereich "Science with and for Society" (SwafS) in Horizont 2020 geöffnet. Das Einreichungssystem, zugänglich über die jeweilige Ausschreibungsseite, kann nun genutzt werden. Das Ausschreibungsbudget beläuft sich auf 63,2 Millionen Euro. Anträge können bis zum 15. April 2020 (17:00 Uhr) eingereicht werden.

  • SwafS-09-2018-2019-2020: Supporting research organisations to implement gender equality plans
  • SwafS-25-2020: Gender-based violence including sexual harassment in research organisations and universities
  • SwafS-26-2020: Innovators of the future: bridging the gender gap

Alle Ausschreibungsthemen können Sie im Funding and Tenders Portal und im Arbeitsprogramm einsehen. Partnergesuche finden Sie auf der jeweiligen Ausschreibungsseite sowie weitere hier.

Für Fragen, Beratung und die Durchsicht von Skizzen und Anträgen steht Ihnen die Nationale Kontaktstelle "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" gerne zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie diese frühzeitig.

18.12.2019: Noch Partnereinrichtungen für Projekte aus dem Bereich "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" gesucht? Brokerage Event in Brüssel am 16. Januar 2020

Am 16. Januar 2020 veranstaltet SiS.net, das europäische Netzwerk der Nationalen Kontaktstellen im Programmbereich "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" (SwafS), ein zweites Brokerage Event zur Unterstützung der Konsortienbildung für die 2020er SwafS-Ausschreibungsthemen in Brüssel. Meetings können vorarrangiert werden und es gibt ebenfalls Informationen zur Ausschreibung.

Information und Anmeldung
Präsentationen des ersten Brokerage Events in Warschau vom 14./15. Oktober 2019

18.12.2019: Vermeidung von Fehlern bei der Abrechnung von Horizont-2020-Projekten: Hinweise der Europäischen Kommission veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat ein kurzes Dokument veröffentlicht, in dem erläutert wird, wie Fehler bei der Abrechnung von Horizont-2020-Projekten vermieden werden: "How to avoid errors when claiming costs in H2020 grants".

18.12.2019: Berichte des Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE)

Immer wieder gibt es Berichte des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen, die auch für die Leserinnen und Leser des FiF-Newsletters von Interesse sein dürften, auch wenn Sie nicht gänzlich zu unserem Kernthema Frauen in der EU-Forschung passen. So sei hier einmal grundsätzlich auf diese Berichte verwiesen, etwa zu den Themen "The weight of stereotypes on career choices", "Better work-life balance in ICT" (Sammlung von Good Practice), "Closing the gender pay gap will boost the economy", "The gender pay gap: a penalty for motherhood?" (Titel der Webseite lauten abweichend).

Informationen zum EIGE

18.12.2019: Wie können rein männlich besetzte Panels und Konferenzen vermieden werden?

Damit beschäftigt sich ein Nature-Artikel unter dem Titel "How to banish manels and manferences from scientific meetings" – sehr lesenswert für alle, die wissenschaftliche Veranstaltungen zu organisieren haben.

18.12.2019: Veröffentlichung zu geschlechtsspezifischen Analysen

Unter dem Titel "Sex and gender analysis improves science and engineering" wird in einem Nature-Artikel auf die wissenschaftlichen Vorzüge einer geschlechtsspezifischen Analyse verwiesen. Thematisch im Fokus stehen Biomedizin, marine Wissenschaften, Künstliche Intelligenz und soziale Roboter.

18.12.2019: FiF nimmt noch bis Ende Januar Meldungen für Vor-Ort-Veranstaltungen entgegen

Einrichtungen, die sich für das Jahr 2020 Vor-Ort-Vorträge der Kontaktstelle FiF zu Horizont 2020 wünschen, mögen sich – soweit nicht schon geschehen – bis Ende Januar bei uns melden. Im Kontext der anstehenden deutschen Ratspräsidentschaft müssen wir unsere Reise-Ressourcen etwas bündeln und möchten entsprechend vorausplanen. FiF wird selbstverständlich versuchen, alle Wünsche zu berücksichtigen – wir müssen uns aber vorbehalten, bei mehreren Wünschen aus einer Region gegebenenfalls Veranstaltungen für zwei Einrichtungen zusammenzulegen. In jedem Fall sollte eine Mindestzahl von 15 Personen gewährleistet sein; idealerweise findet die Veranstaltung im ersten Halbjahr 2020 statt. Melden Sie sich also bis Ende Januar bei uns, damit wir Näheres besprechen können.

18.12.2019: In eigener Sache: Aktuelles FiF-Team

Das FiF-Team stellt sich neu auf: Frau Thillmann ist mittlerweile in Elternzeit; dafür ist nun Dr. Lois Woestman Teil des FiF-Teams. Frau Woestman hat sich in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn ausführlich mit Gender-Themen beschäftigt und bringt als langjährige EU-Referentin umfassende Erfahrung in der Beratung vor allem zu Individualmaßnahmen in Horizont 2020 (Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen und ERC) mit; sie war ein Jahr lang Mitglied der Nationalen Kontaktstelle Recht und Finanzen, bevor Sie im Oktober 2019 auch Teil der Nationalen Kontaktstelle ERC wurde. Als US-Amerikanerin ist sie für englischsprachige Veranstaltungen prädestiniert. Sie sitzt im Berliner Büro des DLR Projektträgers; ihre Kontaktdaten finden Sie untenstehend.

