ERC-Antragstellung

Eine Glühbirne, in der ein grünes Blatt wächst

Die Nationale Kontaktstelle zum Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) wird gemeinsam vom EU-Büro des BMBF (im DLR Projektträger) und der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) betreut.

Anträge auf eine ERC-Förderung erfolgen bei allen ERC-Förderlinien auf die jährlich stattfindenden Ausschreibungen (calls for proposals) hin. Das Antragsverfahren ist einstufig mit einer zweistufigen Evaluierung. Die Bewerbung erfolgt durch den Principal Investigator (PI) im Namen den Gasteinrichtung online über das Teilnehmerportal (Participant Portal).

Folgende Bedingungen sind bei der Antragstellung zu beachten:

  • Pro Arbeitsprogramm ist nur eine Einreichung beim ERC zulässig (wenn diese als "eligible" angenommen wird).
  • Ein PI kann zeitgleich nicht mehr als einen ERC-Grant erhalten. Lediglich in den letzten beiden Jahren vor Ablauf des ERC-Grants ist die Antragstellung für einen neuen Grant möglich.
  • Ist ein PI für eine Ausschreibung als Gutachter/in tätig, so darf er/sie unter derselben Ausschreibung keinen eigenen Antrag einreichen. Ebenso darf er/sie keinen Antrag in der aktuellen Ausschreibung einreichen, wenn er/sie an der zwei Jahre zurückliegenden Ausschreibung als Gutachter/in tätig war.
  • Die Gasteinrichtung muss den PI mindestens für die Dauer des Projektes anstellen.

Wiedereinreichung

Anträge, die aus formalen Gründen abgelehnt worden sind (ineligible proposals) können in jedem Fall erneut eingereicht werden.

Bei Ablehnung eines evaluierten Antrags ist eine Wiedereinreichung unter dem Arbeitsprogramm 2017 unter folgenden Bedingungen möglich:

  • Anträge mit einer A-Bewertung in der zweiten Evaluierungsstufe können in der darauffolgenden Ausschreibung wieder eingereicht werden.
  • Anträge, die unter dem Arbeitsprogramm 2016 eingereicht und mit einer B-Bewertung in der zweiten Evaluierungsstufe bewertet wurden, können in den Ausschreibungen 2017 wieder eingereicht werden.*
  • Anträge, die unter dem Arbeitsprogramm 2016 eingereicht und mit einer B-Bewertung in der ersten Evaluierungsstufe bewertet wurden, können erst in den Ausschreibungen 2018 wieder eingereicht werden (wenn Regelung im Arbeitsprogramm 2018 so bleibt)
  • Anträge, die unter dem Arbeitsprogramm 2014 oder 2015 eingereicht und mit einer C-Bewertung abgelehnt wurden, können unter dem Arbeitsprogramm 2017 nicht eingereicht werden. In der Regel muss mit einer C-Bewertung zwei Calls ausgesetzt werden.

Bitte beachten: Die Regeln richten sich immer nach dem Arbeitsprogramm unter dem Sie Ihren neuen Antrag einreichen. Die Regeln können im Prinzip jedes Jahr geändert werden.

Eine vollständige Bewerbung umfasst folgende Bestandteile:

  • Online-Verwaltungsformulare (A-forms)
  • Projektantrag: Der wissenschaftliche Projektantrag gliedert sich in zwei vorgeschriebene Sektionen. Teil B1 enthält das Antragstellerprofil inklusive CV und Funding ID, den Track Record sowie eine fünfseitige Zusammenfassung des Forschungsvorhabens (Extended Synopsis). Teil B2 beinhaltet eine ausführliche Beschreibung des Forschungsvorhabens auf maximal 15 Seiten.
  • Anlagen:
    1. Erklärung der Gastinstitution über die Unterstützung der Bewerbung und Zusicherung der Unabhängigkeit des PI (Commitment of the Host Institution);
    2. Ggf. Promotionsurkunde / ggf. Nachweis zur Verlängerung der Antragsberechtigung;
    3. Ggf. Ethics Self Assessment

Einzelheiten zu den Antragsvoraussetzungen der verschiedenen Förderlinien finden Sie hier: