Aktuelles

Eine junge Frau sitzt in einer Bibliothek und liest in einem Buch.

Foto: Jetta Productions / Thinkstock

Hier informieren wir über aktuelle Nachrichten, Entwicklungen, Publikationen und Ausschreibungen zum Thema Europäische Bildungszusammenarbeit.

  • Foto: ClaudioVentrella / Thinkstock

    Drei neue Eurydice-Berichte zu digitaler Bildung, Minderheitensprachen und Lehrgehältern

    Bereiten europäische Bildungssysteme junge Generationen ausreichend auf unsere von Technologien geprägte Welt vor? Und wie gut tun sie das? Der Bericht von Eurydice zu digitaler Bildung in der Schule weist darauf hin, dass einige Bereiche mehr Aufmerksamkeit benötigen. Der Bericht deckt unterschiedliche Felder ab, angefangen mit einem Überblick über Lehrpläne und Lernergebnisse im Zusammenhang mit digitalen Kompetenzen. Weiter ist die Entwicklung von lehrerspezifischen Kompetenzen während des Studiums und danach sowie die Prüfung digitalen Könnens von Schülern und die Verwendung digitaler Technologien für Prüfungen Thema. Der Bericht gibt einen Einblick in aktuelle nationale Strategien und Politikansätze zu digitaler Bildung in Schulen. Es wird deutlich, dass digitale Kompetenzen zwar in den Lehrplänen auftauchen und auch pädagogisch genutzt werden, jedoch weitaus mehr möglich wäre.

    Bericht in englischer Sprache

    Rund 60 regionale oder von Minderheiten gesprochene Sprachen werden in Europa von Bildungsinstitutionen gefördert. Welche Sprachen sind das und in welchen Ländern spricht man sie? Der Bericht gibt einen Überblick über gegenwärtige Initiativen zur Unterstützung der Lehre von Regional- und Minderheitensprachen in den Schulen Europas. Dafür werden Referenzen in offiziellen Dokumenten hochrangiger Bildungsinstitutionen untersucht. Außerdem werden einige Beispiele dargestellt, wie diese Sprachen in europäischen Schulen unterrichtet werden. Abschließend werden EU-finanzierte Projekte und Initiativen zur Unterstützung der Lehre von regionalen und Minderheitensprachen kurz vorgestellt.

    Bericht in englischer Sprache

    Am 5. Oktober war Welttag der Lehrerinnen und Lehrer und Eurydice feierte diesen mit einem Bericht zu dem Aspekt, der zu großem Teil mitverantwortlich ist für die Attraktivität des Berufes: dem Gehalt. Es werden die Gehälter von Lehrerinnen und Lehrern und Schulleiterinnen und Schulleitern in Vor-, Grund-, Allgemein-, und weiterführenden öffentlichen Schulen in 42 europäischen Bildungssystemen aus dem Schuljahr 2017/18 analysiert. Der Bericht zeigt die größten Veränderungen bei staatlichen Gehältern in den letzten drei Jahren und vergleicht das tatsächliche Lehrgehalt mit dem Pro-Kopf-BIP und mit den Gehältern anderer Akademiker. Die für den Bericht erhobenen Daten wurden von Eurydice und dem NESLI-Netzwerk der OECD gemeinsam erhoben.

    Bericht in englischer Sprache

  • Foto: deyangeorgiev / Thinkstock

    Die 17 ersten europäischen Hochschulnetzwerke

    Am 26. Juni 2019 gab die Europäische Kommission die 17 ersten europäischen Hochschulnetzwerke bekannt. Sie wurden aus 54 Bewerbern ausgewählt und umfassen insgesamt 114 Hochschuleinrichtungen aus 24 Mitgliedstaaten. Deutschland ist mit 15 Hochschulen vertreten. Die europäischen Hochschulnetzwerke gehen auf einen Vorschlag des französischen Präsidenten Macron zurück und werden unter Erasmus+ erstmals als Pilotprojekte mit insgesamt 85 Millionen Euro gefördert.

    Jedes Netzwerk besteht aus mindestens drei, in der Praxis meist mehr, Hochschulen, die eine gemeinsame langfristige Ausrichtung teilen. Diese reicht von angewandter Wissenschaft über technische Studiengänge bis hin zu künstlerischen und forschungsintensiven Schwerpunkten. Die Netzwerke sollen die Mobilität im gesamten Hochschulbereich erhöhen sowie Qualität, Integration und Wettbewerb im europäischen Hochschulraum fördern.

    Im Herbst diesen Jahres beginnt die zweite Förderrunde, in der weitere Implementierungsmodelle getestet werden sollen. Für den nächsten Finanzrahmen (2021 - 2027) plant die Europäische Kommission eine Festschreibung der europäischen Hochschulnetzwerke unter Erasmus+.

    Detaillierte Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Europäischen Kommission.

  • Foto: ClaudioVentrella / Thinkstock

    Neue Berichte zur Integration in Schulen und Hochschulen in Europa

    Welche Rolle haben Hochschulen für Integration? Viele Asylsuchende und Geflüchtete, die 2015 und 2016 nach Europa kamen, sind im typischen Hochschulalter und haben in ihren Heimatländern Hochschulen besucht. Ihre Integration ist nicht immer einfach, kann aber für beide Seiten gewinnbringend sein.

    Der neue Eurydice-Bericht zeigt einige positive Beispiele von Staaten, in denen beispielsweise Sprachenlernen, die Anerkennung von Qualifikationen oder eine persönliche Beratung gefördert wird. In der Mehrzahl der europäischen Staaten existiert jedoch kein gezielter Politikansatz dazu, und nur sechs Staaten betreiben Monitoring zur Integration Geflüchteter und Asylsuchender an Hochschulen.

    Deutschland wird von den Autoren zu den Vorzeigeländern gezählt. Durch einen Mehrebenen-Ansatz der Hochschulen, der Länder und des Bundes sowie durch Programme des DAAD, wie TestAS oder INTEGRA (siehe Seite 17 im Bericht) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, hat Deutschland die umfangreichsten Maßnahmen zur Integration an Hochschulen in Europa getroffen.

    Den ganzen Bericht in englischer Sprache finden Sie hier: "Integrating Asylum Seekers and Refugees into Higher Education in Europe: National Policies and Measures".

    Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund hängen in Europa oft hinterher – und das trotz zahlreicher Ansätze, sie besser zu integrieren. Ein neuer Eurydice-Bericht untersucht in 42 europäischen Staaten die politischen Maßnahmen, wie Kinder und Jugendliche an Schulen aufgenommen werden sollen.

    Zehn Bildungssysteme, darunter für Deutschland exemplarisch das Land Brandenburg, werden genauer dargestellt: Wie sind die Empfehlungen für den Umgang mit Diversität und wie soll das Wohlbefinden der Kinder mit Migrationshintergrund an Schulen verbessert werden?

    Den vollen Bericht in deutscher Sprache finden Sie hier: "Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen in die Hochschulbildung in Europa".

  • Foto: ClaudioVentrella / Thinkstock

    Neue Berichte des Informationsnetzwerks Eurydice zu Europäischen Bildungssystemen

    Wer wissen möchte, wie die Bildungssysteme von der Vor- bis zur Hochschule in 38 Ländern Europas aussehen, kann dies im Bericht "Struktur der europäischen Bildungssysteme 2018/2019" nachlesen. Auch, wie die verschiedenen Schulformen in den Sprachen heißen: Im Herkunftsland des Weihnachtsmannes, in Finnland, heißt Gymnasialschule beispielsweise "Lukiokoulutus".

    Wer sich für ein Studium im Ausland interessiert, findet eine aktuelle Übersicht zu Studiengebühren und Programmen zur Unterstützung von Studierenden in den europäischen Staaten in englischer Sprache im Bericht "National student fee and support systems in European higher education 2018/19".

