Aktuelles

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

  • GENDER-Net: Berichte online

    Entsprechend seinem Arbeitsplan hat das ERA-Net GENDER-NET mittlerweile eine Reihe von Berichten veröffentlicht. Diese sind auf der Website von GENDER-NET zu finden. Unter der Überschrift „Gender Equality in Research Institutions through Structural Change“ wurden vor allem Bestandsaufnahmen zum Vorhandensein von Gender-Anforderungen in Forschungsförderprogrammen und nationalen Initiativen zur Förderung gleicher Chancen an Forschungseinrichtungen erstellt.

    Die Partnereinrichtungen von GENDER-Net haben sich zusammengeschlossen, um der Fragmentierung im Europäischen Forschungsraum im Bereich Gender und Chancengleichheit entgegen zu wirken. Bestehende nationale Initiativen werden vorgestellt und geprüft, gemeinsam Prioritäten für transnationale Kooperation festgelegt und ausgewählte, strategische gemeinsame Aktivitäten umgesetzt.

  • EIGE-Website mit „GEAR Tool” online

    Das European Institute for Gender Equalty (EIGE) hat das „GEAR Tool“ fertig gestellt. GEAR steht für Gender Equality in Academia and Research und wurde entwickelt als Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einführung um Umsetzung von Gleichstellungsplänen an Hochschulen und anderen forschenden Einrichtungen. Entsprechend richtet sich GEAR an Angestellte solcher Institutionen. Zu der Anleitung gehören unter anderem Hintergrundinformationen zu europäischen und nationalen Rechtssprechungen zu Chancengleichheit in der Forschung, eine Sammlung hilfreicher Argumente, Anforderungen und Erfolgsfaktoren.

    Das EIGE ist eine autonome Einrichtung der Europäischen Union mit Sitz in Vilnius (Litauen). Gender und Chancengleichheit in Forschung und Innovation ist ein relativ junges Themenfeld des EIGE.

  • IGAR-Tool: Praktische Handreichung für Genderanalyse

    Das EU-geförderte ERA-Net GENDER-NET hat das sogenannte IGAR-Tool entwickelt und präsentiert dies auf einer umfangreichen Website. IGAR steht für "Integrating Gender Analysis into Research".

    Adressiert sind forschungsfördernde Organisationen, Antragstellende von Forschungsföderanträgen sowie (potenzielle) Gutachterinnen und Gutachter. Für jede Gruppe gibt es einführende Erläuterungen, spezifische Checklisten und Referenzen. Im allgemeinen Bereich der Seite führt ein Videoclip mit zahlreichen Beispielen in die Thematik ein. Darüber hinaus werden einzelne Forschungs- bzw. Förderbereiche aus Horizont 2020 herausgehoben und mögliche Genderdimensionen darin beispielhaft veranschaulicht. Eine Sammlung einschlägiger Ressourcen und Initiativen rundet das Angebot ab.

  • Neue Ausschreibung zur Evaluation von Gender als Querschnittsthema in Horizont 2020

    Nach einer Aktualisierung des Arbeitsprogramms 2016 - 2017 zu "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft" enthält dieses eine Ausschreibung für die Evaluierung von Gender als Querschnittsthema in Horizont 2020. Unabhängige Expertinnen und Experten sollen einschätzen, wie Gender und Chancengleichheit in den verschiedenen Stufen der Programmimplementierung vom Entwurf der Arbeitsprogramme bis zum Monitoring geförderter Projekte berücksichtigt wurden. Es handelt sich also um ein Instrument, um die für Horizont 2020 eingeführten Verankerungen von Chancengerechtigkeit und Gender zu überprüfen. Die zu erstellende Studie wird Bestandteil der Halbzeitevaluierung von Horizont 2020. Die Ausschreibung ist auf Seite 72 im Arbeitsprogramm zu finden.

  • Online-Trainingsmodule für gendersensible Gesundheitsforschung

    Das soziale und das biologische Geschlecht beeinflussen das individuelle Risiko für Erkrankungen, die Wirkung von Arzneien und die Zahl der Arztbesuche. In der Gesundheitsforschung wird die Genderdimension von Forschung deshalb nicht mehr in Frage gestellt. Effekte, die sich auf das soziale oder biologische Geschlecht von Probanden, Versuchstieren und Zellen zurückführen lassen, müssen identifiziert werden, damit Forschung als exzellent gelten kann.

    Das kanadische "Institute of Gender and Health" hat zum Themenkomplex Gender in der Gesundheitsforschung drei Online-Trainingsmodule veröffentlicht. Forschende, Verleger und Politikverantwortliche können damit selbständig ihr Wissen zum Thema gendersensibles Forschungsdesign testen und verbessern.