26.09.2019: Aufruf zur Beteiligung: Öffentliche Konsultation zur Umsetzung von Horizont Europa

Wie bereits im FiF-Newsletter des Monats Juli erwähnt, führt die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation zur strategischen Ausgestaltung der Förderaktivitäten in Horizont Europa durch.

Zusätzlich öffnete die Europäische Kommission auch eine Konsultation zur Implementierung von Horizont Europa. Diese ist hinsichtlich der konkreten Behandlung von Gender-Fragen im künftigen EU-Rahmenprogramm von großer Bedeutung. Enthaltene Punkte sind unter anderem Arbeitsprogramme, Antragseinreichung, Begutachtung, Musterverträge, Nutzung und Verbreitung, Berichte und vereinfachte Kostenformen.

Es kann hier beispielsweise um die Berücksichtigung von Gender bei der Begutachtung von Projekten gebeten sowie eine verpflichtende Genderdimension im Forschungsinhalt gefordert werden.

Um möglichst vielen Interessierten die Möglichkeit zu geben, ihre Ansichten zur Umsetzung des künftigen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, Horizont Europa, zu äußern, hat die Europäische Kommission beide Konsultationen bis zum 4. Oktober 2019 verlängert.

24.09.2019: Brüsselfahrt für Wissenschaftlerinnen: EU vor Ort! am 21./22. November 2019

Am 21. und 22. November 2019 führt die Kontaktstelle Frauen in die EU-Forschung (FiF) wieder eine zweitägige Brüsselfahrt für Wissenschaftlerinnen durch. Zielgruppe sind promovierte Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland.
 
Sie sollten aktiv in der Forschung tätig sein und planen, Ihren Berufsweg in der Wissenschaft fortzusetzen. Unter dem Motto "EU vor Ort" lernen Sie Hintergründe, Akteurinnen und Akteure der EU-Forschungsförderung sowie deutscher Wissenschaftsorganisationen kennen. Sie erhalten einen gründlichen Überblick über Horizont 2020, das Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation. Am Ende steht neues Wissen, mit dem Sie EU-Drittmittel als Chance für die eigene Wissenschaftskarriere einschätzen können.
 
Die Anmeldung ist bis 14. Oktober 2019 bzw. bis zur Ausbuchung möglich.

24.09.2019: Neuerungen in der Europäischen Kommission

Nicht nur, dass die Europäische Kommission künftig von einer Frau geleitet wird - am 10. September wurde auch bekannt gegeben, wer nach Vorschlag Ursula von der Leyens die neuen EU-Kommissarinnen und -Kommissare werden sollen. So soll die Kommission künftig 13 Frauen und 14 Männer umfassen.
 
Eine der größten Neuerungen dabei ist, dass es künftig mit Helena Dalli (Malta) eine Kommissarin speziell für Gleichstellung geben soll. Dabei ist Gleichstellung allerdings nicht nur auf Geschlecht bezogen. Die wichtigsten Punkte in ihrer Aufgabenbeschreibung in Bezug auf Gender sind:

  • Entwicklung einer neuen europäischen Gender-Strategie zu allen Gebieten, auf denen sich Frauen noch zusätzlichen Hürden gegenüber sehen (inklusive Entgelttransparenz),
  • Anti-Diskriminierungs-Gesetzgebung vorantreiben,
  • mit den EU-Mitgliedstaaten die "Women on Boards" Directive vorantreiben,
  • Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, besserer Opferschutz, EU-Beitritt zur Istanbul-Konvention.

Die Generaldirektionen zu Bildung und Forschung (DG RTD und DG EAC) werden künftig einer Kommissarin zuarbeiten. Designiert ist die Bulgarin Mariya Gabriel: Ihr Ressort heißt offiziell "Innovation und Jugend" - hier fehlt also die eigenständige Nennung von Bildung und Forschung auf oberster Ebene; sie gehören aber zu einem der zentralen Themenbereiche ihres Portfolios.
 
Nächste Schritte: Die designierten Kommissarinnen und Kommissare müssen sich nun den jeweiligen Ausschüssen im Europäischen Parlament stellen. Dieses Vorgehen hat in der Vergangenheit auch schon dazu geführt, dass schlecht bewertete Personen ihre Kandidatur zurückgezogen haben. Die Bestätigung durch das Parlament bezieht sich aber nicht auf einzelne Personen, sondern auf die gesamte Kommission. Sobald das Parlament der Präsidentin und den Mitgliedern der Kommission seine Zustimmung erteilt hat, werden sie vom Europäischen Rat in einem mit qualifizierter Mehrheit gefällten Beschluss offiziell ernannt. Eine Umstrukturierung der Generaldirektionen wie z.B. DG RTD und DG EAC ist nicht konkret in Sicht (in der Übersicht der Portfolios werden alle genannt wie gehabt); sie kann aber nicht ausgeschlossen werden.
 
Nähere Information einschließlich Aufgabenbeschreibungen und Kurz-CVs der designierten Kommissarinnen und Kommissare sind hier zu finden.

