Workshop 6: "Widening participation" – Herausforderung für einen leistungsfähigen Forschungsraum

Die Welt bei Nacht.

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Leitfragen zum Workshop "Widening Participation" – Herausforderung für einen leistungsfähigen Forschungsraum

  • Welche zentralen Faktoren bedingen die Forschungs- und Innovationskluft in Europa und wie lässt sie sich verringern?
  • Welchen Beitrag leistet die Programmlinie "Verbreitung von Exzellenz und Ausweitung der Beteiligung" zur Verringerung der Forschungs- und Innovationskluft und wie sollten neue Maßnahmen im nächsten Rahmenprogramm konzipiert sein, um die Beteiligungschancen der bisher benachteiligten Regionen zu erhöhen?
  • Welchen Beitrag können die EU-Mitgliedstaaten neben dem Rahmenprogramm durch bi- oder multilaterale Kooperationsansätze leisten?

Der Workshop hat in englischer Sprache stattgefunden.
 

Panel

Moderation:

  • Ralf Krauter, Wissenschaftsjournalist

Rapporteurin:

  • Babett Gläser, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Sprecherinnen und Sprecher:

  • Andrea Conte, Europäische Kommission, Joint Research Centre, Institut für technologische Zukunftsforschung, Sevilla
  • Luisa Henriques, Forschungattachée, Ständige Vertretung der Republik Portugal bei der EU in Brüssel
  • Stefan Kaufmann, Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Sergej Možina, Forschungattaché, Ständige Vertretung der Republik Slowenien bei der EU in Brüssel
  • Mathias Rauch, Leiter Fraunhofer-EU-Büro Brüssel

Informationen zu den Panellisten (PDF, nur in der Workshopsprache Englisch verfügbar)
 

Workshop-Beschreibung

Der Europäische Forschungsraum (EFR) zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen in den Bereichen Forschung und Innovation zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf Basis einer innovationsgetriebenen Wirtschaft zu stärken. Der EFR soll als ein Binnenraum für Forschung und Innovation den freien Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien und eine hohe akademische Mobilität von Wissenschaftlern ermöglichen. Größtmögliche Synergien in Europa werden allerdings nur erreicht, wenn die nationalen Forschungs- und Innovationssysteme wettbewerbsfähig und untereinander kompatibel sind. Die Anschlussfähigkeit leistungsschwächerer EU-Mitgliedstaaten ist daher entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg Europas und für den EFR insgesamt. Als ein Indikator für die Leistungsfähigkeit der EU-Mitgliedstaaten gilt deren Einbindung in die EU-Forschungsrahmenprogramme. Derzeit bestehen große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten, sowohl hinsichtlich der Beteiligung als auch der erfolgreichen Einwerbung von Fördermitteln. Der Anteil der Zuwendungen an die EU-13-Staaten bleibt in Horizont 2020 auf dem niedrigen Niveau des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Der für Horizont 2020 eingeführte Programmbereich "Verbreitung von Exzellenz und Ausweitung der Beteiligung" leistet zwar einen Beitrag zur Stärkung der Beteiligung bisher unterrepräsentierter Regionen/Mitgliedsstaaten. Allerdings reicht dieser allein nicht aus und sollte durch weitere Maßnahmen ergänzt werden, wie beispielsweise die Einbeziehung von EU-Struktur- und Investitionsfonds für innovationsorientierte Aktivitäten. Insgesamt bedarf es weiterer Anstrengungen und konkreter Maßnahmen sowohl der Europäischen Kommission als auch der Mitgliedstaaten, um die Wettbewerbsfähigkeit und Exzellenz nationaler Forschungsstandorte entscheidend zu erhöhen.

Im Workshop "Widening Participation – Herausforderung für den Europäischen Forschungsraum" wurde über mögliche Ansätze zur Verbreitung der Exzellenz in den weniger forschungs- und innovationsintensiven Regionen/Mitgliedsstaaten und zur Erhöhung ihrer Beteiligungschancen am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation diskutiert. Die Verringerung dieser Forschungs- und Innovationskluft ist ein gesamteuropäisches Ziel und eine langfristige Aufgabe, um die Zusammenarbeit in Europa weiter zu fördern. Daher ging es auch darum, was einzelne Mitgliedstaaten hierzu auf nationaler Ebene beitragen können.