Europäische Bildungszusammenarbeit

EURYDICE das europäische Informationsnetzwerk

Eurydice bereitet allgemeine Informationen über die nationalen Bildungssysteme in Europa von der Vorschulerziehung bis zur Erwachsenenbildung auf und stellt sie in Publikationen und Datenbanken allen Interessierten, insbesondere bildungspolitischen Entscheidungsträgern, zur Verfügung. Die Eurydice-Publikationen sowie die Eurydice-Datenbank Eurybase beinhalten Länderbeschreibungen der Bildungssysteme aus 33 europäischen Ländern, vergleichende Analysen zu spezifischen Themen, Indikatoren und Statistiken.

„Eurydice“ – Das Bildungswesen in Europa verstehen

Eurydice-LogoDie Bildungssysteme in Europa sind sehr unterschiedlich. Da jedoch die europäische Kooperation im Bildungsbereich ebenso wie die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in Europa zunimmt, wird es immer wichtiger zu verstehen, wie die Bildungs- und Ausbildungssysteme unserer Nachbarn organisiert sind und funktionieren. Eurydice hat die Aufgabe "den Verantwortlichen für die Bildungssysteme und Bildungspolitiken in Europa europaweite Analysen und Informationen bereitzustellen, die sie in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen." Eurydice bietet aus diesem Grund mit verschiedenen Publikationen einen umfassenden Überblick über die europäische Bildungslandschaft:

  • Eurybase: eine Datenbank mit vergleichbaren, aktuellen Darstellungen der Bildungssysteme von insgesamt 33 Ländern  – angefangen bei der frühkindlichen Bildung, über die Schul- und Ausbildungssysteme bis zur Hochschul- und Erwachsenenbildung;
  • regelmäßige Veröffentlichungen von umfangreichen Studien sowie Daten und Indikatoren;
  • Referenzmaterialen wie Glossare und einen Thesaurus für Bildungssysteme in Europa.

Die Veröffentlichungen von Eurydice bilden aktuelle Reformen in allen Ländern ab, die am Programm Lebenslanges Lernen beteiligt sind und berücksichtigen einschlägige Statistiken und Ergebnisse aus großen internationalen Studien wie PISA oder PIRLS. Eurydice wurde 1980 von der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten gegründet, um Informationen über die nationalen Bildungssysteme auszutauschen und Entscheidungsträger auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Das Arbeitsprogramm des Netzwerks orientiert sich an den Schwerpunkten des Strategischen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung bis 2020 („ET2020“) und trägt zu seiner Umsetzung bei. 

Das Eurydice-Netzwerk besteht aus:

  • einer Koordinierungsstelle mit Sitz in Brüssel, die die Aktivitäten des Netzwerkes verknüpft und in der europäischen Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) angesiedelt ist;
  • 37 nationalen Kontaktstellen in den 33 Staaten, die am Programm Lebenslanges Lernen teilnehmen (alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Türkei, Norwegen, Island und Liechtenstein; seit 2011 auch die Schweiz und Kroatien). Diese nationalen Eurydice-Kontaktstellen sammeln und analysieren Informationen und arbeiten eng mit den führenden Expertinnen und Experten im Bildungsbereich und den nationalen Ministerien zusammen;
  • zwei nationalen Kontaktstellen in Deutschland, die die Erstellung der Eurydice-Publikationen koordinieren. Die nationale Kontaktstelle des Bundes ist im EU-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung angesiedelt. Für die Länder koordiniert das Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK) die Zusammenstellung der Informationen und Analysen.

Eurydice ist eines der Instrumente zur Umsetzung der offenen Methode der Koordinierung in der EU-Bildungspolitik. Die Arbeitsweise im Eurydice-Netzwerk ist vom Prinzip der Freiwilligkeit geprägt. Die Finanzierung erfolgt durch die europäische Kommission und die Mitgliedstaaten. Bei den jährlichen Treffen der nationalen Informationsstellen wird auf Vorschlag der Kommission jeweils ein fortlaufendes, zweijähriges Arbeitsprogramm verabschiedet. Die Themenschwerpunkte orientieren sich am Strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung bis 2020 („ET 2020“) und den von den europäischen Bildungsministerinnen und Bidungsministern festgelegten Prioritäten.

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Aktuelle Hinweise

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Kontakt

  • Randi Wallmichrath

    • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821-1647
    • Faxnummer: 0228 / 3821-1649
    • E-Mail-Adresse: randi.wallmichrath@dlr.de
    • Homepage: http://www.eubuero.de