Archiv

  • Jahresbericht 2017 des Graphene Flagships

    Am 19. April 2018 wurde der Jahresbericht 2017 des Graphene Flagships veröffentlicht. Seit der Gründung 2013 hat das Flagship mittlerweile die Hälfte seiner zehnjährigen Reise zurückgelegt. Welche Fortschritte bei dem Versuch, Graphen aus den Laboren in die Fabriken zu bringen, erzielt wurden, können sie hier im Detail nachlesen.

  • Beteiligung an vergangenen Ausschreibungen

    Am 23. März 2018 wurde die Ausschreibung FETPROACT-01-2018: "FET Proactive: emerging paradigms and communities" geschlossen. Mit 88 Millionen Euro fördert die Europäische Kommission den Aufbau von neuen Forschungsgemeinschaften. Dafür wurden 98 Anträge eingereicht, was die hohe Attraktivität des Programmbereichs belegt. Zwei Anträge wurden außerdem für die CSA-Maßnahme FETPROACT-02-2018: "Community building in Neuromorphic Computing Technologies" (CSA) eingereicht. Hier betrug das Budget 0,5 Millionen Euro.

    Bereits am 20. Februar 2018 war die Ausschreibung für Forschungs- und Innovationsvorhaben für den Aufbau eines FET Flagships zu Quantentechnologie geschlossen worden (FETFLAG-03-2018). Die deutsche Forschungscommunity hatte sehr großes Interesse an dieser Ausschreibung. Es sind 1 Antrag für die begleitende CSA-Maßnahme und 140 Anträge für Forschungs- und Innovationsvorhaben eingegangen. Insgesamt stehen 132 Millionen Euro für diese Ausschreibung zur Verfügung.

  • Broschüre des IPR Helpdesk zu Kommunikation, Verbreitung und Verwertung

    Das IPR Helpdesk hat eine Broschüre mit dem Titel "Making the Most of Your H2020 Project - Boosting the impact of your project through effective communication, dissemination and exploitation" veröffentlicht. Die Broschüre gibt hilfreiche Hinweise zum Verfassen des "Impact"-Teils von Horizont-2020-Projekten.

  • Veranstaltung zur Zukunft des FET-Programms

    Warum sollte man interdisziplinäre hochriskante Forschung zu disruptiven Technologien fördern? Dies war das Thema einer Veranstaltung des EFFECT-Projekts am 7. März 2018, die Mitglieder des Europäischen Parlaments mit Vertretern der Europäischen Kommission und namhaften Zukunftsforschern zusammengebracht hat. Dahinter stand die Frage nach dem Erfolg des FET-Programmbereichs und seiner zukünftigen Ausgestaltung. Bei der Veranstaltung wurden zwei Schlussfolgerungen gezogen:

    1. Das FET-Programm sollte mit seinen drei sich ergänzenden Förderlinien FET Open, FET Proactive und FET Flagships im 9. Forschungsrahmenprogramm fortgesetzt werden.
    2. FET braucht eine adäquate finanzielle Ausstattung und damit eine deutliche Budgeterhöhung, um seinen Ansprüchen und denen seiner exzellenten Forschungscommunity gerecht zu werden.

    Noch bis zum 31. Mai 2018 besteht die Möglichkeit, sich mit einem Forumsbeitrag zur Zukunft von FET zu Wort zu melden. FET zielt darauf, die Grenzen des Bekannten und des Machbaren zu verschieben, indem radikal neue Wege mit neuen Weggefährten beschritten werden.

  • Ergebnisse für FET Open RIA und FET Open Launchpad sind da

    Die Evaluierungsergebnisse für die FET-Open-Ausschreibung vom 27. September 2017 liegen vor.

    Für FET Open RIA standen 84 Millionen Euro zur Verfügung. Dem gegenüber steht eine Zahl von 400 eingereichten Anträgen, von denen 395 begutachtet wurden. Mit 27 Konsortien - davon 2 aus Deutschland koordiniert - werden nun Vertragsverhandlungen geführt. 4,6 Punkte mussten im Begutachtungsverfahren erzielt werden. Ähnlich wie bei der letzten Ausschreibung lag die Erfolgsquote bei 6,8 %.

    Besser sah die Rate bei den FET Launchpads aus: Von den 54 eingereichten Anträgen erfüllten 50 alle Voraussetzungen und wurden begutachtet; 19 Anträge können gefördert werden. Daraus ergibt sich eine Erfolgsquote von 38 %.

