ERC Synergy Grants

Eine Glühbirne, in der ein grünes Blatt wächst

Die Nationale Kontaktstelle zum Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) wird gemeinsam vom EU-Büro des BMBF (im Projektträger im DLR) und der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) betreut.



Die Synergy Grants wurden 2012/2013 in zwei Pilot-Ausschreibungen vergeben. Das Förderschema wurde in der Zwischenzeit positiv evaluiert und der ERC plant, unter dem Arbeitsprogramm 2018 eine neue Ausschreibung zu öffnen.

Die auf dieser Seite enthaltenden Informationen beschreiben den Synergy-Grant von 2013. Inwiefern die Bedingungen 2018 geändert werden, ist noch offen.


Einführung

Mit dem Arbeitsprogramm 2012 hat der ERC ein neues Förderschema eingeführt, die "ERC Synergy Grants". 24 Synergy Grants wurden 2012/2013 in zwei Pilot-Ausschreibungen vergeben.

Bewerben konnten sich Gruppen von zwei bis maximal vier herausragenden Wissenschaftler/innen (Principal Investigator)  und ggf. ihre Teams. Eine(r) der Principal Investigators (PI) agiert als Corresponding Principal Investigator, das Projekt wird aber von der Gruppe gemeinsam geleitet.

Ziel der ERC Synergy Grants ist es, komplementäre Expertise, Fähigkeiten und Ressourcen zusammenzubringen, um gemeinsam wissenschaftliche Fragestellungen anzugehen, die zu wissenschaftlichen Durchbrüchen und neuen Ergebnisssen führen sollen. Die Gruppe der PIs muss klar darlegen, dass die Bearbeitung der wissenschaftlichen Fragestellungen nur in dieser Gruppe durchzuführen ist.

Es wird erwartet, dass die Gruppen in den meisten Fällen interdisplinär zusammengesetzt sind und multidiszipliäre Ansätze verfolgen. Alle PI's müssen in einem EU-Mitgliedstaat oder Assoziierten Staat angesiedelt sein. Ansonsten gibt es keine Vorschriften zum Standort der Teams. Es können alle an einem Ort oder an unterschiedlichen Orten sein, solange eine enge Zusammenarbeit gewährleistet ist.

Im Übrigen gelten auch hier die Prinzipien der anderen ERC-Förderschemen: Pionierforschung, Schwerpunkt auf den einzelnen Forschenden, Bottom-up Prinzip, Exzellenz als alleiniges Auswahlkriterium.

2012 und 2013 konnten pro Projekt bis zu 15 Millionen Euro für eine Laufzeit von sechs Jahren beantragt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dieses maximale Projektbudget 2018 etwas heruntergesetzt wird.

2012 wurden 11 Projekte und 2013 13 Projekte gefördert. Die Erfolgsquoten lagen bei 1,5 - 3 %.

Genauere Informationen zur Ausgestaltung des Förderschemas 2013, erhalten Sie in Abschnitt 7 des "Work Programme 2013" (S. 28ff).

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Antragstellung

Das Antragsverfahren für die kommende Ausschreibung ist noch unklar. So sah das Verfahren 2012/2013 aus:

Aus der Gruppe muss ein/e 'Corresponding PI'  ausgewählt werden, die/der als formale/r Ansprechpartner/in des ERC dient. Die Gasteinrichtung des 'Corresponding PI' ist die Rechtsperson des Antrags. Die Gruppe hat jedoch gemeinsam die wissenschaftliche Verantwortung für die Durchführung des Projektes.

Für den Antrag muss jede/r 'Principal Investigator' einen Lebenslauf einreichen. Je nach Karrierestand muss ein '10-year track record' (etablierte Wissenschaftler/innen) oder ein 'early achievement record' (jüngere Wissenschaftler/innen) eingereicht werden. Zudem wird eine 15-seitige Projektbeschreibung sowie eine fünfseitige Zusammenfassung des Projektes gefordert.