  • Foto: Comstock Images / Thinkstock

    Ausschreibung zu Europäischen Hochschulen veröffentlicht

    Im Programm Erasmus+ werden ab 2019 "Europäische Hochschulen" gefördert. Ziel ist die Stärkung europäischer Werte und die Förderung von Qualität, Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Hochschulen. Die Ausschreibung war von vielen Einrichtungen mit Spannung erwartet worden.

    Mindestens 3, idealerweise 5 - 8 Hochschulen sollen eine Allianz bilden und ihre Vision vom Europäischen Campus ausbauen. Dazu gibt es Förderung über einen Zeitraum von 3 Jahren; 30 Millionen Euro stehen insgesamt für 4 - 6 Projekte zur Verfügung. Antragsfrist für die Allianzen ist der 28. Februar 2019.

    Die Ausschreibung dient als Pilot für zukünftige Förderung von Europäischen Universitäten, insbesondere im Nachfolgeprogramm von Erasmus+, das ab 2020 starten wird.

    Zum Programm berät die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD.

  • Foto: deyangeorgiev / Thinkstock

    Europäischer Kalender für Schulen und Hochschulen 2018/19

    Wissen Sie, in welchem europäischen Land es die meisten Schultage pro Schuljahr gibt?

    Diesen Spitzenplatz teilen sich Dänemark und Italien mit jeweils 200 Tagen! Deutschland liegt mit leicht unter 190 Schultagen im Durchschnitt. Übrigens: Die Sommerferien in Deutschland sind aber deutlich kürzer als die Sommerferien in den meisten anderen europäischen Staaten.

    Mit dem Schulbeginn ist auch die Zeit gekommen, in der Eurydice den jährlichen Schulkalender für Europa veröffentlicht. Wer sich über die Unterschiede z.B. bei Ferienzeiten in 38 Ländern informieren möchte, findet den englischsprachigen Kurzbericht hier.

    Auch die Informationen über den akademischen Kalender in diesen Staaten hat Eurydice wieder hier zusammengestellt.

    Wir wünschen viel Vergnügen beim Vergleichen!

  • Foto: Sergey Galushko / Thinkstock

    Europäischer Tag der Sprachen

    Am 26. September wurde anlässlich des Europäischen Tags der Sprachen die Vielfalt der Sprachen und Kulturen in Europa gefeiert. Zahlreiche Schulen, Hochschulen und Kultureinrichtungen haben dazu Veranstaltungen organisiert und wurden vom Europarat mit Materialien unterstützt.

    Mehr Informationen oder Inspirationen für das nächste Jahr gibt es hier.

  • Foto: ClaudioVentrella / Thinkstock

    Empfohlene Unterrichtszeiten für Schulfächer: neuer Bericht des Eurydice-Netzwerks

    Wussten Sie, dass die Länge der Unterrichtszeit in einem bestimmten Fach Einfluss auf das Interesse der Schülerinnen und Schüler daran hat, und so auch ihre Leistung verbessern kann? Nicht nur die Qualität der Lehre, sondern auch die verfügbare Zeit zum Lernen bestimmt den Lernprozess. Das gilt besonders für benachteiligte Lernende.

    Der neue Bericht "Vergleichende Übersicht zur empfohlenen jährliche Unterrichtszeit während der vollzeitigen Schulpflicht in Europa" analysiert die empfohlene Mindest-Unterrichtszeit in der Pflichtschulzeit in 43 europäischen Bildungssystemen im Schuljahr 2017/18. Besonderes Augenmerk liegt auf den Kompetenzen Lesen, Schreiben und Literatur, Mathematik, Natur- und Sozialwissenschaften.

    Der Bericht enthält vergleichende Analysen sowie nationale Diagramme, welche die Daten nach Land und Schulfach aufschlüsseln. Der Report wurde gemeinsam von Eurydice und NESLI networks verfasst.