24.09.2019: Tools des Projekts EFFORTI: Gleichstellungsprogramme wirkungsorientiert und strategisch anlegen

Gleichstellungsbeauftragten und Diversity-Manager/innen stehen heutzutage eine umfangreiche Forschung und zahlreiche Tools zur professionellen Entwicklung ihrer Maßnahmen und Programme zur Verfügung. Die Forschungen sind jedoch zum Teil widersprüchlich und die Tools erfordern aufgrund ihrer Komplexität oft eine hohe Einarbeitungszeit. Das im Programm "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" geförderte Projekt EFFORTI ("Evaluation Framework for Promoting Gender Equality in Research and Innovation") bietet zwei Tools mit einer kompakten, praxistauglichen Aufbereitung des vorhandenen Forschungswissens an, die Licht in das gegenwärtige Informationsdickicht bringt. Gleichstellungsbeauftragte sowie Diversity-Manager/innen sollen darin unterstützt werden, ihre Arbeit noch professioneller und strategischer auszurichten und somit noch wirkungsvoller zu gestalten.
 
Zusammenfassung der Tools
Zugang zur Toolbox
Wissenschaftliche Zusammenfassung von EFFORTI

24.09.2019: Informationsveranstaltung der NKS "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" für die nächste Ausschreibung am 21. Oktober 2019 (Bonn)

Die letzte Ausschreibung im Programmbereich "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" umfasst 14 Ausschreibungsthemen mit einem Budget von 63,2 Millionen Euro. Am 21. Oktober 2019 lädt die Nationale Kontaktstelle "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" in Bonn zu einer Informationsveranstaltung zu diesem Programmbereich ein. Inhalte sind die aktuellen Ausschreibungsthemen, die Antragstellung und ein Erfahrungsbericht eines erfolgreichen Antragstellers. Die Ausschreibung wird im Dezember geöffnet mit Einreichfrist am 15. April 2020. Zu den Ausschreibungsthemen zählen:
 

  • SwafS-09-2018-2019-2020: Supporting research organisations to implement gender equality plans
  • SwafS-25-2020: Gender-based violence including sexual harassment in research organisations and universities
  • SwafS-26-2020: Innovators of the future: bridging the gender gap 

Weitere Informationen zur Veranstaltung

10.07.2019: Öffentliche Konsultation zur strategischen Ausrichtung von Horizont Europa gestartet

Die Europäische Kommission lädt die breite Öffentlichkeit ein, sich in die langfristige strategische Ausgestaltung der Förderaktivitäten einzubringen und sich zu folgenden Fragen zu äußern:

  • Was sind die dringendsten Herausforderungen, denen sich die EU-finanzierte Forschung und Innovation stellen sollte?
  • Welches sind die wichtigsten Ziele, die diese anstreben soll?

 
Ausdrücklich wird dabei auch nach der Rolle gefragt, die Horizont Europa bei der Erreichung der "United Nations Sustainable Development Goals" haben sollte, darunter auch Ziel 5 "Gender equality" (Section B, Frage 2). Auch die Integration von Gender-Aspekten im Forschungs- und Innovationsinhalt wird angesprochen (Section B, Frage 5).
 
Im Abschnitt D besteht die Möglichkeit, Anmerkungen zu einzelnen Bereichen von Horizont Europa zu machen, wie etwa zu "Widening Participation and Strengthening the European Research Area", in dem die Gender-Themen aus dem bisherigen Programmbereich Science with and for Society (SwafS) künftig verankert sein werden.
 
Die Beiträge fließen in die Erstellung eines "Strategischen Plans" für das kommende Rahmenprogramm Horizont Europa ein, der dann die Arbeitsprogramme und Ausschreibungen der ersten vier Jahre des Rahmenprogramms bestimmen wird.
 
Die Konsultation ist bis zum 8. September 2019 geöffnet.

10.07.2019: Horizont 2020: Arbeitsprogramm 2018-2020 aktualisiert

Die letzte Aktualisierung des Arbeitsprogramms 2018-2020 von Horizont 2020 wurde am 2. Juli 2019 von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Bislang gab es im letzten Arbeitsprogramm (2018-2020) nur in Überschriften bekannte Topics für das Jahr 2020. Nun wurden sie entsprechend ausformuliert.
 
Insgesamt stehen im Jahr 2020 nun 11 Milliarden Euro für Ausschreibungen zur Verfügung. Das ist die höchste Summe im laufenden Rahmenprogramm. Davon entfallen gut 2,2 Milliarden Euro auf den European Research Council ERC und mehr als 1 Milliarde Euro auf Maire-Skłodowska-Curie-Maßnahmen. Der Einsatz des "Lump sum pilot" wird noch ausgeweitet und der EIC (European Innovation Council) Accelerator pilot wird als neues Finanzierungsinstrument eingeführt. Außerdem soll die internationale Kooperation ausgeweitet werden.
 
Im SwafS-Arbeitsprogramm sind 3 Topics mit Gender-Bezug enthalten (Deadline jeweils 15. April 2020):

  • SwafS-09-2018-2019-2020: Supporting research organisations to implement gender equality plans
  • SwafS-25-2020: Gender-based violence including sexual harassment in research organisations and universities
  • SwafS-26-2020: Innovators of the future: bridging the gender gap

Save the date: Zu der SwafS-Ausschreibung wird die NKS SwafS am 21. Oktober 2019 in Bonn eine Informationsveranstaltung durchführen.
 
Nähere Informationen gibt es auf den Seiten der Europäischen Kommission.

10.07.2019: Charter für Gender Equality

Das Structural-Change-Projekt "Sage" hat eine "Charter of Principles for Gender Equality" verabschiedet. Einrichtungen sind eingeladen, diese zu nutzen.

