Projektbeispiel 'Europäische Karrieren. Forscherinnen in Horizont-2020-Projekten': Bettina Schäfer

Energie intelligent managen

Worum geht es bei "ELSA - Energy Local Storage Advanced system"?

Energiespeicherung nimmt eine bedeutende Rolle im Smart Grid ("intelligentes" Stromnetz) ein und kann sowohl Gebäude als auch das elektrische Netz mit benötigter Flexibilität unterstützen. Das Projekt ELSA (Energy Local Storage Advanced system) adressiert dieses Bedürfnis, indem die Integration von elektrischen Speichern in Form von "second-life"-Batterien aus elektrischen Fahrzeugen entwickelt und getestet wird. Dadurch sollen Lösungen gefunden werden, intelligentes Energiemanagement durch optimierten Einsatz der Speicher zu erweitern und so für das Gebäude, Quartier oder Verteilnetz Unterstützung zu bieten.

Was bringt mir das Projekt?

In diesem Projekt wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den universitären Partnern und der Industrie zur Entwicklung einer neuartigen Anwendung vorangetrieben. Dies bringt einerseits Einblicke in die Prozesse zur Erstellung von Prototypen bis hin zur Markteinführung sowie einen intensiven Austausch mit den industriellen Projektpartnern. Andererseits unterstützen wir als universitäre Wissenschaftler diese anwendungsnahe Forschung mit theoretischen Ansätzen und Neuentwicklungen.

Welchen Tipp geben Sie Wissenschaftlerinnen, die sich an einem Projekt in Horizont 2020 beteiligen möchten?

Unsere Erfahrungen aus zahlreichen FP7- und Horizont-2020-Projekten sind durchweg positiv. Insbesondere die Interaktion mit Industriepartnern ist sehr gewinnbringend für alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die neutrale Position, die man als universitärer Partner in den Forschungsprojekten einnimmt, wird auch von den Industriepartnern sehr gut angenommen, weswegen diese sich trotz ihrer eigenen durch geschäftliche Ziele bedingte Interessen immer gerne mit den akademischen Partnern beraten und unsere Entwicklungen und Ideen wertschätzen.

Der administrative Aufwand mit EU-Projekten sollte für niemanden ein Hindernisgrund sein, solch ein Projekt durchzuführen. Wie jeder Fördergeber hat auch die EU ihre eigenen Regeln zum Mittelabruf, die man kennen lernen und befolgen muss.

Die EU-Projekterfahrungen des Instituts resultieren aus Verbundprojekten. Hierbei ist es wichtig, auf ein ausgewogenes Konsortium zu achten, bevorzugt mit Partnern, die einem aus Vorarbeiten bekannt sind.

 


Daten zum Projekt

 

< Zurück zur Übersicht