Internationale Zusammenarbeit

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Internationale Zusammenarbeit

Im 7. Forschungsrahmenprogramm wurde ein neuer Ansatz zur Internationalen Zusammenarbeit entwickelt und umgesetzt: es ist offen für die Kooperation mit Drittstaaten.

Forschungspartner aus den EU-Mitgliedstaaten und den Assoziierten Staaten können gemeinsam mit Partnern aus Drittstaaten an einem EU-Projekt teilnehmen.

Mit einigen Drittstaaten hat die EU Abkommen zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit abgeschlossen, die auf den Prinzipien der Reziprozität beim Zugang zu Forschungsaktivitäten, regelmäßigem Informationsaustausch und einer Übereinkunft zum gegenseitigem Schutz des geistigen Eigentums beruhen. Diese Abkommen bilden die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit.

 

Teilnahmeberechtigte Länder

Diese Drittstaaten unterteilt die Europäische Kommission in International Cooperation Partner Countries (ICPC) und industrialisierte ("high income") Länder.

Die ICPC gliedern sich in folgende Ländergruppen:

  • Nachbarländer der EU (Mittelmeerpartnerländer (MPC), Westliche Balkanstaaten (WBC), Osteuropäische und zentralasiatische Staaten (EECA)
  • Entwicklungsländer (Afrika, die pazifischen und karibischen Staaten (AKP), Lateinamerika, Asien)
  • Schwellenländer, sog. BRIC-Staaten (z. B. Brasilien, Indien, China, Russland)

Zu den industrialisierten Ländern gehören die USA, Kanada, Japan, die Republik Korea, Singapur, Australien, Neuseeland, Taiwan, Hongkong, Macao, San Marino, Andorra, Monaco und der Vatikan.

Während die Beteiligung von Einrichtungen aus ICPC am 7. FRP finanziell gefördert wird, können Partner aus industrialisierten Ländern zwar am 7. FRP teilnehmen, erhalten für die Beteiligung in der Regel keine finanzielle Förderung.

Im 7. FRP gibt es vier Möglichkeiten, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Forschende aus Drittstaaten in Projekte einzubinden:

  • Themenorientierte Zusammenarbeit innerhalb des Spezifischen Programms "Zusammenarbeit"
  • Beteiligung von Forschenden an den Ausschreibungen des Spezifischen Programms "Ideen"
  • Internationale Mobilitätsmaßnahmen im Rahmen des Spezifischen Programms "Menschen"
  • Spezielle Maßnahmen der internationalen Zusammenarbeit als eigenständiges Programm im Rahmen des Spezifischen Programms "Kapazitäten"

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Themenorientierte Zusammenarbeit mit Drittstaaten im Spezifischen Programm "Zusammenarbeit"

Die internationale Zusammenarbeit ist integraler Bestandteil der zehn Themenbereiche des Spezifischen Programms "Zusammenarbeit". Grundsätzlich steht Partnern aus Drittländer eine Beteiligung an allen Ausschreibungen im Programmbereich "Zusammenarbeit" offen. Vorraussetzung ist, dass die Mindestbedingung für die Bildung eines Konsortiums (in der Regel drei Partner aus drei Mitgliedsländern oder Assoziierten Staaten) erfüllt ist. Darüber hinaus können Partner aus Drittlandsstaaten als zusätzliche Teilnehmer im Projektkonsortium an den Ausschreibungen teilnehmen.

Eine Ausnahme stellen hier die Spezifischen Aktionen der Internationalen Zusammenarbeit (Specific International Cooperation Activities, SICAs) dar.

SICA sind spezifische thematische Ausschreibungen mit dem Ziel, die Teilnahme von Drittstaaten am 7. FRP zu fördern. Bei den Ausschreibungen handelt es sich um ausgewählte Themen von gemeinsamem Interesse, die oft in enger Anlehnung an die bilateralen Abkommen zwischen der EU und dem Drittland stehen. Die Beteiligung von Drittstaaten ist bei den SICA Bedingung für die Förderung eines Projektes. Die Vorraussetzung zur Konsortialbildung variieren hier je nach den Ausschreibungen, die in den i. d. R. jährlichen Arbeitsprogrammen der einzelnen Themengebiete im Spezifischen Programm Kapazitäten zu finden sind.

