Aktuelles

Mehrere europäische Flagge, einschließlich der EU-Flagge wehen im Wind

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Meldungen aus der Forschungs- und Innovationspolitik und zum Europäischen Forschungsraum.

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    Pakt für Forschung und Innovation in Europa

    Die Europäische Kommission hat am Freitag, 16. Juli, den Entwurf für ein zentrales Grundlagendokument zur weiteren Zusammenarbeit im Europäischen Forschungsraum vorgestellt. Der Pakt definiert die Werte und Prinzipien sowie die Ziele und Prioritäten der Zusammenarbeit. Stakeholder sollen zukünftig stärker in die Maßnahmen und Prozesse eingebunden werden. Der Entwurf wird im nächsten Schritt vom Rat der Europäischen Union verhandelt. Der Pakt soll bis Ende 2021 verabschiedet werden.

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    Der neue "Globale Ansatz für Forschung und Entwicklung"

    Wie wird die EU künftig die Forschungskooperation mit Nicht-EU-Staaten gestalten? Dazu hat die Europäische Kommission am 18. Mai 2021 eine Mitteilung veröffentlicht. Strategische Kooperationen zu den EU-Prioritäten des grünen und digitalen Übergangs sowie zu Gesundheit und Innovation stehen im Fokus der neuen Strategie.

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    Förderrichtlinie zur Stärkung deutscher Koordinationen in Horizont Europa

    Das BMBF hat eine neue Förderrichtlinie veröffentlicht, die deutsche Forschungsakteure beim Auf- und Ausbau ihrer europäischen Netzwerke unterstützt: Forschende, die die Koordination von Verbundvorhaben zu den thematischen Clustern im 2. Pfeiler von Horizont Europa anstreben, können für die Bildung von Konsortien und die Erarbeitung gemeinsamer Projektvorschläge eine Förderung beantragen.

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    Europäische und Deutsche Datenstrategien geben neue Impulse für eine digitale Zukunft

    Besserer Zugang zu und Austausch von Daten, das sind die Ziele der Europäischen Datenstrategie. Die kürzlich verabschiedete Datenstrategie der Bundesregierung greift diese Ziele auf und benennt konkrete Maßnahmen, wie Daten besser genutzt, geteilt und gespeichert werden können. So wird die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) den Anschluss an die European Open Science Cloud herstellen, um Forschungsdaten EU-weit verfügbar zu machen. Der Schutz personenbezogener Daten, europäische Datenräume und mehr Datenkompetenz in Gesellschaft und Wirtschaft sind weitere wichtige Punkte der Strategie.

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    Europäischer Forschungsraum: Neue Position der Mitgliedstaaten

    Am 1. Dezember 2020 hat der Rat Schlussfolgerungen zum Europäischen Forschungsraum (EFR) vorgelegt. Er greift die Aktionen der Kommissionsmitteilung zum neuen EFR vom 30. September auf und setzt darüber hinaus eigene Akzente. Pilotinitiativen der nächsten Jahre sind die Forschungszusammenarbeit zum Thema Wasserstoff, die Weiterentwicklung der European Open Science Cloud (EOSC) und von EURAXESS und das europaweite Ausrollen der Kampagne "Plastikpiraten".

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    Startschuss für die Kampagne zum Europäischen Forschungsraum

    Mit dem Tag der EFR Ministerkonferenz hat Bundesministerin Karliczek am 20. Oktober 2020 die Informationskampagne zum Europäischen Forschungsraum initiiert. Auf www.forschungsraum.eu werden die kommenden Monate und Jahre zahlreiche Praxisbeispiele aus der europäischen Forschung die Leistungsfähigkeit, Dynamik und eine wertegeleitete Wissenschaft und Forschung veranschaulichen. Die Kampagne setzt den Anspruch des "neuen" EFR um, die Wissenschaftskommunikation besser aufzustellen und stärker in den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treten.

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    Der "Neue Europäische Forschungsraum"

    Die Europäische Kommission hat am 30. September 2020 die Mitteilung zur Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraums veröffentlicht. Klare Forderung: Mehr nationale Investitionen in Forschung und Entwicklung. Der dazu gehörige Aktionsplan zeigt die Schwerpunkte der nächsten Jahre auf, darunter Forscherkarrieren, Gleichstellung, die Forschungsdatencloud, mehr Zusammenarbeit in Bildung und Forschung und mit der Industrie.

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    R&I Days – Veranstaltungsprogramm online

    Auf den jährlich stattfindenden "European Research and Innovation Days" der Europäischen Kommission diskutieren die Teilnehmenden aus Politik, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Zukunft von Forschung und Innovation in Europa und darüber hinaus. Die zweiten "R&I Days" finden vom 22. - 24. September 2020 komplett virtuell statt. Damit wird eine breite Teilnahme möglich. An den drei Veranstaltungstagen sollen große Plenarveranstaltungen mit etwa 5.000 Teilnehmenden, geschlossene inhaltliche Sessions mit ca. 100 Teilnehmenden und eine virtuell mit Avataren zugängliche Ausstellung stattfinden.

