Aktuelles

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

  • Online-Trainingsmodule für gendersensible Gesundheitsforschung

    Das soziale und das biologische Geschlecht beeinflussen das individuelle Risiko für Erkrankungen, die Wirkung von Arzneien und die Zahl der Arztbesuche. In der Gesundheitsforschung wird die Genderdimension von Forschung deshalb nicht mehr in Frage gestellt. Effekte, die sich auf das soziale oder biologische Geschlecht von Probanden, Versuchstieren und Zellen zurückführen lassen, müssen identifiziert werden, damit Forschung als exzellent gelten kann.

    Das kanadische "Institute of Gender and Health" hat zum Themenkomplex Gender in der Gesundheitsforschung drei Online-Trainingsmodule veröffentlicht. Forschende, Verleger und Politikverantwortliche können damit selbständig ihr Wissen zum Thema gendersensibles Forschungsdesign testen und verbessern.

    Themen:

    Jedes der interaktiven Module kann in maximal einer Stunde vollständig bearbeitet werden. Alternativ kann es in ca. 15-minütige Abschnitte gegliedert werden. Jedes Modul gliedert sich in einen Wissenstest und einen Übungsteil. Die Teilnahme wird zertifiziert und kann so bei Bedarf belegt werden.

  • Veranstaltung: European Strategy for Gender Equality - Combating Discrimination in the Workplace and Beyond

     Das European Institute for Gender Equality richtet am 22. Juni in Brüssel ein Symposium zum Thema "European Strategy for Gender Equality - Combating Discrimination in the Workplace and Beyond" aus. Die Veranstalter wollen aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene in Hinblick auf die Beseitigung von Geschlechterungleichheiten diskutieren. Geplant sind vier Panels, an die sich jeweils eine Diskussionsrunde anschließt:

    • European Strategies for Gender Equality: Priorities and Challenges
    • Preventing Gender Discrimination in the Labour Market: Providing Equal Opportunities
    • Women Entrepreneurship:  Towards a Better Access to Training and Education
    • Tackling Gender-Based Violence, Protecting and Supporting Victim

    Weitere Informationen

  • Call for Papers Körper und Geschlecht in Gesundheit und Medizin

    Das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW sucht für seine interdisziplinäre Jahrestagung am 25.11.2016 in Duisburg noch Beiträge zum Thema "Körper und Geschlecht im Schnittfeld von Gesundheit und Medizin". Rückmeldungen werden bis 27. Juni 2016 an Dr. Beate Kortendiek erbeten. Weitere Informationen werden in Kürze auf der Webseite des Netzwerkes verfügbar sein oder können bei Frau Kortendiek erfragt werden.

  • Call for Papers für den 9. Gender Summit

    Noch bis zum 1. Juli 2016 können Beiträge für den Gender Summit 9 eingereicht werden, der vom 8. - 9. November 2016 in Brüssel stattfinden soll. Das diesjährige Thema lautet: Gender-based research, innovation and development for sustainable economies and societal wellbeing.

    Abstracts sollten zu den folgenden Themenfeldern verfasst werden:

    • Understanding the impact of environmental hazards on women and men
    • Sexual dimorphism as driver of sustainable natural ecosystems
    • The role of gender in research, development and technological innovation
    • Integrating sex-gender knowledge into science curriculum and researcher training
    • Gender aspects of leadership
    • Integrating gender analysis into policy design, impact evaluation and policy agendas
    • Advancing scientific understanding of how sex and gender influence research content,  process and impact.

    Ausführliche Informationen zum Einreichungsprozess finden Sie hier.

  • Launch des Internetportals Genderportal.eu

    Am 21. April 2016 fand in Brüssel der offizielle Launch des Internetportals genderportal.eu im GenPORT-Projekt statt.
    Genderportal.eu ist ein wissenschaftliches Serviceangebot des EU-geförderten Projekts "GenPORT – An internet portal for sharing knowledge and inspiring collaborative action on gender and science". Neben einem Repositorium für Ressourcen zu Gleichstellungsarbeit und Gender in der Wissenschaft schafft das Portal auch eine weltweit vernetzte Online-Community für Forschende und Praktikerinnen und Praktiker der Gleichstellungsarbeit in Wissenschaft, Technologie und Innovation. Es vereinfacht somit den Erfahrungsaustausch unter Politikverantwortlichen, Forschenden und Gleichstellungsakteuren und soll die Fülle an Forschungsergebnissen, konkreten Maßnahmen und strategischen Informationen zu Gleichstellung in der Wissenschaft organisieren und gebündelt verfügbar machen. Darüber hinaus beinhaltet genderportal.eu wissenschaftliche Ressourcen, praxisorientiertes Material zur Gleichstellungsarbeit, Datenbankzugänge, Blogeinträge sowie Links zu gender-relevanten Internetseiten und Veranstaltungen.

