Aktuelles

Eine weiße Leiter ragt in einen blauen Himmel hinauf

Foto Thinkstock

  • Graphene-Flagship auf einem guten Weg

    Im September 2017 veröffentlichte die EU-Kommission eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer Überprüfung der Arbeit am Graphene-Flagship. Vierzehn ausgewiesene Experten prüften zwei Monate lang die erzielten Fortschritte und zogen eine positive Bilanz. Im überprüften Zeitraum (April 2016 bis März 2017) wurden entscheidende Schritte gemacht, um Graphen als Material aus den Labors in industrielle Anwendungen zu bringen. Zu den Erfolgen zählen neue Sensoren für medizinische Anwendungen und die Automobilbranche, ein regelbares Sieb aus einer Graphene-Oxid-Membran zur Wasserentsalzung und ein graphenbasiertes Elektrodenmaterial, das bald in Batterien eingesetzt werden könnte.

    Insgesamt wurden fünf Anwendungen patentiert, 37 weitere Anträge wurden eingereicht. Zu den kommenden Herausforderungen zählt vor allem die Integration der neuen Partner im Graphene-Flagship.

     

  • FET Arbeitsprogramm 2018 - 2020 – Vorveröffentlichung

    Die Europäische Kommission hat einen Entwurf für das FET-Arbeitsprogramm 2018 - 2020 veröffentlicht. Beachten Sie bitte, dass es sich bei diesem Dokument um einen vorläufigen Entwurf handelt. Die offizielle Veröffentlichung ist von der Europäischen Kommission für den 27. Oktober 2017 geplant.
     
    Im neuen Arbeitsprogramm ändert sich die Anzahl und die Ausrichtung der Gatekeeper für FET Open, und es wurden sechs Themen für die FET Proactive RIAs festgelegt. 2018 stehen für FET Open rund 128 Millionen Euro zur Verfügung; für FET Proactive sind es 88 Millionen Euro.
     
    Die Arbeit in den FET Flagships 'Graphene' und 'Human Brain' wird fortgesetzt. Außerdem beginnt 2018 die Aufbauphase für das neue Quantentechnologie-Flagship. 132 Millionen Euro stehen für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen im Bereich der Quantentechnologie bereit. Gefördert werden außerdem mit je einer Million Euro bis zu sechs Vorbereitungsmaßnahmen für neue Flagships.

     

  • Abschlussbericht zum Quantentechnologie-Flagship veröffentlicht

    Der hochrangige Lenkungsausschuss zum Quantentechnologie-Flagship unter der Leitung des deutschen Quantenphysikers Jürgen Mlynek hat im September 2017 seinen Abschlussbericht vorgelegt. Die Experten legen damit ihre Vorschläge zur inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung des Flagships vor. Sie fordern, dass sich die Steuerung des Flagships streng an den Prinzipien Exzellenz, Transparenz, Offenheit und Verbindung mit anderen bestehenden Programmen orientiert. Dazu unterbreiten sie konkrete Vorschläge für Gremien und deren Rollen sowie entsprechende Steuerungs- und Interaktionsmechanismen. Um dem Tranzparenzgebot zu genügen, wurde auch eine Liste mit Vorschlägen für Schlüsselindikatoren zur Leistungskontrolle vorgelegt.

    Die bereits im Februar veröffentlichte Strategische Forschungsagenda ist ebenfalls Teil des Berichts.

    Quantum Technologies FlagshipFinal Report des High-Level Steering Committee

     

  • ICT Proposers Day: Detailliertes Programm jetzt verfügbar

    Vom 9. - 10. November 2017 findet in Budapest, Ungarn, der ICT Proposers’ Day 2017 statt. Antragstellende erhalten hier umfangreiche Informationen zum kommenden Arbeitsprogramm 2018 - 2020 und Unterstützung bei der Antragstellung.

    Der inhaltliche Fokus liegt auf allen Ausschreibungen mit starken IKT-Bezügen. Dazu zählen auch die Ausschreibungen aus dem FET-Programm. Die Registrierung ist geöffnet. Das detaillierte Programm finden Sie hier.

  • Bitte vormerken: 'Antragswerkstatt FET Open und FET Proactive' am 6. Dezember 2017 in Berlin

    Die NKS FET lädt am 6. Dezember 2017 alle an zukünftigen und sich entwickelnden Technologien interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer Antragswerkstatt nach Berlin ein. Ziel der Veranstaltung ist, das Rüstzeug für eine erfolgreiche Antragstellung in den Bereichen FET Open und FET Proactive zu vermitteln. Bitte merken Sie sich den Termin schon heute vor.