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    Neues BMBF-Förderprogramm zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums (EFR)

    Mit dem Förderprogramm "Innovationsunion Europa – Deutsche Impulse für den EFR" wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraums unterstützen. Das nationale Förderprogramm mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro bündelt Maßnahmen, die deutschen Forschungseinrichtungen eine bessere europäische Vernetzung und die engere Koordinierung im EFR ermöglichen sowie grenzüberschreitenden Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen sollen. Die einzelnen Maßnahmen des Förderprogramms werden fortlaufend starten.

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    Europäische Kommission eröffnet Konsultation zur EFR-Roadmap

    In den kommenden Monaten (3. Quartal 2020) soll eine Kommissionsmitteilung zur Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraums (EFR) veröffentlicht werden. Zur Vorbereitung dieser Mitteilung hat die Europäische Kommission jetzt eine Roadmap veröffentlicht und eine Online-Konsultation eingerichtet. Anregungen und Ergänzungsvorschläge zur Roadmap können bis zum 3. August 2020 eingereicht werden.

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    European Innovation Scoreboard 2020 veröffentlicht

    Die Innovationsleistung der EU hat sich weiter verbessert. Das geht aus dem European Innovation Scoreboard (EIS) 2020 hervor. Gleichwohl liegen die EU-27 hinter Südkorea, Kanada, Australien und Japan zurück. Deutschland gehört zur Gruppe der Länder mit starker Innovationsleistung, allerdings nicht zur Gruppe der bei Innovation führenden Länder (Schweden, Finnland, Dänemark, Niederlande, Luxemburg).

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    European Research Area (ERA) Corona Platform

    Im Kampf gegen Corona hat die Europäische Kommission die “European Research Area (ERA) Corona Platform“ aufgesetzt. Sie bündelt Informationen über die Aktivitäten im Bereich Forschung und Innovation, unter anderem auch zu speziellen Ausschreibungen in Horizont 2020. In einer Videokonferenz am 7. April 2020 haben sich die EU-Forschungsminister auf einen 10-Punkte-Plan geeinigt, der neben der Plattform auch weitere Maßnahmen umfasst, zum Beispiel eine gemeinsame Datenplattform oder die Organisation eines Hackathons.

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    Neue EU-Industriestrategie setzt auf Nachhaltigkeit und Digitales

    Für eine starke europäische Forschungslandschaft setzt die Strategie auf öffentlich-private Partnerschaften (Public-Private Partnerships, PPP) und Industrieallianzen. Zu den bestehenden PPP in den Bereichen Batterien, Kunststoffe und Mikroelektronik soll eine europäische Allianz für sauberen Wasserstoff hinzukommen. Der Aktionsplan für geistiges Eigentum sieht eine Überprüfung des Rechtsrahmens zum Schutz und zur Nutzung geistigen Eigentums vor. Neben Patenten und Marken will die EU hier auch Forschungswissen, Daten und Algorithmen besser schützen.

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    Europäische Kommission veröffentlicht Länderberichte zum Europäischen Semester

    Mit den Länderberichten zum Europäischen Semester 2020, veröffentlicht am 26. Februar 2020, finden die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG) erstmals Eingang in die wirtschaftliche Gesamtplanung der EU. Ein neuer Annex mit Indikatoren zeigt, wie Deutschland bei der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele abschneidet. Die Empfehlung aus dem Vorjahr, mehr in Forschung und Innovation zu investieren, hat Deutschland laut Europäischer Kommission mit "some progress" umgesetzt. Das Europäische Semester ist der jährliche Zyklus zur Koordination der Wirtschaftspolitiken in der EU.

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    Ambitionierte Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraums

    Für Mitte 2020 wurde eine neue Kommissions-Mitteilung angekündigt mit dem Titel "Communication on the Future of Research and Innovation and the European Research Area", so das Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission vom 29. Januar 2020. Die Neuausrichtung des Europäischen Forschungsraums wurde unter dem Motto „Mobilizing knowledge for a better and more sustainable future“ bereits in der Stellungnahme des ERA Committee vom 17. Dezember 2020 vorbereitet.

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    2019 EU Industrial R&D Investment Scoreboard veröffentlicht

    2018 investierten die Unternehmen in der EU 4,7 % mehr in Forschung und Entwicklung. Das geht aus dem aktuellen EU Industrial R&D Investment Scoreboard hervor. Dieses Wachstum wird von den Sektoren Automobil, Gesundheit und IKT getragen. Damit steigerten die Unternehmen ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung im neunten Jahr in Folge. Gleichwohl lag das Wachstum unter dem weltweiten Durchschnitt.

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    Europäisches Semester 2019: Kommission legt länderspezifische Empfehlungen vor

    Die Europäische Kommission hat am 5. Juni 2019 ihren Entwurf der länderspezifischen Empfehlungen zum Europäischen Semester 2019 veröffentlicht. Darin gibt sie allen EU-Mitgliedstaaten wirtschaftspolitische Leitlinien für die kommenden 12 - 18 Monate vor. Die Empfehlungen unterstützen die Mitgliedstaaten dabei, angemessen auf bestehende und neue wirtschaftliche und soziale Herausforderungen zu reagieren und die zentralen gemeinsamen politischen Ziele zu verwirklichen. So soll ein nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum gefördert werden.