Eine Übersicht über alle aktuellen SICAs finden Sie hier.

 

Beteiligung von Forschenden an den Ausschreibungen des Spezifischen Programms "Ideen"

Die Ausschreibungen des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) im Spezifischen Programm "Ideen" sind offen für die Beteiligung von Forschenden aus Drittstaaten. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Forschungstätigkeit an einer Forschungseinrichtung in einem Mitgliedstaat bzw. in einem an das Rahmenprogramm assoziierten Land.

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Internationale Mobilitätsmaßnahmen im Spezifischen Programm "Menschen" (Marie Curie-Maßnahmen)

Zur Gewinnung von Forschungstalenten außerhalb Europas sowie zur Förderung einer gegenseitig vorteilhaften Forschungszusammenarbeit mit Forschenden außerhalb Europas sind folgende Maßnahmen in diesem spezifischen Programm vorgesehen: Stipendien für europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine Forschungstätigkeit außerhalb Europas, einschl. einer integrierten obligatorischen Rückkehrphase (International Outgoing Fellowships) sowie Stipendien für eine Betätigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Drittstaaten in Europa und Partnerschaften zur Förderung des Forscheraustausches (International Incoming Fellowships).

 

Internationale Aktivitäten im Spezifischen Programm "Kapazitäten"

Das eigenständige Programm "Maßnahmen zur Internationalen Zusammenarbeit" im Rahmen des spezifischen Programms "Kapazitäten" verfügt über ein Budget von 185 Millionen Euro. Gefördert werden hier Aktivitäten zur Stärkung der Beteiligung von Drittstaaten am 7. FRP.

Dazu gehört die Unterstützung des Informationsaustausch und Dialogs mit Drittstaaten, die eine Diskussion aktueller und künftiger Forschungsprioritäten ermöglichen sollen. Die Ergebnisse dieser Dialoge sollen zu einer Aufsetzung gemeinsamer Forschungspolitiken führen, die Input liefern, welcher in die konkreten Maßnahmen der Spezifischen Programme eingebracht werden kann.

Die Maßnahmen im Bereich der Internationalen Zusammenarbeit haben die drei folgenden Zielsetzungen:

  • Förderung biregionaler und bilateraler Dialoge in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und Identifizierung gemeinsamer Forschungsprioritäten
  • Vernetzung verschiedener Stakeholder (z. B. Universitäten, Wirtschaft, Regierung, Gesellschaft) zur Stärkung der Forschungskapazitäten
  • Erleichterung der Entwicklung und Implementierung eines kohärenten Ansatzes internationaler wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit auf europäischem Level

Der Programmbereich umfasst folgende Aktivitäten:

  • Biregionale Koordination der WTZ-Zusammenarbeit, inklusive Definition gemeinsamer Prioritäten und WTZ-Politiken (INCO-NET)
  • Bilaterale Koordinierung zur Entwicklung von WTZ-Partnerschaften (BILAT)
  • Koordinierung nationaler und regionaler Politikansätze und Aktivitäten der Mitgliedsstaaten und Assoziierten Staaten in der internationalen WTZ-Zusammenarbeit (ERA-NET)
  • Unterstützung transnationaler Aktivitäten der Nationalen Kontaktstellen im Bereich der Internationalen Zusammenarbeit (INCO-NCP)
  • Unterstützung des Zugangs europäischer Forscher zu Drittstaatenforschungsprogrammen (ACCESS4EU) Maßnahmen zur Integration von Europas Nachbarstaaten in den Europäischen Forschungsraum (ERA-Wide)
  • Öffnung der Joint Research Institutes in ausgewählten Drittstaaten für Forschende aus EU-Mitgliedstaaten (INCO-LAB)
  • Pilotinitiative zur Förderung der institutionellen Bedingungen eines Joint Research Institutes in Indien im Hinblick auf die Öffnung für weitere Mitgliedstaaten (INCO-HOUSE)
      

Kontakt

  • Olaf Ripken

    • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 3821-1963
    • Faxnummer: 0228 3821-1649
    • E-Mail-Adresse: olaf.ripken@dlr.de
    • Homepage: http://www.eubuero.de