Eine Hand mit einem Stift. Um die Hand herum sind in Kreisform zahlreiche blaue Pfeile angeordnet, die mit der Spitze auf die Hand zeigen.

Koordinierung nationaler Programme

Die Koordinierung nationaler und/oder regionaler Programme ist ein wichtiges Element des Europäischen Forschungsraums (EFR). Ziel ist es, die Fragmentierung der Forschungsförderung in Europa zu überwinden und Synergieeffekte zu nutzen. Unnötige Doppelungen in der Forschung sollen vermieden werden. Es gibt unterschiedliche Koordinierungsinstrumente, um den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppen gerecht zu werden.

Die Koordinierung nationaler und/oder regionaler Programme ist ein wichtiges Element des EFR. Ziel ist es, die Fragmentierung der Forschungslandschaft in Europa zu überwinden und Synergieeffekte durch gemeinsame oder koordinierte Ausschreibungen zu nutzen.

Darüber hinaus soll die kritische Masse erreicht werden, die zur Bearbeitung wichtiger Themenkomplexe auf europäischer Ebene nötig ist. Unnötige Doppelungen in der Forschung sollen vermieden werden. Es gibt unterschiedliche Koordinierungsinstrumente, um den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppen gerecht zu werden. Diese reichen von kleineren, flexiblen Maßnahmen nach dem Bottom-Up-Prinzip, wie z. B. ERA-NET, bis hin zu Initiativen mit größerem Vorbereitungsbedarf, wie den 185er-Maßnahmen oder der Gemeinsamen Programmplanung.

ERA-NET Cofund / ERA-NET / ERA-NET+

Diese mittelfristig angelegten Maßnahmen richten sich an nationale und regionale Programmeigner und -manager, die Forschungsprogramme europaweit koordinieren sowie gemeinsame Aktivitäten (v. a. gemeinsame oder synchronisierte Ausschreibungen) entwickeln möchten

Art. 185-Maßnahmen

Art. 185 AEUV räumt Mitgliedstaaten mit gleichen Interessen die Möglichkeit ein, Forschungs- und Entwicklungsprogramme gemeinsam zu implementieren. Die Union beteiligt sich nach Zustimmung der betreffenden Staaten finanziell an der Durchführung sowie an den dafür geschaffenen Strukturen. Die Entscheidung hierüber wird durch ein ordentliches Gesetzgebungsverfahren getroffen, das die Kommission, den Rat und das Parlament beteiligt.

Europäische Technologieplattformen (ETP)

Diese Plattformen werden durch die Industrie eingerichtet mit dem Ziel, langfristige strategische Forschungsagenden (Strategic Research Agendas) zu entwickeln und umzusetzen. Diese Vorhaben werden in der Regel mit Hilfe von Begleitmaßnahmen aus den Rahmenprogrammen unterstützt. Nationale Programmeigner und -manager sind teilweise über sogenannte Spiegelgruppen (mirror groups) aktiv eingebunden.

Gemeinsame Technologieinitiativen (JTI)

Diese auf Art. 187 AEUV basierenden Maßnahmen sind öffentlich-private Partnerschaften, die oft aus Europäischen Technologieplattformen hervorgegangen sind. Europäische, private sowie ggf. nationale Ressourcen, Knowhow und Forschungskapazitäten werden in einer gemeinsamen Struktur zusammengeführt.

Eureka

Eureka ist eine zwischenstaatliche FuE-Initiative, deren Ziel es ist, finanzielle und fachliche Ressourcen europaweit zu bündeln und anwendungsnahe Forschungsprojekte zu fördern. Die EU ist Mitglied von Eureka.

Gemeinsame Programmplanung

Als eine der fünf Prioritäten für den Europäischen Forschungsraum bildet die gemeinsame Programmplanung einen strategischen Ansatz, um Antworten auf große gesellschaftliche Fragen zu finden. Dieser von den Mitgliedstaaten geführte Prozess kann in eine gemeinsame Programmplanungsinitiative überführt werden, die dann konkrete Forschungsfelder benennt und bearbeitet.