  • Zukunftsthema Batterieforschung

    In Europa läuft gerade eine intensive Debatte zur langfristigen Ausgestaltung der europäischen Batterieforschung. Einblicke in die laufenden Diskussionen bietet ein Workshop-Bericht zu diesem Thema, der kürzlich veröffentlicht wurde. Thomas Skordas, DG Connect, kommentiert die Entwicklungen außerdem in einem aktuellen Blog-Eintrag.

  • Schon gewusst?

    'Flag-ERA' ist das ERA-NET zur Begleitung der FET Flagships 'Graphene' und 'Human Brain Project'. Transnationale Calls ergänzend zu Themen der beiden FET Flagships werden regelmäßig ausgeschrieben. Die geförderten Projekte werden als Partnering Projects in die Flagships involviert. Eine weitere Aufgabe von Flag-ERA ist, die Mitgliedstaaten bei der Steuerung der Flagships einzubinden. Regelmäßig finden hierzu die Treffen des sogenannten 'Board of Funders' statt. Um eine möglichst hohe Transparenz zu gewährleisten, sind die Unterlagen dieser Treffen öffentlich zugänglich.

  • Videos vom ICT Proposers Day online

    In diesem Jahr gab es beim ICT Proposers Day zu allen FET-Programmbereichen Workshops. Diese wurden aufgezeichnet und nun auch veröffentlicht. Wer im kommenden Jahr eine Antragstellung plant, findet hier hilfreiche Hinweise zum Verfahren, zur Begutachtung und zu den programmspezifischen Anforderungen.

    Die Navigation zu den einzelnen Videos erfolgt über die Agenda.

  • FET zeigt Wirkung!

    Horizont 2020 misst der Wirksamkeit – dem Impact – geförderter Projekte auf das akademische, wirtschaftliche und soziale Umfeld höchste Wichtigkeit bei. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung und des Austrian Institute of Technology GmbH zeigt, dass insbesondere FET Open und FET Proactive eine sehr starke Wirksamkeit entfalten. Ausgewertet wurde unter anderem die Häufigkeit, mit der wissenschaftliche Veröffentlichungen zitiert werden. Dies wurde als Beleg für die Qualität der Ergebnisse gewertet. Auch ein großer Neuigkeitswert konnte nachgewiesen werden. FET wirkt außerdem positiv auf die Biografien der beteiligten Forschenden: Die Möglichkeit, der eigenen wissenschaftlichen Neugier folgen zu können, beschrieben viele als Mehrwert von FET Open. Dass FET auch in die Wirtschaft hinein wirkt, belegt die hohe Zahl von 40 % Unternehmensbeteiligungen im Untersuchungszeitraum. In 25 % aller Projekte wurden Patente angemeldet und 12 % aller Projekte hatten eine oder mehrere Unternehmensausgründungen zur Folge. In ihren Schlussfolgerungen betonen die Wissenschaftler die Einzigartigkeit des FET-Programms und seinen besonderen Stellenwert in der europäischen Förderlandschaft.

    Die Studie ist Teil des EU-geförderten Projektes FET-TRACES.

  • Typisch FET Open: Mit Diamanten den Umweltschutz revolutionieren

    Was wäre, wenn wir aus klimaschädlichen CO2 neue organische Substanzen herstellen könnten? Die Chemikerin Anke Krüger forscht an der Universität Würzburg im Rahmen des FET-Open-Projekts DIACAT genau an dieser Frage. Mithilfe winziger Diamanten wollen die Wissenschaftler schaffen, was sonst nur der Natur gelingt: eine künstliche Fotosynthese, bei der aus CO2, Wasser und Sonnenlicht neue, unschädliche organische Substanzen entstehen.

    DIACAT steht für "Diamond materials for the photocatalytic conversion of CO2 to fine chemicals and fuels using visible light". Die Universität Würzburg ist Koordinator und erhält für ihre Arbeit im Verbundprojekt 615.000 Euro von der EU. Insgesamt wird das Projekt mit 3,9 Millionen Euro gefördert.

    Das Projekt steht stellvertretend für den hohen Anspruch, den FET-Open-Projekte erfüllen müssen. In einem interdisziplinären Konsortium werden die Grundlagen für eine völlig neue Technologie gelegt. Diese hat das Potenzial, den Klimaschutz zu revolutionieren. Damit ist DIACAT typisch FET Open.