04.06.2019: Anmeldung für FiF-Webinar zur Antragstellung geöffnet

Die Anmeldung für das FiF-Webinar am 27. Juni 2019 zur Antragstellung in Horizont 2020 ist geöffnet.

Weitere Informationen mit Link zur Registrierung für das einstündige Webinar

04.06.2019: ERC-Projekt untersucht, wie Geschlechtergerechtigkeit im Europäischen Parlament gelebt wird

Das ERC-Projekt "Gender talk in the corridors of Brussels" befasst sich damit, die genderbezogenen Praktiken und Politiken in verschiedenen Fraktionen des Europäischen Parlaments besser zu verstehen. Dabei sollen auch die Änderungen nach der jüngst erfolgten Parlamentswahl berücksichtigt werden.

Mehr zum Projekt von ERC Consolidator Grantee Prof. Johanna Kantola (Universität Tampere)

04.06.2019: EU Prize for Women Innovators 2019 vergeben

Am 16.  Mai 2019 hat der EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, Carlos Moedas, bei der VivaTech-Konferenz in Paris die vier Gewinnerinnen des 2019 EU Prize for Women Innovators bekannt gegeben. Unter den neun Finalistinnen war eine Deutsche. Gewonnen haben:

  • Irina Borodina (Litauen), Mitgründerin und CTO von BioPhero, einem in Dänemark angesiedelten BioTech-Unternehmen, das Pheromone als sichere und effektive Alternative zu Pestiziden anbietet.
  • Martine Caroff (Frankreich), Gründerin und CSO zweiter BioTech-Unternehmen: LPS-BioSciences, das sich auf bakterielle Endotoxine für Impfungen, in-vitro-Diagnostik, Kosmetik und Medizinprodukte spezialisiert, und HEPHAISTOS-Pharma, das Immuntherapien in der Onkologie entwickelt.
  • Shimrit Perkol-Finkel (Israel), Mitgründerin und CEO von ECOncrete Tech, einem Unternehmen, das den biologischen und ökologischen Wert von städtischen, Küsten- und marinen Infrastrukturen verbessert will.
  • "Rising Innovator": Michela Puddu (Italy), Mitgründerin und CEO von Haelixa in der Schweiz; einem Unternehmen, das intelligente DNA-basierte Nachverfolgungsmöglichkeiten einsetzt, um ethische und transparente Industriepraktiken zu sichern; ein besonderer Fokus liegt auf nachhaltigen Produkten wie Bio-Baumwolle. Sie hatte zuvor Förderung durch eine Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahme erhalten.

Weitere Informationen

12.03.2019: She Figures 2018 erschienen

Zum Weltfrauentag am 8. März hat die Europäische Kommission die neue Ausgabe der "She Figures" veröffentlicht. Die "She Figures 2018" bilden die umfangreichste statistische Datensammlung zur Beteiligung von Frauen in der Wissenschaft in Europa. Die Daten folgen dem chronologischen Weg der Forschenden, von ihrem Hochschulabschluss bis hin zum Erwerb von Entscheidungsrollen unter Berücksichtigung von Aspekten wie Arbeitsbedingungen. Die Publikation richtet sich an ein Publikum von politischen Entscheidungsträgern, an die Forschungscommunitiy und an die breite Öffentlichkeit. Sie wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, Eurostat und den statistischen Korrespondenten der EU-Mitgliedstaaten und assoziierten Ländern erarbeitet.
 
Die EU nähert sich der Gleichstellung der Geschlechter unter den Doktoranden, wobei es große Unterschiede in den Forschungsbereichen gibt. Insgesamt gab es im Jahr 2016 47,9 % Doktorandinnen (Deutschland: 45,2 %).
 
Während die Gesamtzahl der Doktoranden von Frauen und Männern zwischen 2007 und 2016 gestiegen ist, stieg in den meisten erfassten Ländern, darunter Deutschland, die Anzahl der Doktorandinnen mit einer schnelleren Rate an als die der Männer. In fast allen untersuchten Ländern stieg der Anteil der Frauen an Professuren zwischen 2013 und 2016 (EU-28 im Jahr 2013: 22,1 %, EU-28 im Jahr 2016: 23,7 %). In Deutschland stieg der Anteil von 17,3 % (2013) auf 19,4 % (2016).
 
Unterschiede zwischen Frauen und Männern können auch in ihren Arbeitsbedingungen in der Forschung beobachtet werden. Auf EU-Ebene war 2016 der Anteil der teilzeitbeschäftigten Wissenschaftlerinnen im Hochschulbereich höher (EU-28: 13 %, DE: 31,2 %) als der der Männer (EU-28: 8 %, DE: 18,3 %). Darüber hinaus arbeiteten in den 28 EU Mitgliedstaaten 8,1 % (DE: 11,7 %) der Frauen und 5,2 % (DE: 7,4 %) der männlichen Forscher in "prekären Beschäftigungsverhältnissen".
 
