Workshop 2: "Open Innovation" und Internationalisierung KMU

Die Welt bei Nacht.

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Leitfragen zum Workshop "Open Innovation" und Internationalisierung KMU

  • Welche Rolle spielen Forschung und Innovation bei der Internationalisierung von KMU und wie können diese darin unterstützt werden?
  • Welche Rolle spielt "Open Innovation" bei Ihren Innovationsprozessen und inwieweit wirken "Open Innovation" und Internationalisierung zusammen?
  • Welche Erwartungshaltung haben KMU / Mittelstand gegenüber der europäischen Innovationspolitik, wie etwa gegenüber der Idee eines Europäischen Innovationsrates – EIC (European Innovation Council)?

Dieser Workshop hat in deutscher Sprache stattgefunden.
 

Panel

Moderation und Rapporteur:

  • Fabian Schmidt, Deutsche Welle

Sprecherinnen und Sprecher:

  • Prof. Dr. Uwe Cantner, Vizepräsident an der Friedrich Schiller Universität in Jena, Professor für Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomik, Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Prof. Dr. Jakob Edler, Professor "Innovation Policy and Strategy" an der Universität Manchester
  • Dr. Michaela Endres, Geschäftsführerin der TransTissue Technologies GmbH
  • PD Dr. Dirk Fornahl, Leiter des "Centre for Regional and Innovation Economics" im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen, Leitung der BMBF-Begleitforschung zu "Internationalisierung von Spitzenclustern"
  • Bernhard Lehofer, ITG-Innovationsservice für Salzburg
  • Jörg Trinkwalter, Mitglied der Geschäftsführung Medical Valley Center GmbH

Informationen zu den Panellisten (PDF)
 

Workshop-Beschreibung

Welche Bedeutung hat der "Europäische Forschungsraum" für Unternehmen? Welche Rolle spielen Forschung und Innovation für die Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)? Wie kann "Open Innovation" zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von KMU beitragen? Und wie können Maßnahmen der Bundesregierung und der Europäischen Kommission Deutschlands Mittelstand hierbei zielführend unterstützen?

Schon heute bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit umfangreichen nationalen Förderprogrammen deutschen KMU ein Sprungbrett für intensive Auslandsaktivitäten. So z. B. über die Fördermaßnahme zur Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbare Netzwerken. Erfolgreiche Netzwerke und Cluster sollen in einer Konzeptions- und einer Umsetzungsphase bestehende Kontakte zu internationalen Kooperationen ausbauen und mit gemeinsamen Forschungsprojekten für ihre Mitglieder "Brücken in die Welt" bauen.

Auf europäischer Ebene unterstützt das Förderprogramm "Eurostars" forschende KMU, die in grenzüberschreitenden Kooperationen gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft oder Forschung eine Idee bis hin zum Prototypen umsetzen möchten. Analog wird die Zusammenarbeit von KMU mit internationalen Partnern (außerhalb der EU) im neuen Instrument "Global Stars", gefördert.

Darüber hinaus bieten neue Ansätze wie "Open Innovation" vielversprechendes Potential, um Innovationsprozesse in Unternehmen erfolgreich zu gestalten. Die Methode beschreibt eine bewusste Öffnung des unternehmensinternen Innovationsprozesses zur strategischen Nutzung der Außenwelt. Diese Öffnung bringt neues Wissen von außen in die Organisation (outside-in Open Innovation, z. B. Lead-User-Methode), bedeutet aber ebenso eine systematische Verbreitung von internem Wissen nach außen (inside-out Open Innovation, z. B. durch Lizensierungen).

Um neue Impulse für exzellente Innovation in Europa zu setzen, hat EU-Forschungskommissar Carlos Moedas die Schaffung eines Europäischen Innovationsrates (European Innovation Council / EIC) auf seine politische Agenda gesetzt. Ausgangspunkt ist seine Analyse, dass es in Europa eine Diskrepanz zwischen der hohen Qualität der Forschung einerseits und dem geringen Output an Innovationen andererseits gebe. Trotz der Bemühungen, Innovationen zu fördern, sei Europa gerade im Vergleich zu den USA und China bei markt-erschließenden, bahnbrechenden Innovationen im Rückstand. Ebenso scheiterten Europas junge, innovative Unternehmen am "scaling up". Der EIC soll deutliche Impulse für "Exzellente Innovation" setzen und zudem als zentraler Ansprechpartner ("one-stop shop") für Innovatoren auf der Suche nach europäischen Fördermitteln fungieren.

Der Workshop hat Unternehmen und Multiplikatoren eine Plattform geboten, um Ideen und Anregungen an den Europäischen Forschungsraum mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu diskutieren.