Projektbeispiel 'Europäische Karrieren. Forscherinnen in Horizont-2020-Projekten': Kerstin Franzl

Mitmachen in Europa

Worum geht es in dem Projekt "EUth - Tools and Tips for Digital and Mobile Youth Participation in and across Europe?"

Das Ziel von EUth ist es, dazu beizutragen, dass in Europa mehr digitale Jugendpartizipationsprojekte durchgeführt werden.

Dazu entwickeln wir die Online-Plattform OPIN (www.opin.me), die Verwaltungen, Jugendorganisationen oder sonstige Aktive für ihre Beteiligungsprojekte nutzen können. Die Plattform bietet verschiedene Beteiligungsfunktionen, z. B. Ideensammlung (Nutzerinnen und Nutzer können ihre Ideen posten, diese können kommentiert und bewertet werden), kollaborative Textarbeit (zur Kommentierung von Texten, zum Beispiel Satzungen) und eine mobile Polling-Applikation (für Kurzumfragen).

Zudem versuchen wir diejenigen zu unterstützen, die ein Beteiligungsprojekt starten möchten: Ein Tool hilft bei der Methodenauswahl, Guidelines geben praktische Tipps, wie man die Planung am besten umsetzt und spezielle Herausforderungen löst.

Nach Projektende im März 2018 wird die Plattform fertig nutzbar allen Interessierten zur Verfügung stehen.

Was bringt Ihnen das Projekt als Wissenschaftlerin?

Um eine nutzerorientierte Plattform zu entwickeln, die über den aktuellen Stand der Technik hinausgeht, untersuchen wir die gegenwärtige Partizipationslandschaft und testen die Software in mehreren integrierten Pilotprojekten. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen sind sehr wertvoll.

Zudem ist es spannend, in einem europäischen, interdisziplinären Projekt zu arbeiten. Softwareentwicklerinnen und -entwickler, Expertinnen und Experten für Partizipation und Endnutzer aus sieben europäischen Ländern arbeiten in EUth zusammen. Um eine gemeinsame Sprache und Strategie zu entwickeln, muss man die eigene Perspektive sehr genau formulieren und offen sein für Anstöße aus einer ganz anderen Richtung.

Welchen Tipp geben Sie Wissenschaftlerinnen, die die an einem Projekt in Horizont 2020 beteiligen möchten?

Nur zu, es macht Spaß!

Und wenn das Projekt läuft, sollte man sich nicht zurückhalten mit eigenen Beiträgen. Ein Projekt lebt von der aktiven Beteiligung der Partnerinnen und Partner. Gerade in interdisziplinären Projekten ist es wichtig, dass man seiner Intuition vertraut und auf Lücken oder Inkohärenzen aufmerksam macht – wenn einem etwas unverständlich ist, liegt das selten an der eigenen Unfähigkeit, sondern es besteht Nachbesserungsbedarf.

 


Daten zum Projekt

 

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