  • Foto: ClaudioVentrella / Thinkstock

    Der Europäische Hochschulraum 2018 – neuer Bericht zum Bologna-Prozess

    Es gibt Fortschritte bei der Umsetzung des Systems aus drei Bildungszyklen in Europa (Bachelor, Master, Promotion) – dies ist eine der Erkenntnisse aus dem aktuellen Bologna-Prozess-Implementierungsbericht. Der Bologna-Prozess reformiert und harmonisiert den europäischen Hochschulraum seit 1999. Anlässlich der Konferenz der Bildungsministerinnen und Bildungsminister, die alle zwei bis drei Jahre und diesmal in Paris stattfindet, finden Sie in dem neuen Bericht Informationen zu den Entwicklungen in diesen Bereichen:

    • Europäische Hochschullandschaft;
    • Lernen und Unterrichten;
    • Abschlüsse und Qualifikationen;
    • Qualitätssicherheit und Anerkennung;
    • Öffnung von Hochschulbildung für eine verschiedenartige Studierendenschaft;
    • Relevanz der Ergebnisse und "Employability";
    • Internationalisierung und Mobilität.

    Den Bologna-Prozess-Implementierungsbericht haben die Bologna Follow-up Group, Eurostat, Eurostudent und Eurydice erstellt. Den Bericht in englischer Sprache finden Sie hier.

  • Foto: deyangeorgiev / Thinkstock

    Neue Eurydice-Website: Besseres Wissen für bessere Bildungspolitiken

    Wer mehr über Europas Bildungssysteme erfahren möchte, sollte die neu aufbereitete Eurydice-Website besuchen.

    Die Website bietet übersichtliche Informationen zu drei Bereichen:

    • Vergleichende Berichte zu spezifischen Themen, die alle Bildungsbereiche abdecken: Frühkindliche Bildung und Erziehung, Grundschul-, Sekundar- und höhere Bildung sowie Erwachsenenbildung;
    • Detaillierte nationale Beschreibungen der Bildungssysteme der 38 Erasmus+-Staaten - dort kann man jetzt noch besser nachvollziehen, welche laufenden Reformen und Entwicklungen es in den europäischen Ländern zurzeit gibt;
    • Eurydice stellt regelmäßig interessante Neuigkeiten und Artikel zum Bereich Bildung bereit.

    Übrigens: Außer den 28 EU-Mitgliedstaaten sind auch Albanien, Bosnien und Herzegowina, die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein, Montenegro, Norwegen, Serbien, Schweiz und die Türkei Mitglied von Erasmus+ und Eurydice!

  • Foto: deyangeorgiev / Thinkstock

    Neue Generaldirektorin Bildung, Jugend, Sport und Kultur

    Zum 1. März 2018 trat die Zypriotin Themis Christophidou die Nachfolge von Martine Reicherts als Generaldirektorin der EU für Bildung, Jugend, Sport und Kultur an. Themis Christophidou ist seit mehr als 17 Jahren für die Europäische Kommission tätig, unter anderem als stellvertretende Kabinettschefin der ehemaligen Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, Androulla Vassiliou. Im Mai 2018 wurde zudem Viviane Hoffmann neue stellvertretende Generaldirektorin.

  • Foto: ClaudioVentrella / Thinkstock

    Eurydice: "Teaching Careers in Europe: Access, Progression and Support"

    Lehrende haben bei der Bewältigung der sozialen und ökonomischen Herausforderungen in Europa eine wichtige Rolle. Ihre Arbeit gerät durch zunehmende Diversität unter Schülerinnen und Schülern, die schnelle technologische Entwicklung und hohe Erwartungen an das Gelernte unter zusätzlichen Druck.

    Der Eurydice-Bericht "Laufbahnen für Lehrkräfte in Europa - Zugang, berufliche Weiterentwicklung und Unterstützungsangebote" bietet Informationen zum Umgang mit diesen Aufgaben und beantwortet folgende Fragen: Was sind die Herausforderungen des Lehrberufs in Europa? Wie gehen die Bildungssysteme der europäischen Staaten damit um? Wie qualifiziert man sich für diesen Beruf, und welche Karrieremöglichkeiten gibt es?