Zu den She Figures 2018

15.03.2019: Webinare zu Gender in der Forschung

Chancengleichheit und Gender im Forschungsinhalt sind Querschnittsthemen in Horizont 2020. Das Thema Chancengleichheit dreht sich um die Beteiligung von Männern und Frauen in Projekten, die möglichst gleichverteilt sein sollte. Mit der spannenden Frage "Haben meine Projektinhalte unterschiedliche Berührungspunkte in der Lebensrealität von Männern und Frauen?" beschäftigt sich Gender im Forschungsinhalt. In vielen Ausschreibungen von Horizont 2020 wird nach der Einbeziehung dieser inhaltlichen Komponente gefragt, aber vielen Antragstellenden mangelt es an Praxisbeispielen oder spezifischem Fachwissen zu diesem Thema. Auf der GENDERACTION Webseite gibt es einige Webinare sortiert nach Forschungsfeldern (u. a. Gesundheit, Forschungsinfrastrukturen, IKT, Energie) zum Thema Gender in Research, die sich an Nationale Kontaktstellen aber auch direkt an Antragstellende selbst richten.
 
Zu den Webinaren

15.03.2019: Empfehlungen für Forschungsfördereinrichtungen zum Thema Gender in Research und Chancengerechtigkeit

Das Projekt GENDERACTION hat ein Kurzdossier veröffentlicht mit Empfehlungen für Forschungsfördereinrichtungen und deren Mitwirken bei der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in Forschung und Innovation. Empfohlen wird u. a.:
 

  • Die Gewährleistung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses bei der Besetzung von Entscheidungs- und wissenschaftlichen Begutachtungsgremien.
  • Bewertungskriterien anzunehmen, die Elternschaft als ein Potenzial im Leben eines Forschers oder einer Forscherin berücksichtigen.
  • Die Antragstellenden müssen angeben, ob biologisches oder soziales Geschlecht für ihren Forschungsvorschlag relevant sind und wie die Genderperspektive in den gesamten Forschungs- oder Innovationszyklus integriert werden soll.

 
Wer mehr über GENDERACTION erfahren möchte: Seit kurzem gibt es eine Success Story zum Projekt auf der Webseite der Kommission.

15.03.2019: Listen von Gutachterinnen und Gutachtern 2017 veröffentlicht

Auf dem Funding & Tenders Portal hat die Europäische Kommission die Listen der Sachverständigen veröffentlicht, die 2017 Projektanträge zu Horizont 2020 begutachtet haben. Diese Listen beziehen sich auf die einzelnen Programmteile; hinzu kommen themenübergreifende Listen sowie Listen zu den "general experts", wie neutrale Beobachterinnen und Beobachter.

20.12.2018: Die CORDIS-Website bekommt einen neuen Anstrich

CORDIS ist die Informationsquelle für Ergebnisse von EU-Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation seit 1990: Horizont 2020, 7. Rahmenprogramm und vorherige Programme. Sie ist in mehreren Sprachen verfügbar, auch auf Deutsch. In der Projektdatenbank kann man z. B. in bisherigen Projekten mit Gender-Themen auch nach Partnern für künftige Projekte suchen. Anlässlich ihres 25. Geburtstags bekommt die Website nun ein neues Aussehen; mehr zu den Änderungen finden Sie hier.

28.11.2018: Kooperationseinrichtung für Gender-Equality-Projekt in Horizont 2020 gesucht?

Am 14. Dezember 2018 findet in Brüssel ein Brokerage Event für die laufenden Ausschreibungen im Programmbereich "Science with and for Society" statt. Darunter fallen auch die Topics zu Gender Equality.

Die Veranstaltung soll die Partnersuche und den Aufbau von Konsortien erleichtern. Die Profile der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden auf die Veranstaltungswebsite gestellt und können dort eingesehen werden. Das Brokerage Event wird von der Europäischen Kommission zusammen mit SiS.net, dem europäischen Netzwerk der Nationalen Kontaktstellen für den Bereich "Science with and for Society", ausgerichtet. Die Anmeldung ist bis zum 6. Dezember geöffnet; Agenda und Anmeldung finden Sie hier.

28.11.2018: Noch bis zum 16. Januar 2019 bewerben: Der EU Prize for Women Innovators 2019 ist ausgeschrieben

Für den EU Prize for Women Innovators können sich Frauen aus den EU-Mitgliedstaaten oder Assoziierten Staaten bewerben, die erfolgreich ein Unternehmen gegründet und eine Innovation in den Markt gebracht haben. Es werden drei Preise über 100.000 Euro und einer über 50.000 Euro vergeben. Nähere Informationen dazu gibt die Europäische Kommission.

28.11.2018: Memorandum der EPWS zum neuen Rahmenprogramm "Horizont Europa"

Die European Platform of Women Scientists (EPWS) hat ihr erstes Memorandum zum Kommissionsvorschlag zum künftigen Rahmenprogramm "Horizont Europa" veröffentlicht. In ihrem "Courageous Revolution speeds up Evolution" betitelten Memorandum wird eine noch konsequentere Integration von Geschlechtergleichheit und der Gender-Dimension im Forschungsinhalt in Horizont Europa gefordert. Das Memorandum kann auf der Website der EPWS heruntergeladen werden.

28.11.2018: Umfrage unter europäischen Wissenschaftlerinnen – noch bis 31. Dezember des Jahres geöffnet

Die European Platform of Women Scientists (EPWS) hat Mitte November 2018 eine Befragung aller Wissenschaftlerinnen in Europa begonnen. Sie richtet sich an alle Wissenschaftlerinnen, die in der Forschung tätig sind – sei es an öffentlichen oder privaten Einrichtungen, Universitäten, Hochschulen für angewandte Forschung, Forschungseinrichtungen, Unternehmen etc.

