Workshop 4: Der EFR und der Europäische Hochschulraum

Die Welt bei Nacht

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Leitfragen zum Workshop der EFR und der Europäische Hochschulraum

  • Wie können Verbindungen zwischen dem Europäischen Forschungs- und dem Europäischen Hochschulraum gestärkt werden?
  • Wie können europäische und nationale Programme in den Bereichen Forschung und Bildung kombiniert werden?
  • Welche Themen und Projekte könnten zu einer Annäherung von Forschung und Hochschulbildung auf EU-Ebene beitragen?

Dieser Workshop hat in englischer Sprache stattgefunden.

Panel

Moderation:

  • Eva-Maria Streier, Beraterin Wissenschaftskommunikation

Sprecherinnen und Sprecher:

  • Lidia Borrell-Damian, Direktorin der Abteilung Research and Innovation, European University Association
  • Gerhard Duda, Leitung Abteilung Forschungsangelegenheiten, Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
  • Patricia Pol, Vize-Vorsitzende Bologna Follow-Up-Gruppe (BFUG) für den Europäischen Hochschulraum
  • Paul Harris, Generaldirektion für Bildung und Kultur, Europäische Kommission

Informationen zu den Panellisten (PDF auf englisch)

Workshop-Beschreibung

Die Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (EFR) ist seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 eine primärrechtlich verankerte Zielsetzung der EU und verbindliche Aufgabe für alle Beteiligten, sowohl Europäische Kommission als auch EU-Mitgliedstaaten. Beide Akteure haben dabei sechs Handlungsfelder für die Schaffung eines starken Europäischen Forschungsraums (sogenannte EFR-Prioritäten) identifiziert. Sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene werden konkrete Maßnahmen für die Ausgestaltung des EFR umgesetzt.

1999 unterzeichneten 30 europäische Staaten in der italienischen Universitätsstadt die Bologna-Erklärung. Sie legten damit den Grundstein für einen Europäischen Hochschulraum, der inzwischen 48 Staaten – von Island bis Kasachstan – und die Europäische Kommission umfasst. Der Europarat und sieben weitere Organisationen sind beratende Mitglieder. Der Bologna-Prozess hat in ganz Europa zu weitreichenden Veränderungen der nationalen Hochschulsysteme geführt. Der Prozess zeichnet sich durch einen partnerschaftlichen Ansatz aus, d. h. dass die vereinbarten Ziele der Hochschulministerinnen und -minister unter Einbindung der Hochschulen, Studierenden und Sozialpartnern umgesetzt werden. Zur Überprüfung der Fortschritte bei der Erreichung der vereinbarten Ziele wurde festgelegt, alle zwei bzw. drei Jahre den Stand der Umsetzung des Europäischen Hochschulraums auf einer gemeinsamen Konferenz zu bilanzieren. Die letzte Konferenz fand im Mai 2015 in Jerewan statt. Im Abschlusskommuniqué wurde die stärkere Verbindung des Europäischen Forschungsraums und des Europäischen Hochschulraums formuliert.

Hochschulen sind eines der zentralen Elemente des Wissenschaftssystems. Sie verbinden Lehre und Forschung und bilden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Zukunft aus, unabhängig davon, wo diese später tätig sind – an Hochschulen, in außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder in der forschenden Wirtschaft. Aus diesem Grund müssen optimale Rahmenbedingungen geschaffen und die Annäherung zwischen Europäischem Hochschulraum und dem Europäischem Forschungsraum vorangetrieben werden, z. B. hinsichtlich der Nachwuchsförderung und Mobilität oder der Karriereplanung und sozialen Sicherung.