Internationale Zusammenarbeit im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7.FRP)
Aktuelles
- EU-KOM fördert Zusammenarbeit mit Lateinamerika und Karibik
Bei den Arbeitsprogrammen 2011 im Programm 'Zusammenarbeit' liegt der geographische Schwerpunkt im Bereich der internationalen Zusammenarbeit auf den sogenannten LAC-Staaten ('Latin American and Caribbean States'). Eine Übersicht mit allen Ausschreibungen mit Schwerpunkt LAC-Staaten finden Sie hier.
Am 29. September 2010 findet in Brüssel ein Infotag zu den Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Lateinamerika und Karibik statt. Weitere Informationen und Registrierung.
- EU-Latin American ICT-Gateway - Workshop EU-LAC-Kooperationen
Im Rahmen der ICT-2010 organisiert EULARINET in Brüssel vom 29. bis 30. September 2010 einen Workshop zur Anbahnung möglicher Kooperationen lateinamerikanischer und europäischer Forschungseinrichtungen. Die Agenda zur Veranstaltung und weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.
- Datenbank zu Specific International Cooperation Actions (SICAS) online
Im Rahmen des INCO-Netzwerkes INCONTACT wurde von Archimedes (Estland) eine Datenbank zu aktuellen Ausschreibungen im Bereich Internationale Zusammenarbeit im 7. FRP entwickelt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können in der Datenbank sowohl nach themen- als auch länderspezifischen Ausschreibungen recherchieren. Sie finden die Datenbank unter: https://www.archimedes.ee/incontact/topics
Das Arbeitsprogramm Internationale Zusammenarbeit 2011 wurde am 20. Juli 2010 veröffentlicht. Deadline für alle Ausschreibung ist der 15. März 2011. Insgesamt steht für 2011 ein Budget von 29.25 Mio. € zur Verfügung. Inhaltlich handelt es sich um die konsequente Fortführung der Aktivitäten aus den vorangegangenen Arbeitsprogrammen. Informationen zum Arbeitsprogramm und den aktuellen Ausschreibungen finden Sie hier.
Am 8. und 9. Juni 2010 fand in Athen die erste europäische Konferenz zur Internationalen Zusammenarbeit im 7. Forschungsrahmenprogramm statt. Insgesamt nahmen mehr als 150 Experten und Expertinnen aus Politik und Wissenschaft aus 53 Ländern teil. Ziel der Konferenz war es, einen Erfahrungsaustausch zur internationalen Dimension des Europäischen Forschungsraumes anzustoßen und strategische Ansätze für die internationale Zusammenarbeit im FRP zu entwickeln. Die Konferenz wurde im Rahmen des INCO-Netzwerkes INCONTACT-one world organisiert und bildet den Auftakt einer 4-teiligen Konferenzreihe, die 2011 in Südafrika fortgesetzt wird.
Weitere Informationen und die Vorträge zur Konferenz finden Sie unter: http://www.inco-conference.eu
Das Strategieforum für Internationale Zusammenarbeit (SFIC) hat seinen ersten Jahresbericht am 28. April 2010 veröffentlicht. Der Bericht beschreibt die bisher erzielten Fortschritte auf dem Weg hin zu einer europäischen Partnerschaft zwischen Kommission und Mitgliedsstaaten mit Hinblick auf die Entwicklung einer europäischen Strategie für internationale Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Forschung.
Den Report erhalten Sie hier.
Am 3. Juni 2010 wurde das Abkommen zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit zwischen der EU und den Färöer Inseln unterzeichnet. Dieses Abkommen beinhaltet unter anderem die Assoziierung der Färöer Inseln zum 7. Forschungsrahmenprogramm der EU und fördert die Einbindung der Inselgruppe in die Europäische Forschungsgemeinschaft. Die Zahl der am 7. Forschungsrahmenprogramm assoziierten Länder steigt somit auf 13 Länder.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Weitere INCO-Nachrichten
Internationale Zusammenarbeit im 7. FRP
Unter "Internationaler Zusammenarbeit" wird die Kooperation mit Ländern zusammengefasst, die weder Mitgliedstaaten der EU noch an das Forschungsrahmenprogramm assoziierte Staaten sind (Drittländer).
Diese Drittstaaten unterteilt die Europäische Kommission in International Cooperation Partner Countries (ICPC) und industrialisierte („high income“) Länder (siehe Kommissionsdokument Cooperation with Third Country Participants in an EC funded FP7 multi-partner research project).
Die ICPC gliedern sich in folgende Ländergruppen:
- Nachbarländer der EU (Mittelmeerpartnerländer (MPC), Westliche Balkanstaaten (WBC), Osteuropäische und zentralasiatische Staaten (EECA)
- Entwicklungsländer (Afrika, die pazifischen und karibischen Staaten (AKP), Lateinamerika, Asien)
- Schwellenländer, sog. BRIGS-Staaten (z. B. China, Indien, Brasilien, Russland, Südafrika)
Zu den industrialisierten Ländern gehören die USA, Kanada, Japan, die Republik Korea, Singapur, Australien, Neuseeland, Taiwan, Hongkong, Macao, San Marino, Andorra, Monaco und der Vatikan.
Während die Beteiligung von Einrichtungen aus ICPC am 7. FPR finanziell gefördert wird, können Partner aus industrialisierten Ländern zwar am 7. FPR teilnehmen, erhalten für die Beteiligung in der Regel keine finanzielle Förderung.