  • Graphene startet mit neuen Partnern in die nächste Halbzeit

    Am 6. Juli 2017 wurden die Ergebnisse des Interessensbekundungsverfahrens für neue Partner des Graphene-Flagships veröffentlicht. Vorbehaltlich der Zustimmung der Europäischen Kommission verlassen zum 1. April 2018 28 Partner das Kernprojekt; 15 neue Partner kommen hinzu. Die weit überwiegende Zahl der neuen Partner sind Unternehmen. Damit stellt sich das Konsortium zur Laufzeitmitte neu auf: Mit den neuen Partnern soll dem Material Graphen der Sprung in die Produktionshallen und den Alltag der Menschen gelingen.

    Liste der neuen Partner
    Präsentation zur Umsetzung des Graphene-Flagships

  • Implementierung des Quantentechnologie-Flagships

    Das Quantentechnologie-Flagship kommt – und zwar noch in diesem Jahr. Aktuell läuft eine Ausschreibung für eine Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahme für Quantentechnologien. Im Arbeitsprogramm 2018 - 2020 werden darüber hinaus eine ganze Reihe von Maßnahmen enthalten sein, die gemeinsam den Auftakt für das Flagship bilden. Bereits im Februar 2017 wurde von der hochrangigen Steuerungsgruppe ein Fahrplan für die wissenschaftliche Umsetzung in Form eines Vorschlags für eine strategische Forschungsagenda veröffentlicht. Hinweise auf ein Implementierungs- und Steuerungsmodell enthält eine aktuelle Präsentation von Professor Calarco, Mitglied des hochrangigen Lenkungsauschuss für das Quantentechnologie-Flagship.

    Präsentation
    Interview der NKS FET mit Tommaso Calarco und Max Riedel

  • Typisch FET Open: Mit Diamanten den Umweltschutz revolutionieren

    Was wäre, wenn wir aus klimaschädlichen CO2 neue organische Substanzen herstellen könnten? Die Chemikerin Anke Krüger forscht an der Universität Würzburg im Rahmen des FET-Open-Projekts DIACAT genau an dieser Frage. Mithilfe winziger Diamanten wollen die Wissenschaftler schaffen, was sonst nur der Natur gelingt: eine künstliche Fotosynthese, bei der aus CO2, Wasser und Sonnenlicht neue, unschädliche organische Substanzen entstehen.

    DIACAT steht für "Diamond materials for the photocatalytic conversion of CO2 to fine chemicals and fuels using visible light". Die Universität Würzburg ist Koordinator und erhält für ihre Arbeit im Verbundprojekt 615.000 Euro von der EU. Insgesamt wird das Projekt mit 3,9 Millionen Euro gefördert.

    Das Projekt steht stellvertretend für den hohen Anspruch, den FET-Open-Projekte erfüllen müssen. In einem interdisziplinären Konsortium werden die Grundlagen für eine völlig neue Technologie gelegt. Diese hat das Potenzial, den Klimaschutz zu revolutionieren. Damit ist DIACAT typisch FET Open.

  • Mit FET die Grenzen der Wissenschaft verschieben

    Die Europäische Kommission hat eine neue Broschüre, "From great science to thrilling technology", veröffentlicht, welche die 20-jährige Erfolgsgeschichte des gesamten Programmbereichs der künftigen und sich neu entwickelnden Technologien erzählt. Es wird eindrucksvoll gezeigt, wie FET-Projekte mit Mut zu ungewöhnlichen Kooperationen und Risikobereitschaft die Grenzen des Machbaren immer weiter verschieben. Der Programmbereich fungiert so als Motor für die Entwicklung neuer Technologien und als Katalysator für die Entwicklung vollkommen neuer Forschungsbereiche.

    Anschaulich werden Beispiele aus allen FET-Programmbereichen (FET Open, FET Proactive und FET Flagship) vorgestellt. Der besondere Charakter des FET-Programms wird so verdeutlicht.

  • Ergebnisse der FET-Open-Ausschreibung

    Die Europäische Kommission informiert derzeit alle Antragstellenden der letzten Ausschreibungsrunde in FET Open (Einreichungsfrist: 17. Januar 2017) über die Ergebnisse der Begutachtung. Insgesamt evaluierten die Gutachterinnen und Gutachter in dieser Runde 365 Anträge für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen (RIA). 26 Projekte gelangten auf die Hauptliste. Sie werden zum Vertragsschluss eingeladen. Dies ergibt eine vorläufige Erfolgsquote von 7,1 %.

    Unter den erfolgreichen Projekten ist auch eines, das von einer deutschen Einrichtung koordiniert werden wird. Insgesamt nehmen 20 Partner aus Deutschland an den erfolgreichen Projekten teil. Auffällig ist die steigende Qualität der FET-Anträge. Mehr als die Hälfte der Anträge lag über dem Schwellenwert.

    Für Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen in FET Open wurden neun Anträge eingereicht. Zwei von ihnen gelangten auf die Hauptliste und können voraussichtlich gefördert werden.