Die Gasteinrichtung des Corresponding PI muss für den Antrag eine Unterstützungszusage unterschreiben (Commitment of the Corresponding Host Institution). Im Falle von weiteren beteiligten Einrichtungen müssen diese später bei der Vertragsunterzeichnung auch ein Supplementary Agreement mit den bei ihnen beschäftigten PI's unterzeichnen.

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Evaluierung

Das Evaluierungsverfahren für die kommende Ausschreibung ist noch unklar. So sah das Verfahren 2012/2013 aus:

Stufe1:

Die begutachtenden Panels werden erst dann zusammengesetzt, wenn die Anträge eingegangen sind. Dafür wird ein Pool von ca. 60 Gutachter/innen erstellt, woraus insgesamt fünf Synergy Grant Panels gebildet werden. Es ist geplant, dass bereits in dieser ersten Stufe der Evaluierung der gesamte Antrag (15-seitige Projektbeschreibung) bewertet wird. Nur für den Fall, dass es eine hohe Überzeichnung des Calls gibt, wird auf die fünfseitigen Zusammenfassungen zurückgegriffen (Stufe 1a).

Jeder Antrag wird von mindestens vier Panelmitgliedern und vier externen Experten einzeln bewertet, bevor die Anträge im Panel diskutiert werden.

Stufe 2:

Die vorausgewählten Anträge (max. 2,5 x des Budgets) werden ein zweites Mal von einem einzigen Panel bewertet, das aus 15 hochrangigen Wissenschaftler/innen besteht, die nicht in Stufe 1 tätig waren (mit Ausnahme der Panel-Vorsitzenden aus Stufe 1).

Auf Grundlage dieser Evaluierung werden einige Projekte ausgewählt, deren PIs zu Interviews nach Brüssel eingeladen werden (max. 2 x des Budgets). Es ist auch möglich, dass das Evaluierungspanel an der Forschungseinrichtung Besuche durchführt.

Dies waren die Gutachtenden der Synergy Grants 2012 und Synergy Grants 2013.

 

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Aktuelle Ausschreibung

Es wird eine neue Ausschreibung unter dem Arbeitsprogramm 2018 erwartet, das voraussichtlich im Sommer 2017 veröffentlicht wird. Wann die Ausschreibung geöffnet wird und wann die Deadline ist, ist noch unklar.  

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Ergebnisse vergangener Ausschreibungen

Synergy-2013

Es gingen 449 Anträge ein. Damit sind zwar weniger Anträge eingegangen als im letzten Jahr, die Ausschreibung ist aber dennoch deutlich überzeichnet. Dei Erfolgsquote liegt bei ca. 3 %.

Von den 150 Millionen Euro wurden 13 Projekte in ganz Europa gefördert, mit 45 Principal Investigators (PI).

Zwei der Projekte haben in Deutschland die Haupt-Gasteinrichtung, an weiteren drei sind deutsche Einrichtungen beteiligt. Insgesamt 12 <abbr title="Principle Investigators">PIs sind an deutschen Einrichtungen angesiedelt – deutlich mehr als in allen anderen Ländern (Spanien: 7, UK 6).

Die Vorsitzenden der fünf Evaluierungspanels finden Sie hier.

  

Synergy-2012

Bei der ersten Ausschreibung der "Synergy Grants" (SyG-2012), mit Deadline im Januar 2012 gingen insgesamt 710 Anträge ein.

Es wurden 11 Projekte gefördert. Das durchschnittliche Projektbudget liegt bei 11,5 Millionen Euro.

Vier der Projekte sind schwerpunktmäßig in Deutschland angesiedelt ("Corresponding Host Institution"). An einigen Projekten sind auch mehrere Einrichtungen, teilweise grenzüberschreitend, beteiligt.

Die Pressemitteilung des ERC mit einer Auflistung der Projekte finden Sie hier.

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Benachrichtigungszeiträume

Auf diesen Seiten erfahren Sie, wann mit einer Benachrichtigung in Ihrem Evaluierungsverfahren zu rechnen ist.

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