Förderrichtlinie zur Stärkung deutscher Koordinationen in Horizont Europa

Eine Europakarte mit roten Stecknadeln, die in verschiedene Länder gesteckt sind.

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Im Rahmen des Förderprogramms "Die europäische Innovationsunion – Deutsche Impulse für den Europäischen Forschungsraum (EFR)" unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2020 mit einer Förderrichtlinie deutsche Forschungsakteure beim Auf- und Ausbau ihrer europäischen Netzwerke.

Im Rahmen des Förderprogramms "Die europäische Innovationsunion – Deutsche Impulse für den Europäischen Forschungsraum (EFR)" unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einer Förderrichtlinie deutsche Forschungsakteure beim Auf- und Ausbau ihrer europäischen Netzwerke. Sie werden dabei unterstützt, gemeinsam mit Forschungspartnern Projektvorschläge für Verbundvorhaben für die thematischen Cluster in der zweiten Säule "Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas" von Horizont Europa zu erstellen. Die Förderrichtlinie unterstützt die deutschen Forschungsakteure, die sich dem Auf- und Ausbau europäischer Forschungsnetzwerke in federführender Position annehmen, das heißt als geplanter Koordinator eines Verbundvorhabens in Horizont Europa.

Die Förderrichtlinie – Das Wichtigste in Kürze

Deutsche Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kommunen und KMU können eine Förderung von in der Regel maximal 50.000 Euro über maximal 12 Monate beim Bundesministerium für Bildung und Forschung  beantragen, wenn sie in koordinierender Rolle ein Konsortium aufstellen und gemeinsam mit Forschungspartnern einen Antrag für Verbundvorhaben für die thematischen Cluster in der zweiten Säule "Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas" von Horizont Europa erarbeiten. Auch die Vorbereitung von Anträgen für Verbundprojekte innerhalb Europäischer Partnerschaften, die der zweiten Säule thematisch zuzuordnen sind, ist inbegriffen.

Gefördert werden Maßnahmen zur Konsortialbildung und zur gemeinsamen Entwicklung eines Projektantrags. Gefördert werden können dabei unter anderem Reise- und Aufenthaltskosten, die der Vernetzung und Zusammenarbeit mit potenziellen Konsortialpartnern dienen, die Umsetzung von Workshops sowie Personalkosten zur Koordinierung der Zusammenarbeit.

Voraussetzung für die Förderung ist eine absehbare Förderoption in der zweiten Säule von Horizont Europa.

Aktuelle Hinweise

Um von der BMBF-Förderung profitieren zu können, ist eine frühzeitige Antragstellung wichtig. Auswahlverfahren und Bewilligung – sie starten nach den drei jährlichen Stichtagen 31. Januar, 31. Mai und 30. September – nehmen drei bis vier Monate in Anspruch. Die Nationalen Kontaktstellen beraten schon jetzt zu Horizont-Europa-Ausschreibungen, die in den Jahren 2023 und 2024 zu erwarten sind. Erste Entwürfe der Horizont-Europa-Arbeitsprogramme für die Jahre 2023 und 2024 liegen zum Teil öffentlich vor.

Eine diesbezügliche Antragstellung für die BMBF-Förderung ist bereits zum nächsten Stichtag am 31. Mai 2022 möglich. Die Vorhabenbeschreibung sollte sich auf die aktuell verfügbaren Informationen zu kommenden Ausschreibungen beziehen. Ändert bzw. konkretisiert sich zum Beispiel die Einreichfrist für die Horizont-Europa-Ausschreibung während der Bewilligung oder Förderung, kann darauf individuell eingegangen werden.

Beratung zur Antragstellung und Förderung durch das BMBF bietet der DLR Projektträger.

Zur Erstellung der förmlichen Förderanträge ist die Nutzung des elektronischen Antragssystems "easy-Online" erforderlich. Hinweise zum Erstellen der Vorhabenbeschreibung sind hier zusammengestellt. Zur Antragstellung gelangen sie hier.

Bitte beachten Sie bei einer möglichen Antragstellung und Ihrer Vorhabenplanung, dass Projekte erst nach der Bewilligung starten dürfen. Bitte beachten Sie bei Ihrer Planung auch, dass Vorhaben in der Regel mit dem Monat der Antragseinreichung auf europäischer Ebene enden.

Weitere Informationen finden sich in den Antworten auf die "häufig gestellten Fragen".