  • Ausschreibung zur Vorbereitung des FET Flagship Quantentechnologie

    In einer aktualisierten Version des FET Arbeitsprogramms 2017 wurde zusätzlich eine Ausschreibung (FETFLAG-02-2017) für eine Begleitmaßnahme (Coordination and Support Action) zur Vorbereitung des Flagships und zur Durchführung nationaler Vernetzungsaktivitäten aufgenommen. Deadline: 26 September 2017; Budget: 0,5 Millionen Euro.

  • Videos und Präsentationen vom FET-Open-Informationstag

    Am 27. April 2017 fand in Brüssel der Informationstag zu den Forschungs- und Informationsmaßnahmen von FET statt. Alle Vorträge und die Präsentationen sind online verfügbar.
     

  • Chance für die Quantentechnologie

    In einem Interview mit der NKS FET beschreiben Tommaso Calarco und Max Riedel den langen Weg von der Idee bis zur Verwirklichung des neuen FET Flagships zur Quantentechnologie. Sie erläutern, was es für die Verwirklichung eines Forschungsprojekts in dieser Größenordnung braucht: Exzellente Forschung, Leidenschaft fürs Wissenschaftsmanagement und einen langen Atem. Zusammen bedingen diese drei Faktoren die erfolgreiche Verankerung des Flagships zur Quantentechnologie auf der forschungspolitischen Agenda der Europäischen Kommission. Im Gespräch mit den beiden offenbart sich: Das Flagship ist eine Chance für die Quantentechnologie. Aber ohne das Engagement Einzelner hätte das Flagship keine Chance.

    Tommaso Calarco ist Mitglied des Lenkungsausschuss für die Vorbereitung des Quantentechnologie-Flagships. Max Riedel ist Projektleiter und bereitet den Start des Flagships vor.

  • Veröffentlichung Zwischenevaluierung FET Flagships

    Drei Jahre nach dem Start der operationalen Phase der FET Flagships "Human Brain" und "Graphene" unter Horizont 2020 hat die Europäische Kommission den Zwischenbericht des hochrangigen Panels zur Evaluierung der FET Flagships veröffentlicht. Ziel des Berichtes ist es, die strategische Relevanz des Flagship-Instrumentes zu analysieren und Empfehlungen zur verbesserten Implementierung  auszusprechen. Deutscher Vertreter im Panel ist Matthias Kleiner, Leibniz-Gemeinschaft. Die Ergebnisse der Evaluierung sollen sowohl in die laufenden Flagships einfließen als auch in die Entstehung neuer Flagships, wie dem Flagship zur Quantentechnologie.

    Der Bericht bestätigt die hohe Relevanz der FET-Flagships für den europäischen Forschungs- und Innovationsraum und ihr großes Potenzial für innovative Forschung. Jedoch sehen die Experten noch Verbesserungsbedarf:

    • Die Flagships sollten besser von anderen Forschungsinstrumenten abgegrenzt werden können. Hierbei könnte die Anwendung der "Technology Readiness Level" (TRL) hilfreich sein.
    • Ein längerer Förderzyklus sollte implementiert werden, um die Flexibilität des Instruments zu verbessern.
    • Strategische Beiräte sollten in allen Flagships installiert werden, um die Einbettung in einen globalen Kontext zu gewährleisten.
    • Ein höherer Grad an Interaktion zwischen den verschiedenen Horizont-2020-Instrumenten wird empfohlen.
    • Thematisch verwandte Initiativen, mit denen noch keine Zusammenarbeit besteht, sollten verstärkt eingebunden werden, um eine größere strukturierende Wirkung zu gewährleisten und Doppelarbeit zu vermeiden.

    Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

    In seinem Blog hebt Andrus Ansip, (Vize-)Kommissionspräsident für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, die Bedeutung der FET Flagships für die technologische und gesellschaftliche Zukunft Europas hervor.

  • FET Open: Stand der Dinge

    Die Veröffentlichung "Horizon 2020 FET Open in 2014-2016: State of Play" enthält eine umfassende Sammlung der wichtigsten Statistiken zur Beteiligung an FET Open, Analysen und eine Übersicht über alle bisher geförderten Projekte. Unter anderem zeigt sie, was Interdisziplinarität bei FET bedeutet und belegt an Beispielen, welche Disziplinen in den Projekten interagieren.

  • Ergebnisse FET Innovation Launchpad

    Die Evaluierungsergebnisse für die erste Ausschreibung zu den FET Innovation Launchpads liegen vor. Von den 91 eingereichten Anträge wurden 16 für eine Förderung ausgewählt. Zwei erfolgreiche Antragsteller kamen aus Deutschland. Die Erfolgsquote lag bei knapp 18 Prozent.

    Auch 2017 können sich laufende oder kürzlich beendete FET Open und Proactive-Projekte für ein FET Innovation Launchpad bewerben. Mit max. 100.000 Euro unterstützt die Europäische Kommission so die Weiterentwicklung von Projektergebnissen in Richtung Verwertung oder Vermarktung. Die Einreichungsfrist ist der 27.September 2017.