Workshop 3: Horizont 2020 und Ausblick

Die Welt bei Nacht.

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Leitfragen zum Workshop Horizont 2020 und Ausblick

  • Was ist der europäische Mehrwert der Rahmenprogramme und welche Instrumente eignen sich, auch zukünftig einen europäischen Mehrwert zu schaffen?
  • Welche Bedeutung kommt der Verbundforschung zur Schaffung eines Europäischen Forschungsraums zu?
  • Was kann und muss das nächste Rahmenprogramm leisten? Was kann es nicht leisten? Wie kann Horizont 2020 und das 9. Rahmenprogramm auch für deutsche Forschende attraktiv bleiben?
  • Welchen Stellenwert soll die Innovationsförderung in einem 9. Rahmenprogramm haben?

Dieser Workshop hat in deutscher Sprache stattgefunden.

Panel

Moderation und Rapporteurin:

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Haering, Leitung der  econcept AG als Verwaltungs-Präsidentin, Lehrbeauftragte an der Universität Lausanne

Sprecherinnen und Sprecher:

  • Thomas Görgen, Direktor "Alliance Management" bei Covestro Deutschland AG
  • Anette Hübinger, Mitglied des Deutschen Bundestags
  • Dr. Ludwig Kronthaler, Generalsekretär der Max-Planck-Gesellschaft
  • Prof. Dr. Stefan Kuhlmann, Inhaber des Lehrstuhls Grundlagen von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft und Leiter der Abteilung "Science, Technology and Policy Studies" an der Universität Twente
  • Prof. Dr. med. Sigurd Lenzen, Professor für Klinische Biochemie, Direktor des Instituts für Klinische Biochemie an der Medizinischen Hochschule Hannover

Informationen zu den Panellisten (PDF)

Workshop-Beschreibung

Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizont 2020" ist das zentrale Instrument zur Schaffung eines Europäischen Forschungsraums. Nach fast drei Jahren Laufzeit ist Zeit für eine erste Bilanz. Die Europäische Kommission führt derzeit die Zwischenevaluierung von Horizont 2020 durch, die bis Ende 2017 abgeschlossen sein muss. Unterstützt wird sie hierbei von einer "High Level Group". Neben der Frage der fortbestehenden Relevanz der Maßnahmen und der Effizienz des Programms ist der Europäische Mehrwert ein zentrales Beurteilungskriterium. Was kann auf europäischer Ebene wirksamer als auf nationaler Ebene gefördert werden? Brauchen wir weiterhin große europäische Netzwerke oder reicht es, den europäischen Wettbewerb zu stimulieren? Was für Veränderungen hat Horizont 2020 gebracht? Was läuft gut und was läuft schlecht? Was könnte noch während der Laufzeit, bis Ende 2020 angepasst werden, wo gibt es Bedarf für "Nachsteuerungen"?

Die Europäische Kommission hat zudem angekündigt, bis spätestens Anfang 2018 einen ersten Vorschlag für das nächste Rahmenprogramm vorzulegen. Daher bietet die Zwischenevaluierung von Horizont 2020 auch die Gelegenheit, die Ausrichtung der europäischen Forschungspolitik nach 2020 zu debattieren. Die EU steht derzeit vor großen Herausforderungen. Es stellt sich die Frage, wie Forschung und Innovation Europa bei der Bewältigung dieser Herausforderungen am besten unterstützen können. Welchen Beitrag haben die Rahmenprogramme bisher geleistet, welche Errungenschaften von Horizont 2020 sollten beibehalten werden und was sollte zukünftig geändert werden?

Für die Schaffung eines Europäischen Forschungsraums war lange Zeit die Förderung der grenzüberschreitenden Verbundforschung das zentrale Instrument. Hat dieses Instrument in der Vergangenheit bereits genügend dazu beigetragen, dass Forschung in Europa vernetzt ist?