Zwischenbewertung des 7. FRP: Die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen ist unzureichend!

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

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Ende November wurde die Zwischenbewertung (Interim Evaluation) des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (7. FRP) veröffentlicht. Deutlich kritisiert die Expert Group die bisherige Beteiligung von Wissenschaftlerinnen in Projekten des 7. FRP als zu gering. Fortschritte in der Chancengleichheit seien zwar zu verzeichnen, die übergreifende Aussage des Berichts aber ist unmissverständlich: In Bezug auf die Präsenz von Wissenschaftlerinnen bestehe ein Problem. Auf Ebene der Mitgliedstaaten sei eine weitere Modernisierung der Forschungssysteme nötig, um Wissenschaftlerinnen stärker partizipieren zu lassen. Stärkere nationale Beteiligung werde sich auch europäisch auswirken. Zugleich soll die Europäische Kommission mit verstärkten, proaktiven Maßnahmen eine Führungsrolle auf dem Weg zu ausgewogener Beteiligung von Frauen und Männern in der Forschung übernehmen, so eine der übergreifenden Empfehlungen.

Im Februar 2011 hat die Europäische Kommission ihre Antwort zu der Zwischenbewertung vorgelegt. Sie unterstreicht die Bedeutung des Themas und ist bereit eine führende Rolle einzunehmen. Die Kommission verweist aber auch darauf, dass die Mitgliedstaaten und Förderorganisation ebenfalls gefordert sind. Sie nennt einzelne Maßnahmen, die sie mit besonderem Ehrgeiz verfolgen möchte, darunter die tatsächliche Erreichung des 40 %-Anteils von Frauen bei der Begutachtung von Anträgen im 7. FRP.
 

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