  • Euro HPC: Europäische Initiative für mehr Supercomputer in Europa

    Die Europäische Kommission will noch 2018 ein neues Gemeinsames Unternehmen (Joint Undertaking, Maßnahme nach Artikel 187 des AEUV) EuroHPC JU verwirklichen. Dafür hat sie am 11. Januar 2018 dem Rat einen Entwurf für eine Verordnung vorgelegt. Ziel ist, dass bis 2022/2023 Supercomputer mit einer Leistungsfähigkeit im Bereich bis 1018 Rechenoperationen pro Sekunde (exa-scale) für Nutzer aus Industrie und Forschung in Europa bereitstehen. Die Rechner sollen auf der Grundlage europäischer Technologien entstehen. Rund 1 Milliarde Euro sollen in den Bau mehrerer Computersysteme der neuen Hochleistungsklasse (HPC) als auch die Entwicklung von Anwendungen fließen. Rund 486 Millionen Euro bringt die EU auf, der Rest soll von den beteiligten Mitgliedstaaten kommen. Die Mittel werden über den aktuellen mehrjährigen Finanzrahmen unter anderem über Horizont 2020 (z. B. LEIT, FET Proactive) schon heute für High Performance Computing bereitgestellt.

    Der Initiative war die Unterzeichnung der EuroHPC-Erklärung durch zunächst sieben EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, vorangegangen. Später traten sechs weitere Länder bei. Neben diesen 13 Staaten und der Europäischen Kommission werden auch private Akteure dem Unternehmen beitreten. ETP4HPC und BDVA haben bereits Unterstützung signalisiert. Das Joint Undertaking soll von 2019 bis 2026 laufen.

    Ab 2019/2020 wird das EuroHPC bis der Ausschreibungen von Forschungs- und Innovationsmaßnahmen beginnen und gleichzeitig die Beschaffung von Hochleistungsrechnern im Pre-Exascale-Bereich vorantreiben.

  • Neue Gutachterlisten veröffentlicht

    Die Europäische Kommission hat die Namen aller Personen veröffentlicht, die 2016 an der Begutachtung von FET-Anträgen beteiligt waren. Insgesamt waren dies mehr als 900 Expertinnen und Experten. 88 hiervon besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit.

    Die Begutachtung von Anträgen ist eine hervorragende Vorbereitung darauf, einen eigenen Antrag zu stellen und sich mit anderen herausragenden wissenschaftlichen Persönlichkeiten zu vernetzen. Bei Interesse ist die Registrierung in einer Expertendatenbank der Europäischen Kommission erforderlich. Dort legt jede/r Interessierte ein Profil an. Sinnvolle Schlagworte erhöhen die Wahrscheinlichkeit für die Berufung in eine Begutachtungskommission.

    Liste der Begutachtenden

  • Neues von Flag-ERA: Ausschreibungsergebnisse und Hilfe bei der Partnersuche

    FLAG-ERA hat am 20. Oktober 2017 die Ergebnisse seiner letzten transnationalen Ausschreibung (Frist: 11. Juli 2017) bekannt gegeben. Insgesamt werden 23 Projekte gefördert. Eines wird von einer deutschen Einrichtung koordiniert; an weiteren sieben Projekten ist Deutschland beteiligt.

    Einrichtungen, die sich für eine Partnerschaft mit dem Human Brain Project oder Graphene interessieren, bietet FLAG-ERA einen neuen Service. Die Suche nach passenden Partnern wird jetzt mit einem Partner-Such-Formular erleichtert. Hier können Projektideen präsentiert werden und potentielle Partner nach Projekten suchen.

    Ergebnis der Ausschreibung 2017

  • Abschlussbericht zum Quantentechnologie-Flagship veröffentlicht

    Der hochrangige Lenkungsausschuss zum Quantentechnologie-Flagship unter der Leitung des deutschen Quantenphysikers Jürgen Mlynek hat im September 2017 seinen Abschlussbericht vorgelegt. Die Experten legen damit ihre Vorschläge zur inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung des Flagships vor. Sie fordern, dass sich die Steuerung des Flagships streng an den Prinzipien Exzellenz, Transparenz, Offenheit und Verbindung mit anderen bestehenden Programmen orientiert. Dazu unterbreiten sie konkrete Vorschläge für Gremien und deren Rollen sowie entsprechende Steuerungs- und Interaktionsmechanismen. Um dem Tranzparenzgebot zu genügen, wurde auch eine Liste mit Vorschlägen für Schlüsselindikatoren zur Leistungskontrolle vorgelegt.

    Die bereits im Februar veröffentlichte Strategische Forschungsagenda ist ebenfalls Teil des Berichts.

