
Die EU-Strukturfonds sind neben dem Forschungsrahmenprogramm die wichtigste Quelle für Investitionen in die wissensbasierte Wirtschaft. Im Programmzeitraum 2007-2013 wird rund ein Viertel der Strukturfonds in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert. Sie tragen damit wesentlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Regionen bei. Um die ergänzende Wirkung und die wechselseitigen Synergien zwischen den einzelnen Instrumenten auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene effektiv nutzen zu können, wird deren enger Verzahnung zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation eine hohe Bedeutung beigemessen.
Knapp 86 Mrd EURO werden derzeit aus den so genannten Strukturfonds - dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) - in die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation investiert. Dies beinhaltet beispielsweise den Auf- und Ausbau technologiespezifischer Infrastrukturen und Kompetenzzentren, den Technologietransfer, die Förderung von Kooperationsnetzwerken und Wirtschafts- und Forschungsclustern, Investitionen in forschungstreibende Unternehmen, die Unterstützung von Forschung, Entwicklung und Innovation sowie des Unternehmertums in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und die Entwicklung des Humanpotentials in Forschung und Innovation. Die EU-Strukturfonds unterstützen so die Schaffung der Grundlagen und Rahmenbedingungen für exzellente Forschung und Innovationen und sind damit ein zentrales Instrument zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Regionen in Europa.
Investitionen in das so genannte Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation, wie sie in Deutschland bereits heute durch die Strukturfonds gefördert werden, können auch künftig wesentlich zum Erhalt und dem Ausbau der europäischen Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Im Rahmen der Kohäsionspolitik können die Ziele der Europa 2020-Strategie nachhaltig auf regionaler und lokaler Ebene verankert werden. Ihr dezentraler Ansatz und die integrierten regionalen Entwicklungsstrategien (Operationelle Programme) ermöglichen es, regionale und lokale Besonderheiten sowie die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zu berücksichtigen. Damit kann die Innovationsförderung aus den Strukturfonds zentrale sektorale und auf europaweite Exzellenz ausgerichtete Förderinstrumente, wie das Forschungsrahmenprogramm, optimal ergänzen. Sie leisten so zum einen einen wichtigen Beitrag dazu, dass Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Hilfe der Strukturfonds im Sinne eines „Path to Excellence“ ihre Wettbewerbssituation bei der Teilnahme am Forschungsrahmenprogramm verbessern können. Zum anderen können sie genutzt werden, um im Anschluss an Maßnahmen des FRP Innovationen auf regionaler Ebene in der Breite umzusetzen.
Umfassende Informationen zu Synergien zwischen den Strukturfonds, CIP und Forschungsrahmenprogramm und der regionalen Dimension im Forschungsrahmenprogramm finden Sie auf dem
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(URL: http://ec.europa.eu/invest-in-research/funding/funding04_en.htm)