Europäische Kommission veröffentlicht zwei Pilot Actions im Rahmen der Mitteilung zur regionalen Zusammenarbeit

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Die Europäische Kommission hat am 29. September 2017 zwei Pilot Actions veröffentlicht und regionale Akteure eingeladen, Interessensbekundungen abzugeben. Diese betreffen die beispielhafte Zusammenarbeit zum Thema industrieller Wandel in den Regionen sowie transnationale thematische Partnerschaften, die interregionale Innovationsprojekte voranbringen sollen.

Die Pilot Actions folgen auf eine entsprechende Ankündigung in der Mitteilung der EU-Kommission vom 18. Juli 2017 zur Stärkung von Innovation in den Regionen Europas ("Strengthening innovation in Europe's regions: towards resilient, inclusive and sustainable territorial growth strategies").

Gemäß der Mitteilung werden folgende Arten der Zusammenarbeit unterstützt:

Regionale Verwaltungen sind aufgerufen, sich mit einer Interessensbekundung an der Pilot Action zum industriellen Wandel (industrial transition) zu beteiligen.

Die Zusammenarbeit soll auf Basis der jeweiligen Smart Specialisation Strategies aufbauen. Neben Regionalverwaltungen können sich auch nationale Verwaltungen kleiner EU-Mitgliedsländer beteiligen. Die Kategorien des Aufrufs sind auf höheren Stand der Entwicklungsstufen des industriellen Wandels gerichtet. Zielregionen müssen daher mindestens der NUT2-Ebene angehören. Mittel aus EU-Instrumenten werden mit den Mitteln der Kohäsionspolitik kombiniert, um den industriellen und gesellschaftlichen Wandel in den Zielregionen voranzubringen.

Die Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission hat die Pilot Action veröffentlicht, Mittel für die Umsetzung kommen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Erfolgreiche Regionen profitieren von gezielter Unterstützung bei der Entwicklung einer Strategie zum wirtschaftlichen Wandel, einem speziellen Expertenteam, das Vorteile existierender EU-Instrumente in die Strategie miteinbringt, einer Reihe maßgeschneiderter Unterstützungsleistungen durch das European Observatory for Clusters and Industrial Change, sowie durch einen Zuschuss für die Umsetzung in Höhe von maximal 300 000 Euro.  

Die Frist läuft am 31. Oktober 2017, 23:00 Uhr (Brüsseler Zeit), ab.

Weitere Informationen

Transnationale thematische Partnerschaften sind eingeladen, Interessensbekundungen einzureichen, um interregionale Innovationsprojekte voranzubringen.

Ziel ist, zu testen, wie solche Innovationsprojekte die Weiterentwicklung europäischer Wertschöpfungsketten voranbringen können. Speziell sollen eine schnellere Kommerzialisierung sowie Anreize für Investitionen aus der Industrie untersucht werden. An den Partnerschafen sollen sich regionale Verwaltungen sowie regionale Entscheidungs- und Innovationsträger (Universitäten, Forschungseinrichtungen, Cluster, KMU etc.) aus mindestens vier EU-Mitgliedsstaaten beteiligen.

Die Aktivitäten sollen auf den etablierten Verbindungen zwischen der Europäischen Kommission und den Partnerschaften aus den thematischen Smart Specialisation Platforms aufbauen. Ebenso sollen relevante EU-Initiativen zu Innovation einbezogen werden. Die Pilot Action wird von der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung veröffentlicht, die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt. Es können fünf bis zehn thematische Partnerschaften gefördert werden. Diese erhalten in erster Linie Unterstützung durch Leistungen des EFRE. Es können auch ergänzend Unterstützung durch weitere EU-Initiativen gewährt werden, einschließlich der Smart Specialisation Platform. Komplementaritäten mit anderen EU-Instrumenten sollen berücksichtigt werden.

Die Frist läuft ab am 31. Oktober 2017, 23:00 Uhr (Brüsseler Zeit).

Weitere Informationen

Die Mitteilung der Europäischen Kommission identifiziert vier hauptsächliche Herausforderungen und mögliche Schritte, um ein innovationsbasiertes Wachstum in den Regionen zu fördern:

  • Weitergehende Reform der Forschungs- und Innovationssysteme in den Regionen,
  • Zusammenarbeit bei Investitionen in Innovationssysteme in den Regionen fördern,
  • Forschung und Innovation in weniger entwickelten Regionen und Regionen im industriellen Wandel voranbringen sowie
  • die Synergien und Komplementaritäten innerhalb der EU-Politik und –Instrumenten schärfen.

Die jetzt veröffentlichten Pilot Actions sind den Punkten ‚Zusammenarbeit bei Investitionen‘ (Pilot Action 2) sowie ‚Forschung und Innovation in weniger entwickelten Regionen‘ (Pilot Action 1) zugeordnet. Zu beiden Pilot Actions wurde eine Presseerklärung und ein Factsheet veröffentlicht

Im Fall von Rückfragen wenden Sie sich an: REGIO-SMART-GROWTH@ec.europa.eu