    Quantum Technologies FlagshipFinal Report des High-Level Steering Committee

  • Graphene-Flagship auf einem guten Weg

    Im September 2017 veröffentlichte die EU-Kommission eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer Überprüfung der Arbeit am Graphene-Flagship. Vierzehn ausgewiesene Experten prüften zwei Monate lang die erzielten Fortschritte und zogen eine positive Bilanz. Im überprüften Zeitraum (April 2016 bis März 2017) wurden entscheidende Schritte gemacht, um Graphen als Material aus den Labors in industrielle Anwendungen zu bringen. Zu den Erfolgen zählen neue Sensoren für medizinische Anwendungen und die Automobilbranche, ein regelbares Sieb aus einer Graphene-Oxid-Membran zur Wasserentsalzung und ein graphenbasiertes Elektrodenmaterial, das bald in Batterien eingesetzt werden könnte.

    Insgesamt wurden fünf Anwendungen patentiert, 37 weitere Anträge wurden eingereicht. Zu den kommenden Herausforderungen zählt vor allem die Integration der neuen Partner im Graphene-Flagship.

  • Veröffentlichung Zwischenevaluierung FET Flagships

    Drei Jahre nach dem Start der operationalen Phase der FET Flagships "Human Brain" und "Graphene" unter Horizont 2020 hat die Europäische Kommission den Zwischenbericht des hochrangigen Panels zur Evaluierung der FET Flagships veröffentlicht. Ziel des Berichtes ist es, die strategische Relevanz des Flagship-Instrumentes zu analysieren und Empfehlungen zur verbesserten Implementierung  auszusprechen. Deutscher Vertreter im Panel ist Matthias Kleiner, Leibniz-Gemeinschaft. Die Ergebnisse der Evaluierung sollen sowohl in die laufenden Flagships einfließen als auch in die Entstehung neuer Flagships, wie dem Flagship zur Quantentechnologie.

    Der Bericht bestätigt die hohe Relevanz der FET-Flagships für den europäischen Forschungs- und Innovationsraum und ihr großes Potenzial für innovative Forschung. Jedoch sehen die Experten noch Verbesserungsbedarf:

    • Die Flagships sollten besser von anderen Forschungsinstrumenten abgegrenzt werden können. Hierbei könnte die Anwendung der "Technology Readiness Level" (TRL) hilfreich sein.
    • Ein längerer Förderzyklus sollte implementiert werden, um die Flexibilität des Instruments zu verbessern.
    • Strategische Beiräte sollten in allen Flagships installiert werden, um die Einbettung in einen globalen Kontext zu gewährleisten.
    • Ein höherer Grad an Interaktion zwischen den verschiedenen Horizont-2020-Instrumenten wird empfohlen.
    • Thematisch verwandte Initiativen, mit denen noch keine Zusammenarbeit besteht, sollten verstärkt eingebunden werden, um eine größere strukturierende Wirkung zu gewährleisten und Doppelarbeit zu vermeiden.

    Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

    In seinem Blog hebt Andrus Ansip, (Vize-)Kommissionspräsident für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, die Bedeutung der FET Flagships für die technologische und gesellschaftliche Zukunft Europas hervor.

  • Bericht der FET Advisory Group: 'The need to integrate the Social Sciences and Humanities with Science and Engineering in Horizon 2020 and beyond'

    Der Bericht der FET Advisory Group, "The need to integrate the Social Sciences and Humanities with Science and Engineering in Horizon 2020 and beyond", diskutiert den Mehrwert, den eine stärkere Integration der Geistes- und Sozialwissenschaften auch bei technologieorientierten Projekten haben kann. Bei der Entwicklung technologischer Innovationen sollte stets der gesellschaftliche Kontext berücksichtigt werden. Für Horizont 2020 und seine Nachfolgeprogramme empfiehlt die FET Advisory Group daher, dass Calls die aktive Einbindung der Geistes- und Sozialwissenschaften noch stärker befördern sollten.

    Die FET Advisory Group besteht aus von der Kommission ernannten Expertinnen und Experten. Ihr Vorsitzender ist Professor Jerzy Langer. Die Gruppe trifft sich mehrmals im Jahr.

  • Kostenloses Webinar: Kommunikation

    Die Kommunikation und effektive Verbreitung von Forschungs- und Projektergebnissen ist für viele Projekte eine große Herausforderung. In einem 60-Minuten Webinar bietet sich am 17. Januar nun die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer Projekte zu profitieren. Das CommsWorkout ist interaktiv angelegt, kostenlos und richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen.

    Zur Aufzeichnung des Seminars