Die Befragung hat zum Ziel:

  • Informationen zu Bedürfnissen von Wissenschaftlerinnen zusammenzutragen – auf allen Karrierestufen und in allen Disziplinen,
  • Wissenschaftlerinnen darin zu unterstützen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern und ihre Karriere zu entwickeln,
  • eine Bewertung von beruflichen Netzwerken durch Wissenschaftlerinnen und ihre Erwartungen an solche Netzwerke zu erfassen und
  • seitens EPWS erforderliche Aktivitäten und unterstützenswerte Politiken zu eruieren.

Wichtig ist, dass sich aus jedem Land ein ausreichender Anteil an Wissenschaftlerinnen an der Umfrage beteiligt, um zu aussagekräftigen Ergebnisse zu kommen. Geben Sie die Informationen daher gern an Ihre Einrichtung bzw. Ihre Kolleginnen weiter. Die Befragung erfolgt auf Englisch und wird anonym durchgeführt; sie ist bis zum 31. Dezember 2018 zugänglich.

31.10.2018: Portal "Funding & Tender Opportunities" ersetzt das Participant Portal der Europäischen Kommission

Ende September 2018 hat die Europäische Kommission ihr neues "Funding & Tender Opportunities Portal" online gestellt. Es wird das bisherige Participant Portal ablösen, das parallel dazu noch bis Ende des Jahres erreichbar sein wird und dann abgeschaltet werden soll. Auf dem neuen Portal sind sämtliche Informationen zu zentral koordinierten EU-Förderprogrammen zu finden, darüber hinaus wird damit auch das Management geförderter Projekte abgewickelt. Neu sind die Informationen zum Beschaffungswesen. Das Portal, das in einem neuen Layout daherkommt, hat eine verbesserte Stichwort- und Kontextsuche bekommen. So sind nun beispielsweise Topics, die ein "Flagging" für das Querschnittsthema Gender haben, noch leichter zu finden. Diese Projekte sind in der Regel interdisziplinär und sollen Genderaspekte im Forschungsinhalt berücksichtigen und sind daher insbesondere für Forschende im Bereich der Gender Studies und angrenzenden Fächern interessant. Beispielhafte Topics mit Gender "Flagging":

Der persönliche Zugang zum Portal (EU Login) gilt weiterhin. Die Inhalte aus dem Participant Portal werden sukzessive übertragen; wo Sie daher nicht weiterkommen, nutzen Sie einfach in den nächsten Wochen noch das gewohnte Participant Portal!

Weitere Informationen finden Sie hier; die Seite des Portals zu Horizont 2020 hier.

13.09.2018: Sondernewsletter zu Gender und Chancengleichheit in den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen

Die Nationalen Kontaktstelle Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (NKS MSC) hat ihre aktuelle Ausgabe des Sondernewsletters "Marie Kurier" dem Thema "Gender und Chancengleichheit in den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen" gewidmet. Er behandelt anderem folgenden Fragen: Was sollte ich zum Thema Gender in der EU-Forschung wissen, wenn ich einen erfolgreichen MSC-Antrag stellen möchte? Wie ist der Anteil von Frauen in den verschiedenen MSC-Maßnahmen? Wie funktioniert die Berücksichtigung der Chancengleichheit in der Praxis?

10.08.2018: Erfahrungsaustausch für Wissenschaftlerinnen zu ERC und Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, 12. November 2018, Dresden

Die Förderung einzelner Forschender macht den Europäischen Forschungsrat (ERC) und die Individualmaßnahmen bei Marie-Skłodowska-Curie besonders attraktiv für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Im Zentrum der Veranstaltung steht daher der Austausch zwischen ERC Grantees, Marie Curie Fellows und Wissenschaftlerinnen aus allen Fachbereichen. Vertreterinnen der Europäischen Kommission und des ERC stellen die Förderbedingungen vor und Teilnehmerinnen erfahren, wo sie sich weitere Beratung und Unterstützung holen können. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der TU Dresden statt.

Weitere Informationen und Anmeldung

12.07.2018: Auswertung zu Gutachterinnen und Gutachern für Horizont 2020 veröffentlicht

Die Kontaktstelle FiF (Frauen in die EU-Forschung) hat die von der Europäischen Kommission bereitgestellten Daten zu Begutachtungen in den ersten drei Jahren von Horizont 2020 (2014 - 2016) ausgewertet.

Gemäß dem FiF-Auftrag liegt dabei ein besonderes Augenmerk dabei auf der Beteiligung von Frauen an den Begutachtungen. Dazu hat die Europäische Kommission einen Zielwert von 40 % aufgestellt, der allerdings nicht in allen Programmteilen erreicht wird; Frauen sind daher weiterhin ausdrücklich aufgefordert, sich als Expertin für die Begutachtung von Horizont 2020 Projektanträgen zu registrieren.

Die 18-seitige Auswertung ist als pdf zum Download verfügbar.

03.07.2018: Petition gestartet: Für einen eigenen Bereich "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" in Horizon Europe

Das Netzwerkprojekt der Nationalen Kontaktstellen "Science with and for Society", SiS.net, hat eine Petition gestartet. Gefordert wird ein separater Programmbereich im künftigen Rahmenprogramm Horizon Europe, in dem Projekte zum Thema Wissenschaft und Gesellschaft gefördert werden. Unter Horizont 2020 sind die Projekte zu Gender-Themen (z. B. Erstellung von Gleichstellungsplänen) im Bereich "Science with and for Society" angesiedelt. Teil der Petition ist ein Offener Brief, der auch an die Europäische Kommission und das Europäische Parlament verschickt wurde.

