Archiv

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

Foto Thinkstock

In unserem Archiv finden Sie frühere Meldungen zu Veranstaltungen, Publikationen und Entwicklungen, zu denen die Kontaktstelle FiF unter "Aktuelles" berichtet hat.

10.08.2018: Erfahrungsaustausch für Wissenschaftlerinnen zu ERC und Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, 12. November 2018, Dresden

Die Förderung einzelner Forschender macht den Europäischen Forschungsrat (ERC) und die Individualmaßnahmen bei Marie-Skłodowska-Curie besonders attraktiv für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Im Zentrum der Veranstaltung steht daher der Austausch zwischen ERC Grantees, Marie Curie Fellows und Wissenschaftlerinnen aus allen Fachbereichen. Vertreterinnen der Europäischen Kommission und des ERC stellen die Förderbedingungen vor und Teilnehmerinnen erfahren, wo sie sich weitere Beratung und Unterstützung holen können. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der TU Dresden statt.

Weitere Informationen und Anmeldung

28.11.2018: Umfrage unter europäischen Wissenschaftlerinnen – noch bis 31. Dezember des Jahres geöffnet

Die European Platform of Women Scientists (EPWS) hat Mitte November 2018 eine Befragung aller Wissenschaftlerinnen in Europa begonnen. Sie richtet sich an alle Wissenschaftlerinnen, die in der Forschung tätig sind – sei es an öffentlichen oder privaten Einrichtungen, Universitäten, Hochschulen für angewandte Forschung, Forschungseinrichtungen, Unternehmen etc.

Die Befragung hat zum Ziel:

  • Informationen zu Bedürfnissen von Wissenschaftlerinnen zusammenzutragen – auf allen Karrierestufen und in allen Disziplinen,
  • Wissenschaftlerinnen darin zu unterstützen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern und ihre Karriere zu entwickeln,
  • eine Bewertung von beruflichen Netzwerken durch Wissenschaftlerinnen und ihre Erwartungen an solche Netzwerke zu erfassen und
  • seitens EPWS erforderliche Aktivitäten und unterstützenswerte Politiken zu eruieren.

Wichtig ist, dass sich aus jedem Land ein ausreichender Anteil an Wissenschaftlerinnen an der Umfrage beteiligt, um zu aussagekräftigen Ergebnisse zu kommen. Geben Sie die Informationen daher gern an Ihre Einrichtung bzw. Ihre Kolleginnen weiter. Die Befragung erfolgt auf Englisch und wird anonym durchgeführt; sie ist bis zum 31. Dezember 2018 zugänglich.

13.03.2018: Europäische Kommission veröffentlicht Handreichung mit Empfehlungen für Wissenschaft und Forschung zur Förderung von Chancengleichheit

Die Europäische Kommission und die Ständige Arbeitsgruppe zu Gender in Forschung und Innovation (früher Helsinki-Gruppe) liefern mit der aktuellen "Guidance to facilitate the implementation of targets to promote gender equality in research and innovation" Empfehlungen zur leichteren Umsetzung von Richtzielen zur Chancengleichheit in Hochschul- und Forschungseinrichtungen.

Die Autorinnen und Autoren des Berichts kommen unter anderem zu dem Fazit, dass eine entsprechende Gesetzgebung oder weiter gefasste nationale Gleichstellungstrategien die effektive Einführung von Quoten oder Zielwerten erleichtern. Dies zeigten Beispiele aus Dänemark, Deutschland oder Finnland. Anreiz- (z. B. Irland oder Großbritannien) oder Sanktionsmechanismen (Frankreich) könnten ebenfalls dazu dienen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen zu Gleichstellungsaktivitäten zu motivieren. Ein weiterer zentraler Aspekt sei ein effektives Monitoring, in welchem Daten zumindest nach Geschlechtern getrennt analysiert werden. Dies gelte für nationale und institutionelle Analysen. Quoten und Richtwerte seien letztendlich nur ein Teil der Strategie, um einen kulturellen und institutionellen Wandel zugunsten von Chancengleichheit herzustellen. Vielmehr müsse das Umfeld der Einrichtung Fairness, Gleichstellung und Diversität befördern. Staatlichen Akteuren wird empfohlen, einen regelmäßigen und auf Maßnahmen ausgerichteten Dialog mit Hochschulen und Forschungsorganisationen zu pflegen.