  • Konferenz: Gender und Exzellenz in der Forschung (Bern, 21. Juni 2016)

    Der Schweizer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung organisiert am 21. Juni 2016 unter Einbezug der Mitglieder der Gleichstellungskommission die Konferenz "Gender and Excellence: Challenges in Research Funding II" - ein notwendiges Follow-up der gleichnamigen ersten Konferenz vom Oktober 2014.

    Männer und Frauen sind in Wissenschaft und Forschung nach wie vor nicht gleichermaßen gut repräsentiert. Insbesondere sind Frauen seltener in Positionen vertreten, die es ihnen ermöglicht, Einfluss auf die Gestaltung von Forschungsagenden auszuüben. Im Rahmen der Konferenz werden neue Forschungsergebnisse zu den Themenfeldern "Gender Bias" (Panel 1) und Gender Perspectives (Panel 2) vorgestellt.

    Konferenz findet ganztägig in Bern statt (Agenda) und endet mit der Verleihung des Marie Heim-Vögtlin-Preises und einem sich daran anschließenden Empfang. Konferenzsprache ist englisch. Die Anmeldung ist bereits geöffnet.

  • Statistikdatenbank des EIGE

    Nutzerfreundliche Genderstatistiken, die teilweise lange Zeitreihen abdecken finden sich in der Gender-Datenbank des European Institute for Gender Equality (EIGE). Die wichtigsten Funktionen der Datenbank lassen sich schnell in einem Web-Tutorial entdecken.

  • Gefangen im geschlechterstereotypischen Denken

    Unbewusste geschlechtsspezifische Verzerrungen bei der Wahrnehmung der Welt und der in ihr herrschenden Gesetze sind im akademischen Sektor gang und gäbe. Diese Verzerrungen zu erkennen und zu verstehen ist eine Voraussetzung für mehr Chancengerechtigkeit und weniger geschlechtsspezifische Hürden beim Zugang zu akademischen Karrieren. Auf der Webseite des EU-Projekts LIBRA kann mithilfe eines zweistufigen Assoziationstests geprüft werden, wie sehr man im geschlechterstereotypen Denken befangen ist.
    Der Test wurde entwickelt im Rahmen des Horizont 2020-Projekts “LIBRA - Unifying innovative efforts of European research centres to achieve gender equality in academia”.  

  • H2020-Monitoring: Zielmarke für Gutachterinnen nicht erreicht

    Die EU-Kommission strebt eine ausgewogene Besetzung aller Begutachtungs-Panels in Horizont 2020 an. Das im jeweiligen Fachbereich unterrepräsentierte Geschlecht soll zu mindestens 40 % in den Gruppen zur Begutachtung vertreten sein. Ein aktueller Monitoring-Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung von Horizont 2020 zeigt, dass diese Zielmarke noch nicht erreicht ist: lediglich 36,27 % aller Begutachtungsverträge wurden mit Gutachterinnen abgeschlossen. Da nur 35,56 % aller Expertenprofile von Frauen stammen, ist die Wahrscheinlichkeit als Gutachterin ausgewählt zu werden, für Expertinnen etwas höher als für ihre männlichen Kollegen.

    Gegenstand des Monitorings waren Projekte, die aus 2014 geschlossenen Calls hervorgegangen sind und deren Vertragsschluss mit der Kommission vor dem 31. Dezember 2015 erfolgte. Bereits vor dem Start von Horizont 2020 wurden Indikatoren festgelegt, für die kontinuierlich Daten erhoben werden sollen. Für das Themenfeld Gender und Chancengerechtigkeit sind dies:

    1. Anteil der Frauen, die an H2020-Projekten beteiligt sind
    2. Anteil der Koordinatorinnen
    3. Anteil der Frauen in Beratungs- und Begutachtungsgremien
    4. Anteil der Projekte mit Gender-Dimension.
    Zu den ersten beiden Indikatoren werden erst 2016 nach dem Start von mehr Projekten aussagekräftige Daten vorliegen. Zu dem vierten Indikator enthält der Bericht lediglich den Hinweis auf die Zahl der Ausschreibungen, die einen Hinweis auf eine mögliche Gender-Dimension enthalten.

     

  • Webinar "Gender Equality in Research Funding" am 18. Mai 2016

    Die TAFTIE Academy (The European Network of Innovation Agencies) bietet am 18. Mai 2016 ein einstündiges Webinar (14 - 15 Uhr) zum Thema "Gender Equality in Research Funding" an. Potenzielle Antragstellende in Horizont 2020 sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erhalten darin einen Überblick über die politischen Rahmenbedingungen zu Gender und Chancengleichheit im Europäischen Forschungsraum und der konkreten Umsetzung in Horizont 2020.

