Die Europäische Kommission hatte im Sommer 2025 ihren Vorschlag für das kommende 10. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizont Europa 2028–2034, "FP10"), bestehend aus Verordnung und Beschluss zum Spezifischen Programm, vorgelegt. Nach intensiven Verhandlungen, erst unter dänischer und anschließend unter zyprischer Ratspräsidentschaft, hat sich der Rat der Europäischen Union auf seine vorläufige Verhandlungsposition zu FP10 geeinigt. Am 26. Juni 2026 hat der Rat die teilweise, allgemeine Ausrichtung (Partial General Approach) für das Legislativpaket zu FP10 mit Zustimmung der deutschen Bundesregierung verabschiedet.
Im Partial General Approach sind die Genderaspekte für das zukünftigen Rahmenprogramm ähnlich zu den bisherigen in Horizont Europa ausgestaltet. Dies stellt jedoch nur einen Zwischenstand der Verhandlungen zu FP10 dar. Die nun vorliegenden Positionen bilden die Grundlage für die weiteren Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament. Die Positionen des Parlaments zu FP10 werden für den Herbst 2026 erwartet. Anschließend beginnen die weiteren Verhandlungen im Trilog.