ERC-Porträt: Dr. Annika Jahnke

Dr. Annika Jahnke

BMBF / Yves Sucksdorff

Annika Jahnke erforscht die chemische Aktivität von Mischungen von Umweltschadstoffen mit Hilfe von „Chemometern“ aus Silikon, um deren Verteilung und mögliche Effekte in verschiedenen Bestandteilen der Umwelt bestimmen zu können.

Kurzinformationen zum Projekt

Porträt von Annika Jahnke zur Frage: Was darf bei Ihrer Arbeit nicht fehlen? Was darf bei Ihrer Arbeit nicht fehlen?
©BMBF / Yves Sucksdorff

  • Akronym und Titel: CHEMO-RISK Chemometers for in situ risk assessment of mixtures of pollutants
  • Principal Investigator: Dr. Annika Jahnke
  • Gasteinrichtung: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ Leipzig
  • Förderlinie und -jahr: Starting Grants 2016
  • Projektinformationen auf Cordis

Ein Teil der 100.000 registrierten Chemikalien gelangt in die Umwelt und bildet mit anderen Chemikalien komplexe Mischungen. Je nach ihrer Langlebigkeit und ihren Eigenschaften verteilen sich Umweltchemikalien unterschiedlich zwischen verschiedenen Bestandteilen der Umwelt, so dass veränderliche Mischungen vorliegen. Trotz meist geringer Konzentrationen können Chemikalien mit identischem Wirkmechanismus gemeinsam Effekte auslösen. Dies wird in aktuellen Regelwerken nicht berücksichtigt, u.a. da es an praktischen Werkzeugen mangelt. CHEMO-RISK soll die aktuelle Risikobewertung von Einzelverbindungen verbessern. Wir entwickeln „Chemometer“ Probenehmer, die Mischungen sammeln, so dass wir sie ins Labor überführen können. Dort werden Einzelchemikalien analysiert sowie mögliche Effekte untersucht und bewertet. Das Endprodukt soll ein neuartiges Konzept zur Risikobewertung von Mischungen von Umweltschadstoffen sein, das sowohl für Ökosysteme als auch die menschliche Gesundheit anwendbar ist.

 

„Der ERC-Grant ermöglicht mir die Entwicklung eines neuartigen, umfassenden Konzeptes zur Risikobewertung von Mischungen von Umweltschadstoffen. Dies hat Relevanz für Ökosysteme und den Menschen.“