Projektbeispiel 'Europäische Karrieren. Forscherinnen in Horizont-2020-Projekten': Dr. Ulrike Zschache

Das solidarische Europa in der Krise

Worum geht es in dem Projekt "TransSOL - European paths to transnational solidarity at times of crisis: Conditions, forms, role models and policy responses"?

Das Projekt TransSOL "Europäische Solidarität in Zeiten der Krise" untersucht, wie stark europäische Solidarität gegenwärtig ausgeprägt ist, von welchen Faktoren sie beeinflusst wird und welche Rahmenbedingungen förderlich sind. Dabei geht es insbesondere darum, Solidarität zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, als Handlungsfeld zivilgesellschaftlicher Organisationen und als Gegenstand medialer Öffentlichkeit länderübergreifend zu untersuchen. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und neuen Migrationsbewegungen wollen wir besser verstehen, wie es um europäische Solidarität gerade in schwierigen Zeiten gestellt ist. Welche Voraussetzungen braucht es in Krisenzeiten für den solidarischen Zusammenhalt in Europa? Wie drückt sich europäische Solidarität heute aus und was können wir daraus lernen?

Was bringt Ihnen das Projekt als Wissenschaftlerin?

TransSOL ermöglicht mir, in einem europäischen Verbund mit renommierten Partnerinnen und Partnern aus der Soziologie, Politik-, Rechts- und Medienwissenschaft zu forschen. Gemeinsam untersuchen wir ein zentrales gesellschaftliches Thema ländervergleichend, multidisziplinär und mit unterschiedlichen und innovativen Methoden. Durch diese Perspektivenvielfalt können wir zeigen, wie voraussetzungsreich und vielgestaltig der Umgang mit Krisensituationen in Europa ist.

Welchen Tipp geben Sie Wissenschaftlerinnen, die sich an einem Projekt in Horizont 2020 beteiligen möchten?

In jedem Fall ist es wichtig, sich frühzeitig vorzubereiten. Dazu kann es hilfreich sein, sich das EU-Arbeitsprogramm bereits in der Entwurfsfassung anzuschauen, da die Einreichungsfristen nach der Veröffentlichung mitunter knapp sind. Zudem erlaubt eine frühe Planung und Ausarbeitung des Antrags, sich hierzu vom EU-Referat der Hochschule oder den Nationalen Kontaktstellen beraten zu lassen. Diese können wertvolle Hinweise zur Verbesserung geben, da sie bisherige Anträge und Gutachten kennen und somit wissen, worauf es ankommt.

 


Daten zum Projekt

 

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