Im 7. FRP gibt es vier Möglichkeiten, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Forschende aus Drittstaaten in Projekte einzubinden:
- Themenorientierte Zusammenarbeit innerhalb des Spezifischen Programms „Zusammenarbeit“
- Beteiligung von Forschenden an den Ausschreibungen des Spezifischen Programms "Ideen"
- Internationale Mobilitätsmaßnahmen im Rahmen des Spezifischen Programms „Menschen“
- Spezielle Maßnahmen der internationalen Zusammenarbeit als eigenständiges Programm im Rahmen des Spezifischen Programms „Kapazitäten“
Themenorientierte Zusammenarbeit mit Drittstaaten im Spezifischen Programm "Zusammenarbeit"
Die internationale Zusammenarbeit ist integraler Bestandteil der zehn Themenbereiche des Spezifischen Programms „Zusammenarbeit“. Grundsätzlich steht Partnern aus Drittländer eine Beteiligung an allen Ausschreibungen im Programmbereich „Zusammenarbeit“ offen. Vorraussetzung ist, dass die Mindestbedingung für die Bildung eines Konsortiums (in der Regel drei Partner aus drei Mitgliedsländern oder Assoziierten Staaten) erfüllt ist. Darüber hinaus können Partner aus Drittlandsstaaten als zusätzliche Teilnehmer im Projektkonsortium an den Ausschreibungen teilnehmen.
Eine Ausnahme stellen hier die Spezifischen Aktionen der Internationalen Zusammenarbeit (Specific International Cooperation Activities, SICAs) dar.
SICA sind spezifische thematische Ausschreibungen mit dem Ziel, die Teilnahme von Drittstaaten am 7. FRP zu fördern. Bei den Ausschreibungen handelt es sich um ausgewählte Themen von gemeinsamem Interesse, die oft in enger Anlehnung an die bilateralen Abkommen zwischen der EU und dem Drittland stehen. Die Beteiligung von Drittstaaten ist bei den SICA Bedingung für die Förderung eines Projektes. Die Vorraussetzung zur Konsortialbildung variieren hier je nach den Ausschreibungen, die in den i. d. R. jährlichen Arbeitsprogrammen der einzelnen Themengebiete im Spezifischen Programm Kapazitäten zu finden sind.
Eine Übersicht über alle aktuellen SICAs finden Sie hier.
Beteiligung von Forschenden an den Ausschreibungen des Spezifischen Programms „Ideen“
Die Ausschreibungen des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) im Spezifischen Programm „Ideen“ sind offen für die Beteiligung von Forschenden aus Drittstaaten. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Forschungstätigkeit an einer Forschungseinrichtung in einem Mitgliedstaat bzw. in einem an das Rahmenprogramm assoziierten Land.
Internationale Mobilitätsmaßnahmen im Spezifischen Programm "Menschen" (Marie Curie Maßnahmen)
Zur Gewinnung von Forschungstalenten außerhalb Europas sowie zur Förderung einer gegenseitig vorteilhaften Forschungszusammenarbeit mit Forschenden außerhalb Europas sind folgende Maßnahmen in diesem spezifischen Programm vorgesehen: Stipendien für europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine Forschungstätigkeit außerhalb Europas, einschl. einer integrierten obligatorischen Rückkehrphase (International Outgoing Fellowships) sowie Stipendien für eine Betätigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Drittstaaten in Europa und Partnerschaften zur Förderung des Forscheraustausches (International Incoming Fellowships).
Internationale Aktivitäten im Spezifischen Programm "Kapazitäten"
Das eigenständige Programm „Maßnahmen zur Internationalen Zusammenarbeit“ im Rahmen des spezifischen Programms „Kapazitäten“ verfügt über ein Budget von 185 Mio. Gefördert werden hier Aktivitäten zur Stärkung der Beteiligung von Drittstaaten am 7. FPR.
Dazu gehört die Unterstützung des Informationsaustausch und Dialogs mit Drittstaaten, die eine Diskussion aktueller und künftiger Forschungsprioritäten ermöglichen sollen. Die Ergebnisse dieser Dialoge sollen zu einer Aufsetzung gemeinsamer Forschungspolitiken führen, die Input liefern, welcher in die konkreten Maßnahmen der Spezifischen Programme eingebracht werden kann.
Die Maßnahmen im Bereich der Internationalen Zusammenarbeit haben die drei folgenden Zielsetzungen:
- Förderung biregionaler und bilateraler Dialoge in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und Identifizierung gemeinsamer Forschungsprioritäten
- Vernetzung verschiedener Stakeholder (z. B. Universitäten, Wirtschaft, Regierung, Gesellschaft) zur Stärkung der Forschungskapazitäten
- Erleichterung der Entwicklung und Implementierung eines kohärenten Ansatzes internationaler wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit auf europäischem Level
Der Programmbereich umfasst folgende Aktivitäten:
- Biregionale Koordination der WTZ Zusammenarbeit inklusive Definition gemeinsamer Prioritäten und WTZ Politiken (INCO-NET)
- Bilaterale Koordinierung zur Entwicklung von WTZ Partnerschaften (BILAT)
- Koordinierung nationaler und regionaler Politikansätze und Aktivitäten der Mitgliedsstaaten und Assoziierten Staaten in der internationalen WTZ Zusammenarbeit (ERA-NET)
- Unterstützung transnationaler Aktivitäten der Nationalen Kontaktstellen im Bereich der Internationalen Zusammenarbeit (INCO-NCP)
- Unterstützung des Zugangs europäischer Forscher zu Drittstaatenforschungsprogrammen (ACCESS4EU)
- Maßnahmen zur Integration von Europas Nachbarstaaten in den Europäischen Forschungsraum (ERA-Wide)
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