    Der Inhalt der Empfehlungen spiegelt die allgemeinen Prioritäten wider, die im  Jahreswachstumsbericht 2019 und in der im November 2018 abgegebenen Empfehlung zur Wirtschaftspolitik des Euro-Währungsgebiets für 2019 dargelegt wurden. Die Empfehlungen stützen sich auf eine eingehende Analyse der im Februar veröffentlichten Länderberichte und die Bewertung der im April vorgelegten nationalen Programme.

    In ihrem Entwurf betont die Europäische Kommission, dass Investitionen in Forschung und Innovation zentral für alle EU-Mitgliedstaaten und ein Schlüssel zum Wohlstand Europas sind. Auch Deutschland soll weiterhin mehr in Forschung und Bildung investieren. Dies sei eine unerlässliche Maßnahme für eine Erhöhung der Innovationskapazität der Wirtschaft und die Steigerung der Produktivität in Deutschland.

    Die Europäische Kommission lobt die Fortschritte bei der Stärkung von Forschung und Innovation, vor allem durch die Erhöhung der Forschungs- und Innovationsausgaben großer Unternehmen. Gleichzeitig bemängelt sie, dass die Forschungs- und Innovationsstärke kleiner und mittlerer Unternehmen deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegt und weiterhin zurückfällt. Darüber hinaus profitieren kleine und mittlere Unternehmen tendenziell weniger von der Zusammenarbeit mit öffentlichen Forschungseinrichtungen als große Unternehmen.

    Die Europäische Kommission spricht sich bei der Fokussierung der investitionsbezogenen Wirtschaftspolitik Deutschlands außerdem für die Berücksichtigung regionaler Unterschiede in Bildung, Forschung und Innovation aus. Auch sollten die Bildungsergebnisse und das Kompetenzniveau benachteiligter Gruppen verbessert werden. Darüber hinaus empfiehlt sie stärkere Investitionen in die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Forschungssektors, die somit einen positiven Beitrag zum Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, nachhaltigem Verkehr, grünen Energietechnologien, Öko-Innovationen und Recycling leisten können.

    Pressemeldung der Europäischen Kommission (Vertretung in Deutschland)
    Pressemeldung der Europäischen Kommission
    Country-specific recommendations 2019 - Research and Innovation analysis
    Jahreswachstumsbericht 2019

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    Nächster Schritt zu offenen Daten

    Die EU macht Daten des öffentlichen Sektors leichter zugänglich, sodass die Daten als Rohmaterial für Forschungsprojekte, künstliche Intelligenz, Blockchain und andere fortgeschrittene Digitaltechnologien weiterverwendet werden können.

    Der Rat hat dazu am 6. Juni 2019 die revidierte "Richtlinie über offene Daten und die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors" angenommen.

    Mit der neuen Richtlinie wird der Geltungsbereich erweitert, der nun nicht nur öffentliche Stellen, sondern auch öffentliche Unternehmen aus den Bereichen Verkehr und Versorgung erfasst. Eingeführt wird darüber hinaus das Konzept hochwertiger Datensätze, die über eine Programmierschnittstelle (API) kostenlos verfügbar gemacht werden müssen. Die Richtlinie nennt sechs große Kategorien von hochwertigen Datensätzen: Geodaten, Erdbeobachtung und Umwelt, meteorologische Daten, Statistik, Unternehmen und Eigentümerschaft von Unternehmen sowie Mobilität. Die Liste wird mittels sekundärer Rechtsakte aktualisiert. Generell werden Daten des öffentlichen Sektors entweder kostenfrei oder gegen ein sehr geringes Entgelt erhältlich sein.

    Artikel 10 regelt den Umgang mit Forschungsdaten aus öffentlich finanzierter Forschung: "Die Mitgliedstaaten unterstützen die Verfügbarkeit von Forschungsdaten durch die Annahme nationaler Strategien und einschlägiger Maßnahmen mit dem Ziel, öffentlich finanzierte Forschungsdaten nach dem Grundsatz der „standardmäßig offenen Daten“ und im Einklang mit den FAIR-Grundsätzen offen zugänglich zu machen."

    Nächste Schritte: Der Rechtsakt wird nun im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Die Richtlinie tritt 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Die Mitgliedstaaten haben dann zwei Jahre Zeit um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

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    Ralf-Dahrendorf-Preisträger für den Europäischen Forschungsraum stehen fest

    Sechs Projekte durften sich am 14. Mai 2019 über die Auszeichnung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung freuen:
     

    • CENTAURO von der Universität Bonn,
    • CoeGSS vom Global Climate Forum e.V. in Berlin,
    • CoWet von der TU Darmstadt,
    • HemoSpec vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V. in Jena,
    • INAPRO vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei sowie
    • PETA-CARB vom Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung am Alfred-Wegener Institut in Potsdam.

    Sie alle haben erfolgreiche Projekte im EU-Forschungsrahmenprogramm durchgeführt und planen jetzt Wissenschaftskommunikation mit ihrem Förderpreis von bis zu 50.000 Euro.