
Mit dem vierten Monitoringbericht legt die EU-Kommission eine detaillierte Analyse der Durchführung des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (7. FRP) vor. Schwerpunkte sind die Beteiligung am Rahmenprogramm, die Implementierung des FRP sowie die Vereinfachung der administrativen Verfahren. Der Bericht basiert auf Ausschreibungen, die bis März 2011 abgeschlossen wurden.
Das Rahmenprogramm bis 2010
Im Zeitraum 2007-2010 wurden im Rahmen von 245 Ausschreibungen insgesamt 77.064 Anträge eingereicht, von denen 12.471 Anträge mit 69.370 Projektpartnern gefördert wurden. Die durchschnittliche Erfolgsquote ist im Laufe des 7. FRP von 2007 bis 2010 kontinuierlich angestiegen und mit
Das nach wie vor wichtigste Instrument ist das Verbundprojekt, auf das im Zeitraum 2007-2010 ein Fördervolumen (Anträge) von rd. 15 Mrd. Euro entfällt. Die meisten Anträge gingen im Bereich der Marie-Curie-Maßnahmen ein, in dem überwiegend Einzelstipendien an mobilitätsinteressierte Forscher vergeben werden. Exzellenznetze spielen im Instrumentarium des 7. FRP kaum noch eine Rolle, 2010 wurden lediglich 6 Exzellenznetze gefördert.
Die Time-to-grant, d. h. die Zeitspanne vom Ende der Ausschreibung bis zum Vertragsabschluss, ist nach wie vor sehr lang. Im Durchschnitt dauert es im 7. FRP 348 Tage, bis der Zuwendungsvertrag unterschrieben ist. Im Vergleich dazu lag die Dauer 2008 im Durchschnitt bei 333 Tagen, 2007 bei 291 Tagen.
Hochschulen weisen nach wie vor den höchsten Anteil an den Fördermaßnahmen des 7. FRP auf, gefolgt von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Die Unternehmensbeteiligung ist besonders hoch bei den KMU-Maßnahmen im spezifischen Programm Kapazitäten sowie in den Themen Transport, NMP, IKT, Sicherheitsforschung und Energie. In den zehn Themenbereichen des Spezifischen Programms Zusammenarbeit erreichen KMU einen Anteil von 14,3 % der Zuwendungen. Damit wird der von der Kommission gesetzte Zielwert von
Derzeit sind 13 Nicht-EU-Staaten zum 7. FRP assoziiert. Im Jahr 2010 haben diese Länder insgesamt rd.
Die Kommission berichtet erstmals über die Ergebnisse der geförderten Projekte, die seit November 2009 über das Berichtssystem SESAM erfasst werden. So gingen aus den Projekten des 7. FRP bis März 2011 rd. 8.150 Publikationen und rd. 200 Patente hervor. Bisher ist die Zahl der abgeschlossenen Projekte noch vergleichsweise gering, in den kommenden Jahren wird die Kommission in ihren Monitoring Reports hierzu ausführlicher berichten.
Deutsche Beteiligung am 7. FRP
Deutsche Antragstellende konnten ihre Erfolgsquote im Laufe des 7. FRP deutlich steigern, in 2010 war mehr als jeder vierte deutsche Antragstellende
Die Hochschulbeteiligung ist in Deutschland breit gestreut und wird weniger von Spitzeninstituten getragen als in anderen Mitgliedstaaten. Unter den Top 50 der am häufigsten am EU-Forschungsrahmenprogramm beteiligten Hochschulen liegen die britischen Universitäten Cambridge, das Imperial College London und Oxford auf den ersten Plätzen. Führende deutsche Einrichtung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf Rang 8, gefolgt von der Universität Stuttgart auf Rang 29. Insgesamt sind vier weitere deutsche Universitäten, allesamt Technische Hochschulen und Universitäten, unter den Top 50 der Hochschulen im 7. FRP.
In der Liste der am Rahmenprogramm beteiligten Forschungsinstitute nehmen deutsche Einrichtungen mit der Fraunhofer Gesellschaft (Rang 2) und der Max-Planck-Gesellschaft (Rang 4) zwei vordere Plätze ein, gefolgt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf Rang 9.
Die herausragende deutsche Unternehmensbeteiligung stützt sich auf eine Reihe von Großunternehmen mit z. T. langjähriger Erfahrung und regelmäßiger Beteiligung im FRP. Unter den Top 50 der am häufigsten beteiligten Unternehmen haben allein 13 ihren Sitz in Deutschland, darunter Infineon, Robert Bosch, BASF, Volkswagen, Alcatel-Lucent Deutschland, Deutsche Telekom, PTV Planung Transport Verkehr, Daimler und Bayer. Mit Siemens (Rang 2), SAP (Rang 3) und EADS Deutschland (Rang 4) nehmen drei Unternehmen Spitzenplätze im Ranking ein.

(URL: http://www.eubuero.de/frp7-monitoring.htm)
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(URL: http://ec.europa.eu/research/evaluations/pdf/archive/fp7_monitoring_reports/fourth_fp7_monitoring_report.pdf#view=fit&pagemode=none)