  • Ausschreibung zu Science with and for Society geöffnet

    Am 13. April 2016 wurde die diesjährige Ausschreibung für den Bereich Science with and for Society geöffnet. Zwölf Themen mit einem Gesamtbudget von 44,02 Mio. Euro sind ausgeschrieben. Bis zum 30. August 2016 haben Antragstellende Zeit, ihren Projektvorschlag einzureichen. Die offenen Topics sind im Participant Portal gelistet. Gefördert werden unter anderem Kooperationsprojekte von Einrichtungen, die Gleichstellungspläne entwickeln und umsetzen. Die Nationale Kontaktstelle Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft unterstützt und berät bei der Antragstellung für die gesamte Ausschreibung. Das Angebot reicht von einer Skizzenprüfung bis zur Durchsicht vollständiger Anträge.

    Sollten spezifische Fragen und Probleme zur Verankerung von Gender und Chancengleichheit im Antrag oder von Gender im Forschungsdesign auftauchen, kann auch gern die Kontaktstelle FiF hinzugezogen werden.

  • Öffentliche Konsultation zum Arbeitsprogramm von Science with and for Society

    Noch bis 4. Juli gibt es die Möglichkeit sich an der Ausgestaltung des kommenden Arbeitsprogramms für Science with and for Society zu beteiligen. So lange läuft eine Konsultation der Europäischen Kommission.

  • She Figures 2015 sind veröffentlicht

    Die She Figures 2015 stehen zum Download auf der Website der Europäischen Kommission bereit. Auf über 200 Seiten wird über den aktuellen Stand in der Europäischen Union hinsichtlich Chancengleichheit in Forschung und Innovation informiert. Zusätzlich zu geschlechtervergleichenden Statistiken in Bereichen wie Promotion, Beschäftigung in der Forschung und der Beteiligung an Entscheidungsprozessen, beleuchten die She Figures 2015 Unterschiede in den Arbeitsbedingungen. Erstmals werden die Situation von Männern und Frauen bei wissenschaftlichen Publikationen und Patentanmeldungen sowie die Berücksichtigung von Genderaspekten in wissenschaftlichen Artikeln analysiert. Die She Figures 2015 wurden in enger Kooperation zwischen der Europäischen Kommission, Eurostat, der Helsinki Gruppe zu Gender in Forschung und Innovation und den zuarbeitenden Statistik-Korrespondenten (für Deutschland: GESIS) erstellt. Die She Figures erscheinen seit 2003 alle drei Jahre.

  • Rat und Parlament fordern Aufwertung der Geschlechterpolitik der Kommission

    Gleichstellungspolitik wurde in der Europäischen Union von 2010 bis 2015 im Rahmen der Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern betrieben. Im Dezember hat die Europäische Kommission ihr strategisches Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter (2016-2019) in Form eines Arbeitsdokuments der Kommissionsdienststellen vorgestellt. Auf eine Veröffentlichung als weitaus verbindlichere und nach außen viel besser sichtbare Kommissionsmitteilung wurde verzichtet. In seiner am 7. März 2016 verabschiedeten Schlussfolgerung „Reaktion auf das strategische Engagement der Kommission für die Gleichstellung der Geschlechter“ kritisiert der Rat der Europäischen Union die Kommission dafür und fordert eine Aufwertung des Papiers hin zu einer Kommissionsmitteilung. Der Rat fordert weiterhin die unverzügliche Umsetzung der genannten Maßnahmen und die Entwicklung neuer Initiativen. Anfang Februar hatte sich das Europäische Parlament ebenfalls für eine solche Aufwertung stark gemacht.

    Inhaltlich setzt die Kommission fünf Aktionsschwerpunkte:

    • Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und Männern
    • Verringerung des Einkommens- und Rentengefälles und dadurch Bekämpfung der Armut von Frauen;
    • Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Entscheidungsprozessen;
    • Bekämpfung der geschlechtsspezifischen Gewalt sowie Schutz und Unterstützung für die Opfer;
    • Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Rechte der Frau weltweit.

    Die Interessen von Frauen im Wissenschaftssystem werden nur am Rande im Rahmen des Schwerpunkts zur Gleichstellung von Männern und Frauen in Entscheidungsprozessen berührt. Die Kommission bekräftigt hier ihr Ziel institutionellen Wandel durch die Implementierung von Gleichstellungsplänen zu unterstützen. Diese Maßnahmen sind in der Tat Teil des Arbeitsprogramms von „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft 2016-17“.

  • Das EIGE sucht Gender-Expertinnen und Experten

    Das European Institute for Gender Equality EIGE stellt derzeit eine Datenbank mit Gender-Expertinnen und Experten zusammen, mit denen es zukünftig zusammen arbeiten möchte. Die Expertinnen und Experten können sich beispielsweise für die Mitarbeit in Arbeitsgruppen oder für Analysen und Studien auf Auftragsbasis registrieren. Gefragt ist unter anderem Expertise im Bereich Gender-Forschung und statistische Auswertungen oder Methoden zur Umsetzung von Gender Mainstreaming. Den Anmeldebogen und weitere Hinweise zum Verfahren finden sich auf der Webseite des EIGE.