03.07.2018: EU-Innovationspreis für Frauen 2018 verliehen

EU-Forschungskommissar Carlos Moedas und Eva Kaili (Mitglied des Europäischen Parlaments) haben am 21. Juni in Brüssel vier Preisträgerinnen mit dem EU-Innovationspreis 2018 ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Unternehmerinnen haben erfolgreich Innovationen auf den Markt gebracht. Gabriella Colucci aus Italien erhielt den ersten Preis. Ihre Firma Arterra Bioscience entwickelt und produziert Wirkstoffe für industrielle Anwendungen im Bereich Kosmetik und Landwirtschaft.

Zur Pressemeldung der Europäischen Kommission

07.06.2018: Europäische Kommission veröffentlicht ihren Vorschlag für das nächste Rahmenprogramm "Horizont Europa"

Am 7. Juni hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag zum neunten Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, genannt "Horizont Europa", veröffentlicht. Es soll von 2021 bis 2027 laufen und mit rund 100 Milliarden Euro ausgestattet sein – noch einmal deutlich mehr als jedes Vorläuferprogramm.

Der Kommissionsvorschlag sieht drei Säulen vor – "Offene Wissenschaft", "Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit" und "Offene Innovation" – sowie einen Bereich zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums. Wie schon unter dem aktuellen Rahmenprogramm "Horizont 2020" sollen sowohl Forschungs- als auch Innovationsprojekte gefördert werden.

Bei den Beteiligungsregeln, Förderbedingungen und -quoten sind keine großen Änderungen gegenüber Horizont 2020 vorgesehen; neben Verbundforschung ist weiterhin auch die Förderung einzelner Forschender und Unternehmen möglich.

Gender im Forschungsinhalt und Chancengerechtigkeit werden in einem Artikel der Verordnung aufgegriffen. So heißt es nun in Artikel 6 (Implementation and forms of EU funding) unter 9.: The Programme shall ensure the effective promotion of gender equality and the gender dimension in research and innovation content. Particular attention shall be paid to ensuring gender balance, subject to the situation in the field of research and innovation concerned, in evaluation panels and in bodies such as expert groups.

Querschnittsthemen wie bislang (dazu zählten u. a. Gender in der Forschung und Chancengerechtigkeit) sind nicht mehr vorgesehen. Andererseits werden Gender im Forschungsinhalt und Chancengerechtigkeit an verschiedenen Stellen im Spezifischen Programm bzgl. Activities aufgegriffen (nämlich zu den Themen "Democracy", "Social and Economic Transformations" und "Artificial Intelligence and Robotics").

Die Ausschreibung von "klassischen" Projekten zugunsten einer besseren Chancengerechtigkeit in Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen (wie etwa die Erarbeitung von Gleichstellungsplänen) wird im Bereich "Strengthening the ERA", Teil 2 "Reforming and Enhancing the EU Research and Innovation System" angesiedelt.

Nähere Informationen finden Sie hier; der offizielle Vorschlag der Europäischen Kommission ist auf deren Website nachzulesen.

07.05.2018: Expertinnen und Experten zur Begutachtung von Horizont-2020-Projekten gesucht

Die Research Executive Agency (REA) sucht derzeit über einen öffentlichen Aufruf unabhängige wissenschaftliche Sachverständige sowie Gutachter und Gutachterinnen für die Auswertung von Horizont-2020-Projekten. Unter anderem werden insbesondere Frauen ermutigt, sich zu bewerben. Angesprochen sind Expertinnen aller Fachgebiete und Nationalitäten. Bei Interesse kann man sich selbst jederzeit über das Participant Portal in der Datenbank registrieren. Die Europäische Kommission wählt aus der Datenbank geeignete Personen aus, die Projektvorschläge und Programme evaluieren. Darüber hinaus unterstützen Gutachterinnen und Gutachter die Europäische Kommission beim Monitoring von Projekten und bei der Konzeption neuer Fördermaßnahmen.

Weitere Informationen zur Begutachtung finden Sie hier.

26.04.2018: Petition gestartet: Gender im 9. Forschungsrahmenprogramm der EU

Eine aktuelle Petition fordert die Europäische Kommission und nationale Entscheidungsinstanzen dazu auf, das Thema Gender in all seinen Facetten im künftigen Forschungsrahmenprogramm (FP9) weiter zu stärken.

13.03.2018: Europäische Kommission veröffentlicht Handreichung mit Empfehlungen für Wissenschaft und Forschung zur Förderung von Chancengleichheit

Die Europäische Kommission und die Ständige Arbeitsgruppe zu Gender in Forschung und Innovation (früher Helsinki-Gruppe) liefern mit der aktuellen "Guidance to facilitate the implementation of targets to promote gender equality in research and innovation" Empfehlungen zur leichteren Umsetzung von Richtzielen zur Chancengleichheit in Hochschul- und Forschungseinrichtungen.