13.03.2018: Zwischenbewertung von Horizont 2020 zum Querschnittsthema Gender

In der Zwischenbewertung zu Horizont 2020 (interim evaluation) war bereits ein Abschnitt zu "Gender equality as a cross-cutting issue" enthalten. Es gibt aber auch eine rund 70 Seiten umfassende Vollversion zu speziell diesem Thema. Besonders hilfreich für Antragstellende: Darin sind in Annex 5 für alle drei Bewertungskriterien auch die Kommentare aus den Evaluationen (Evaluation Summary Reports) zusammengetragen, die Gender im Forschungsinhalt und die Gender Balance im Projekt betreffen.

13.03.2018: Länderberichte zur Chancengerechtigkeit in Forschung und Innovation

Das Projekt EFFORTI (Evaluation Framework for Promoting Gender Equality in R&I) hat ausführliche Länderberichte zur Beteiligung von Frauen am Wissenschaftssystem für Deutschland, Österreich, Dänemark, Spanien, Ungarn, Frankreich und Schweden veröffentlicht. Die Analysen liefern Hintergrundinformationen zu den Forschungslandschaften und gleichstellungsfördernden Maßnahmen sowie umfangreiches Datenmaterial. Der Vergleich zeigt, dass sich die Arbeitsmärkte der Länder stark ähneln. Große Länderunterschiede gibt es vor allem bei Voll- und Teilzeitbeschäftigung von Frauen. Obwohl die absolute Zahl der beschäftigten Frauen in Wissenschaft und Forschung in allen betrachteten Ländern gestiegen ist, sind einige Länder für einen Karriere in der Wissenschaft offenbar attraktiver als andere. Am höchsten ist der Frauenanteil in Wissenschaft und Forschung in Spanien.

13.03.2018: EU-Kommissarin gründet "No Women No Panel"-Kampagne

Die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel, hat am 5. März 2018 die Kampagne "No Women No Panel" ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, dass die EU-Kommissarin Panel-Veranstaltungen fernbleiben wird, wenn nicht neben ihr noch mindestens eine weitere Frau auf dem Podium vertreten ist. Einige weitere EU-Kommissarinnen und -Kommissare haben sich der Kampagne angeschlossen und treten für eine ausgeglichenere Besetzung von Panels ein. EU-Kommissarin Gabriel hat zudem angekündigt, dass es in ihrem Themenfeld in den nächsten zwei Jahren eine Zunahme der Beteiligung von Frauen geben soll.

13.03.2018: Professorinnen-Programm verlängert

Immer wieder hat das Professorinnen-Programm auch über Deutschland hinaus viel Aufmerksamkeit erreicht; es wurde in der Europäischen Union wiederholt als Beispiel guter Praxis hervorgehoben; zuletzt bei einer Veranstaltung des Projekts GENDERACTION im Februar 2018 in Wien. Bereits im November 2017 wurde es von Bund und Ländern verlängert; das Professorinnen-Programm III läuft bis 2022. "Es geht darum, die Anzahl von Professorinnen an Hochschulen weiter zu erhöhen und die strukturellen Gleichstellungswirkungen weiter zu verstärken, insbesondere im Hinblick auf die Gewinnung und Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen." Die zugehörige Bund-Länder-Vereinbarung ist auf der Seite der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) zugänglich.

01.02.2018: FiF-Broschüre auf Englisch verfügbar

Die FiF-Broschüre zum Thema Gender und Chancengerechtigkeit in Horizont 2020 ist nun auch auf Englisch erhältlich. Darin wird erläutert, welche Aspekte bezüglich Gender und Chancengerechtigkeit zu berücksichtigen sind; außerdem gibt es Beispiele zu erfolgreichen Projekten in den unterschiedlichsten Bereichen, die von Frauen geleitet werden. Zudem wird die Integration von Genderaspekten anhand von Beispielen aufgezeigt und es werden Projekte vorgestellt, die sich größere Chancengerechtigkeit zum Ziel gesetzt haben. Die Broschüre ist kostenlos als PDF zum Download verfügbar.

01.02.2018: Listen von Gutachterinnen und Gutachtern 2016 veröffentlicht

Auf dem Participant Portal hat die Europäische Kommission unter "Reference Documents" die Listen der Sachverständigen veröffentlicht, die 2016 Projektvorschläge zu Horizont 2020 begutachtet haben.

Diese Listen beziehen sich auf die einzelnen Programmteile; hinzu kommen themenübergreifende Listen sowie Listen zu den "general experts", wie beispielsweise neutralen Beobachterinnen und Beobachtern.