    Themen:

    Jedes der interaktiven Module kann in maximal einer Stunde vollständig bearbeitet werden. Alternativ kann es in ca. 15-minütige Abschnitte gegliedert werden. Jedes Modul gliedert sich in einen Wissenstest und einen Übungsteil. Die Teilnahme wird zertifiziert und kann so bei Bedarf belegt werden.

  • Statistikdatenbank des EIGE

    Nutzerfreundliche Genderstatistiken, die teilweise lange Zeitreihen abdecken finden sich in der Gender-Datenbank des European Institute for Gender Equality (EIGE). Die wichtigsten Funktionen der Datenbank lassen sich schnell in einem Web-Tutorial entdecken.

  • Gefangen im geschlechterstereotypischen Denken

    Unbewusste geschlechtsspezifische Verzerrungen bei der Wahrnehmung der Welt und der in ihr herrschenden Gesetze sind im akademischen Sektor gang und gäbe. Diese Verzerrungen zu erkennen und zu verstehen ist eine Voraussetzung für mehr Chancengerechtigkeit und weniger geschlechtsspezifische Hürden beim Zugang zu akademischen Karrieren. Auf der Webseite des EU-Projekts LIBRA kann mithilfe eines zweistufigen Assoziationstests geprüft werden, wie sehr man im geschlechterstereotypen Denken befangen ist.
    Der Test wurde entwickelt im Rahmen des Horizont 2020-Projekts “LIBRA - Unifying innovative efforts of European research centres to achieve gender equality in academia”.  

  • H2020-Monitoring: Zielmarke für Gutachterinnen nicht erreicht

    Die EU-Kommission strebt eine ausgewogene Besetzung aller Begutachtungs-Panels in Horizont 2020 an. Das im jeweiligen Fachbereich unterrepräsentierte Geschlecht soll zu mindestens 40 % in den Gruppen zur Begutachtung vertreten sein. Ein aktueller Monitoring-Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung von Horizont 2020 zeigt, dass diese Zielmarke noch nicht erreicht ist: lediglich 36,27 % aller Begutachtungsverträge wurden mit Gutachterinnen abgeschlossen. Da nur 35,56 % aller Expertenprofile von Frauen stammen, ist die Wahrscheinlichkeit als Gutachterin ausgewählt zu werden, für Expertinnen etwas höher als für ihre männlichen Kollegen.

    Gegenstand des Monitorings waren Projekte, die aus 2014 geschlossenen Calls hervorgegangen sind und deren Vertragsschluss mit der Kommission vor dem 31. Dezember 2015 erfolgte. Bereits vor dem Start von Horizont 2020 wurden Indikatoren festgelegt, für die kontinuierlich Daten erhoben werden sollen. Für das Themenfeld Gender und Chancengerechtigkeit sind dies:

    1. Anteil der Frauen, die an H2020-Projekten beteiligt sind
    2. Anteil der Koordinatorinnen
    3. Anteil der Frauen in Beratungs- und Begutachtungsgremien
    4. Anteil der Projekte mit Gender-Dimension.
    Zu den ersten beiden Indikatoren werden erst 2016 nach dem Start von mehr Projekten aussagekräftige Daten vorliegen. Zu dem vierten Indikator enthält der Bericht lediglich den Hinweis auf die Zahl der Ausschreibungen, die einen Hinweis auf eine mögliche Gender-Dimension enthalten.

     

  • She Figures 2015 sind veröffentlicht

    Die She Figures 2015 stehen zum Download auf der Website der Europäischen Kommission bereit. Auf über 200 Seiten wird über den aktuellen Stand in der Europäischen Union hinsichtlich Chancengleichheit in Forschung und Innovation informiert. Zusätzlich zu geschlechtervergleichenden Statistiken in Bereichen wie Promotion, Beschäftigung in der Forschung und der Beteiligung an Entscheidungsprozessen, beleuchten die She Figures 2015 Unterschiede in den Arbeitsbedingungen. Erstmals werden die Situation von Männern und Frauen bei wissenschaftlichen Publikationen und Patentanmeldungen sowie die Berücksichtigung von Genderaspekten in wissenschaftlichen Artikeln analysiert. Die She Figures 2015 wurden in enger Kooperation zwischen der Europäischen Kommission, Eurostat, der Helsinki Gruppe zu Gender in Forschung und Innovation und den zuarbeitenden Statistik-Korrespondenten (für Deutschland: GESIS) erstellt. Die She Figures erscheinen seit 2003 alle drei Jahre.