Die Autorinnen und Autoren des Berichts kommen unter anderem zu dem Fazit, dass eine entsprechende Gesetzgebung oder weiter gefasste nationale Gleichstellungstrategien die effektive Einführung von Quoten oder Zielwerten erleichtern. Dies zeigten Beispiele aus Dänemark, Deutschland oder Finnland. Anreiz- (z. B. Irland oder Großbritannien) oder Sanktionsmechanismen (Frankreich) könnten ebenfalls dazu dienen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen zu Gleichstellungsaktivitäten zu motivieren. Ein weiterer zentraler Aspekt sei ein effektives Monitoring, in welchem Daten zumindest nach Geschlechtern getrennt analysiert werden. Dies gelte für nationale und institutionelle Analysen. Quoten und Richtwerte seien letztendlich nur ein Teil der Strategie, um einen kulturellen und institutionellen Wandel zugunsten von Chancengleichheit herzustellen. Vielmehr müsse das Umfeld der Einrichtung Fairness, Gleichstellung und Diversität befördern. Staatlichen Akteuren wird empfohlen, einen regelmäßigen und auf Maßnahmen ausgerichteten Dialog mit Hochschulen und Forschungsorganisationen zu pflegen.

13.03.2018: Zwischenbewertung von Horizont 2020 zum Querschnittsthema Gender

In der Zwischenbewertung zu Horizont 2020 (interim evaluation) war bereits ein Abschnitt zu "Gender equality as a cross-cutting issue" enthalten. Es gibt aber auch eine rund 70 Seiten umfassende Vollversion zu speziell diesem Thema. Besonders hilfreich für Antragstellende: Darin sind in Annex 5 für alle drei Bewertungskriterien auch die Kommentare aus den Evaluationen (Evaluation Summary Reports) zusammengetragen, die Gender im Forschungsinhalt und die Gender Balance im Projekt betreffen.

13.03.2018: Länderberichte zur Chancengerechtigkeit in Forschung und Innovation

Das Projekt EFFORTI (Evaluation Framework for Promoting Gender Equality in R&I) hat ausführliche Länderberichte zur Beteiligung von Frauen am Wissenschaftssystem für Deutschland, Österreich, Dänemark, Spanien, Ungarn, Frankreich und Schweden veröffentlicht. Die Analysen liefern Hintergrundinformationen zu den Forschungslandschaften und gleichstellungsfördernden Maßnahmen sowie umfangreiches Datenmaterial. Der Vergleich zeigt, dass sich die Arbeitsmärkte der Länder stark ähneln. Große Länderunterschiede gibt es vor allem bei Voll- und Teilzeitbeschäftigung von Frauen. Obwohl die absolute Zahl der beschäftigten Frauen in Wissenschaft und Forschung in allen betrachteten Ländern gestiegen ist, sind einige Länder für einen Karriere in der Wissenschaft offenbar attraktiver als andere. Am höchsten ist der Frauenanteil in Wissenschaft und Forschung in Spanien.

13.03.2018: EU-Kommissarin gründet "No Women No Panel"-Kampagne

Die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel, hat am 5. März 2018 die Kampagne "No Women No Panel" ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, dass die EU-Kommissarin Panel-Veranstaltungen fernbleiben wird, wenn nicht neben ihr noch mindestens eine weitere Frau auf dem Podium vertreten ist. Einige weitere EU-Kommissarinnen und -Kommissare haben sich der Kampagne angeschlossen und treten für eine ausgeglichenere Besetzung von Panels ein. EU-Kommissarin Gabriel hat zudem angekündigt, dass es in ihrem Themenfeld in den nächsten zwei Jahren eine Zunahme der Beteiligung von Frauen geben soll.

13.03.2018: Professorinnen-Programm verlängert

Immer wieder hat das Professorinnen-Programm auch über Deutschland hinaus viel Aufmerksamkeit erreicht; es wurde in der Europäischen Union wiederholt als Beispiel guter Praxis hervorgehoben; zuletzt bei einer Veranstaltung des Projekts GENDERACTION im Februar 2018 in Wien. Bereits im November 2017 wurde es von Bund und Ländern verlängert; das Professorinnen-Programm III läuft bis 2022. "Es geht darum, die Anzahl von Professorinnen an Hochschulen weiter zu erhöhen und die strukturellen Gleichstellungswirkungen weiter zu verstärken, insbesondere im Hinblick auf die Gewinnung und Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen." Die zugehörige Bund-Länder-Vereinbarung ist auf der Seite der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) zugänglich.

01.02.2018: FiF-Broschüre auf Englisch verfügbar

Die FiF-Broschüre zum Thema Gender und Chancengerechtigkeit in Horizont 2020 ist nun auch auf Englisch erhältlich. Darin wird erläutert, welche Aspekte bezüglich Gender und Chancengerechtigkeit zu berücksichtigen sind; außerdem gibt es Beispiele zu erfolgreichen Projekten in den unterschiedlichsten Bereichen, die von Frauen geleitet werden. Zudem wird die Integration von Genderaspekten anhand von Beispielen aufgezeigt und es werden Projekte vorgestellt, die sich größere Chancengerechtigkeit zum Ziel gesetzt haben. Die Broschüre ist kostenlos als PDF zum Download verfügbar.

01.02.2018: Listen von Gutachterinnen und Gutachtern 2016 veröffentlicht

Auf dem Participant Portal hat die Europäische Kommission unter "Reference Documents" die Listen der Sachverständigen veröffentlicht, die 2016 Projektvorschläge zu Horizont 2020 begutachtet haben.

Diese Listen beziehen sich auf die einzelnen Programmteile; hinzu kommen themenübergreifende Listen sowie Listen zu den "general experts", wie beispielsweise neutralen Beobachterinnen und Beobachtern.